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Automatisierung : Allianz opfert der Digitalisierung Hunderte Stellen

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Die Digitalisierung soll dazu führen, die Kunden schneller und besser zu bedienen. Dass dabei Stellen wegfallen, nimmt die Allianz in Kauf. Bild: dpa

Bis zum Jahr 2020 will der Versicherer Allianz 700 Vollzeitstellen abbauen, weil sie wegen der Digitalisierung überflüssig werden. Es gibt auch schon Pläne, welche Standorte es treffen soll.

          Fallen der Digitalisierung Arbeitsplätze zum Opfer? In diesem aktuellen Beispiel, wird man die Frage wohl mit einem klaren „Ja“ beantworten müssen: Der Versicherer Allianz will in den kommenden drei Jahren Hunderte Stellen in Deutschland streichen. Insgesamt sollen bis 2020 rund 700 Vollzeitstellen wegfallen, wie ein Sprecher der Deutschlandsparte des
          Dax-Konzerns am Freitag bestätigte. Der Grund: Der Konzern investiere in die Digitalisierung, um Kunden besser und schneller bedienen zu können. Der Stellenwegfall sei eine Konsequenz daraus.

          Nun trifft also auch einen deutschen Versicherer, was noch Anfang des Jahres als ein japanischer Spezialfall abgetan wurde. Damals hatte der Lebensversicherer Fukoku Mutual Life Insurance bekanntgegeben, dass er künstliche Intelligenz einsetzen wolle, um die Produktivität zu heben. Fast 30 Prozent der Mitarbeiter in der betreffenden Abteilung sollten durch eine Maschine ersetzt werden. In Japan sei das Vertrauen der künstlichen Intelligenz und generell der Technik gegenüber viel höher als in Deutschland hieß es damals und nur wenige konnten sich vorstellen, dass es auch bald in Deutschland ähnliche Vorkommnisse geben könnte.

          Mit der Allianz ist auch hierzulande schon wieder ein Versicherer betroffen. Über die konkreten Strellen-Streichungspläne spreche man derzeit mit den Arbeitnehmervertretern, sagte der Allianz-Sprecher weiter. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ über das Vorhaben berichtet. Dort hieß es auch, der Stellenabbau sei nicht das primäre Ziel der neuen Digitalisierungsmaßnahmen, aber eine unvermeidliche Konsequenz daraus.

          Funktionen werden an einigen Standorten zusammengelegt

          Bestimmte Funktionen werden an einigen Standorten zusammengelegt. So soll etwa die Verwaltung des Unfallversicherungsgeschäfts künftig nur noch in Berlin und München sitzen, nicht mehr zusätzlich in Leipzig, Hamburg und Stuttgart. Weil die Allianz viele Teilzeitmitarbeiter beschäftigt, wird vermutet, dass von dem Abbau der 700 Vollzeitstellen sogar deutlich mehr als 700 Menschen betroffen sein könnten.

          Der Stellenabbau solle fair und sozialverträglich geschehen, so die Allianz. Dazu sei aber auch Flexibilität bei den Mitarbeitern gefragt, die gegebenenfalls für neue Tätigkeiten umlernen müssten. In Deutschland beschäftigt der Versicherungskonzern rund 29.000 Mitarbeiter.

          Quelle: nab./dpa

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