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Alitalia Air France-KLM bricht Übernahmeverhandlung ab

03.04.2008 ·  Die Verhandlungen über die geplante Übernahme der angeschlagenen Alitalia durch Air France-KLM sind nach Angaben der italienischen Fluggesellschaft abgebrochen worden. Zugleich trat der Präsident von Alitalia, Maurizio Prato, zurück.

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Air France-KLM-Chef Jean-Cyril Spinetta hat eine als entscheidend eingeschätzte Verhandlungsrunde mit den italienischen Gewerkschaften über den Kauf der maroden Alitalia abgebrochen.

Der Präsident der kriselnden Fluggesellschaft, Maurizio Prato, trat daraufhin zurück. Das gab die Alitalia-Leitung am Abend bekannt und erklärte die Übernahmeverhandlungen mit Air France-KLM für beendet.

Gewerkschaftsforderung unannehmbar

Ein von den Gewerkschaften vorgelegtes Forderungspaket zur Übernahme der italienischen Fluggesellschaft sei unannehmbar und gehe über sein Verhandlungsmandat hinaus, sagte Spinetta nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen am Mittwochabend in Rom.

Er wolle die Forderungen dennoch dem Verwaltungsrat zur Prüfung vorlegen, habe der Chef des französisch-niederländischen Fluggesellschaft erklärt. Zuvor hatte Spinetta Entgegenkommen bei der angestrebten Verringerung der Flugzeugflotte der italienischen Airline und der Mitarbeiterzahl deutlich gemacht, wie aus Gewerkschaftskreisen berichtet wurde. Die Gewerkschaften hatten die Übernahmepläne von Air France-KLM bisher strikt abgelehnt. Spinetta macht die Übernahme des Staatsanteils (von 49,9 Prozent) an der von Insolvenz bedrohten Alitalia jedoch von der Zustimmung der Gewerkschaften abhängig.

Eine Million Euro Verlust pro Tag

Nach italienischen Medienberichten wollte der mögliche Käufer aus Paris unter anderem schon im Jahr 2009 neue Boeing 777-Flugzeuge bei Alitalia einsetzen und weniger Maschinen vom Typ MD80 der derzeitigen Flotte stilllegen als zunächst geplant. Die Zahl wegfallender Arbeitsplätze würde mit diesen Maßnahmen von zuvor etwa 2100 auf 1700 bis 1900 sinken, berichtete die Turiner Zeitung „La Stampa“.

Air France-KLM hatte allerdings mehrfach auch verlangt, dass die neue Regierung in Rom nach den Neuwahlen am 13./14. April dem Kauf noch zustimmt. Die defizitäre Alitalia fliegt täglich eine Million Euro Verlust ein.

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Von Heike Göbel

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