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Erfolgreiche Discounter : Aldi und Lidl breiten sich in Großbritannien aus

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Nicht nur in Deutschland beliebt: Lidl und Aldi machen traditionellen Supermarktketten auch in Großbritannien das Leben schwer. Bild: AFP

Aldi und Lidl finden in Großbritannien viele Kunden. Jetzt sollen noch mal 1000 neue Discounter entstehen.

          Die deutschen Discounter Aldi und Lidl haben in Großbritannien den heimischen Supermarktriesen abermals Marktanteile abgeluchst. In den vergangen zwölf Wochen trieben die beiden Billigketten die Umsätze um mehr als 16 Prozent nach oben, wie die Marktforscher von Kantar am Dienstag mitteilten.

          Marktführer Tesco erzielte ein Plus von 2,6 Prozent und lag damit trotz des enttäuschenden Weihnachtsgeschäfts bei den vier größten britischen Ketten vorn. Wachstumstreiber waren den Marktforschern zufolge vor allem gesunde Lebensmittel. Weil vegetarisches und veganes Essen auf der Insel immer beliebter werden, war mehr Gemüse wie Spinat und Auberginen gefragt.

          1000 neue Aldi-Märkte geplant

          Im Kampf mit seinen Wettbewerbern Tesco, Sainsbury's und auch Lidl plant die Tochter des Essener Aldi-Konzerns, Aldi UK, bis zum Jahr 2022 mehr als 1000 neue Supermärkte und will dafür 2 Milliarden Pfund investieren. 2016 waren es 450 Millionen Pfund. So sank der operative Gewinn 2016 zwar um 17 Prozent auf 211,3 Millionen Pfund, der Umsatz legte aber um 13,5 Prozent auf 8,744 Milliarden zu. Der Vorsitzende von Aldi UK, Matthew Barnes, bezeichnete im vergangenen Jahr den Ergebnisrückgang als Preis der gewollten Expansion.

          Nach den milliardenschweren Investitionen, die die Discounter in ihre Filialen und Sortimente gesteckt haben, wird der Branche rund um Aldi, Lidl, Netto und Penny auch in Deutschland in den kommenden Jahren ein weiteres Wachstum vorausgesagt. Die Beratungsgesellschaft Oliver Wyman schätzt, dass die Discounter ihren Marktanteil in Deutschland bis 2020 um zwei Prozentpunkte auf rund 44 Prozent steigern werden.

          Nach wie vor schätzten die Deutschen die niedrigen Preise und die Aktionsprogramme der Discounter, lautet ein Ergebnis der aktuellen Analyse. Nach den jüngsten Investitionsoffensiven erreichten Aldi und Lidl inzwischen auch bei Frischeprodukten fast die Zufriedenheitswerte der Vollsortimenter. 55 Prozent der befragten Discounter-Kunden stimmten der Aussage zu, dass das wichtigste Kriterium für die Wahl ihres Einkaufsorts die beste Qualität bei frischen Produkten sei. Unter Supermarktkunden lag dieser Anteil mit 61 Prozent nur geringfügig höher.

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