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Aldi-Gründer Albrecht Die Albrecht-Entführung

28.07.2010 ·  Im November 1971 begann für den Aldi-Mitbegründer Theo Albrecht eine knapp dreiwöchige Leidensgeschichte: Der Unternehmer wurde entführt. Die Täter wurden zwar wenig später gefasst und zu langen Haftstrafen verurteilt. Ein Großteil des für damalige Verhältnisse enormen Lösegeldes in Höhe von sieben Millionen Mark wurde jedoch nie gefunden.

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Im November 1971 begann für den Aldi-Mitbegründer Theo Albrecht eine knapp dreiwöchige Leidensgeschichte: Der Unternehmer wurde entführt. Die damals 47 und 39 Jahre alten Täter waren ein Rechtsanwalt mit hohen Spielschulden und ein mehrfach vorbestrafter Tresorknacker. Sie wurden zwar wenig später gefasst und zu langen Haftstrafen verurteilt. Ein Großteil des für damalige Verhältnisse enormen Lösegeldes in Höhe von sieben Millionen Mark wurde jedoch nie gefunden.

Dreimal hatten die Entführer dem damals 49 Jahre alten Unternehmer vor der Hauptverwaltung in Herten aufgelauert. Beim ersten Mal verließ sie im letzten Moment der Mut, beim zweiten Mal hatten sie ihre Waffen vergessen. Am 29. November 1971 verschleppten sie schließlich ihr Opfer mit vorgehaltener Pistole in die Kanzlei des 47-jährigen Anwaltes mitten in der Düsseldorfer Innenstadt.

Im Essener Polizeipräsidium lief daraufhin die bis dahin größte Fahndung der Bundesrepublik an. 164 Ermittler einer Sonderkommission gingen jedem brauchbaren Hinweis nach, um das Versteck der Kidnapper aufzuspüren.

Bischof hilft bei Übergabe des Lösegelds

Nach zähen Verhandlungen der Polizei mit den Entführern, die sich per Brief oder Telefon meldeten, erklärte sich Ruhrbischof Franz Hengsbach schließlich „unter der Schweigepflicht des Beichtgeheimnisses“ bereit, für die Lösegeldübergabe zu sorgen. Am 16. Dezember händigte der Bischof auf einem dunklen Feldweg in Breitscheid bei Düsseldorf den Entführern in zwei Koffern das Lösegeld aus und sorgte damit für die Freilassung Albrechts.

Anschließend blieb der Unternehmer wie mit den Kidnappern vereinbart noch 24 Stunden in der Residenz des Bischofs. Am Abend des 17. Dezember kehrte er wohlbehalten zu seiner Familie zurück. Bei den Beamten der Sonderkommission, die mehr als 10.000 Überstunden gemacht hatten, bedankte sich der Unternehmer mit 120 Flaschen Sekt, zwei Fässern Bier und zwölf Flaschen Schnaps.

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