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Airbus Politiker bestätigt Abbau von 3700 Stellen in Deutschland

22.02.2007 ·  Seit Tagen überschlagen sich die Spekulationen um den Umfang des Stellenabbaus bei Airbus. Nun hat sich ein SPD-Politiker mit konkreten Zahlen dazu geäußert. Demnach sollen in Frankreich sogar mehr Stellen wegfallen als in Deutschland.

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Der Bremer SPD-Bundestagsabgeordnete Volker Kröning hat Medienberichte über konkrete Zahlen beim Airbus-Stellenabbau im Grundsatz bestätigt. Aus dem Umfeld der politischen und industriellen Spitzen sei zu erfahren, dass sich eine klare Tendenz verfestige, sagte Kröning der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag. Demnach sollen in Deutschland rund 3.700 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Die genaue Verteilung sei ebenso noch im Fluss wie der Zeitraum des Stellenabbaus, sagte der SPD-Politiker. Als sicher gelte allein eine Bestandsgarantie für die Standorte Hamburg, Bremen und Stade. Ein offenes Geheimnis sei, dass es primär um den Verkauf der Werke in Nordenham und Varel in Niedersachsen gehe. Die Stellen sollten teils durch Outsourcing und Arbeitsplatzverlagerung an Zulieferer wegfallen, sagte Kröning. Ein Teil solle mit Hilfe von Sozialplänen im Rahmen von vier bis fünf Jahren abgebaut werden.

In Frankreich sollen mehr Stellen wegfallen

Im Raum stehe eine Gesamtzahl von 10.000 Arbeitsplätzen, sagte Kröning. Nach seinem Kenntnisstand sollen die meisten Stellen, etwa 4.300, in Frankreich wegfallen. „Die Zahlen für Spanien und England schwanken und auch noch leicht die für Frankreich und Deutschland“, sagte Kröning. Der „Weser-Kurier“ hatte am Donnerstag je 1.000 bedrohte Arbeitsplätze für Spanien und Großbritannien genannt.

Video: Diskussionen um Airbus-Stellenbau

Bislang beharre die Konzernspitze öffentlich darauf, dass über Zahlen nicht entschieden sei, sagte Kröning. „Ich bin nicht dafür, dass man irgendjemanden betuppt, und schon gar nicht die Betroffenen“, sagte Kröning.
Airbus Deutschland betonte am Donnerstag erneut, es sei noch keine Entscheidung über das Sanierungsprogramm „Power 8“ getroffen worden. Laut Medienberichten ist damit aber für das kommenden Wochenende zu rechnen, unmittelbar nach dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac an diesem Freitag.

Chirac ließ am Donnerstag mitteilen, er wolle den deutsch-französischen Streit um Stellenabbau bei Airbus rasch und „in einem Geist der Partnerschaft“ lösen, so sein Präsidialamt in Paris. Dem Präsidenten gehe es auch um eine „gerechte Verteilung der Anstrengungen in der Sorge um Arbeitsplätze“, hieß es am Donnerstag weiter. Das Treffen am Freitag solle außerdem ein Signal des Vertrauens in Airbus bringen sowie eine Botschaft der Unterstützung für die Führungsteams des Flugzeugbauers.

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Von Heike Göbel

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