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Eurofighter : Airbus muss 81 Millionen Euro Bußgeld zahlen

  • Aktualisiert am

Zwei Eurofighter der österreichischen Luftwaffe bei einer Übung, 2016 Bild: dpa

Bestechung konnte die Staatsanwaltschaft nicht nachweisen. Aber wegen fahrlässiger Aufsichtspflichtverletzung beim Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich muss Airbus eine hohe Strafe zahlen.

          Wegen undurchsichtiger Geldflüsse beim Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich muss der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus 81,25 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Die Staatsanwaltschaft München erließ am Freitag einen entsprechenden Bescheid wegen einer Ordnungswidrigkeit der fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung. Airbus habe das Bußgeld akzeptiert, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

          Die seit 2012 laufenden Ermittlungen gegen Airbus-Mitarbeiter und Geschäftspartner hätten keine Nachweise ergeben, dass es bei dem Eurofighter-Verkauf zu Bestechungszahlungen gekommen sei. Die Staatsanwaltschaft beanstandet aber Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe an zwei Firmen in Großbritannien.

          „Von dort wurden die Gelder unter Umgehung der unternehmensinternen Kontrollen großteils ohne belegbare Gegenleistung für unklare Zwecke verwendet, wobei anhand der Geldflüsse nicht feststellbar ist, welchen Zwecken die Zahlungen letztlich dienten“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies erfülle den Tatbestand einer fahrlässigen Aufsichtspflichtverletzung des Unternehmens. Der Eurofighter wird unter anderem im Airbus-Werk Manching bei Ingolstadt gebaut.

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