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42 Milliarden Euro : Airbus erhält größten Auftrag der Firmengeschichte

  • Aktualisiert am

Bild: Picture-Alliance

Der Flugzeughersteller Airbus hat 430 Maschinen an einen amerikanischen Investor verkauft. Es geht um knapp 42 Milliarden Euro.

          Der Flugzeugbauer Airbus hat einen der größten Aufträge in der Geschichte der Luftfahrt erhalten. Der amerikanische Investor Indigo Partners bestellte Mittelstreckenjets aus der A320neo-Familie zum Listenpreis von 49,5 Milliarden Dollar (umgerechnet knapp 42 Milliarden Euro), wie Airbus am Mittwoch mitteilte. Bei Großaufträgen dieser Art sind jedoch deutliche Abschläge üblich.

          So viele Flugzeuge auf einmal hat Airbus noch nie verkauft. Die Maschinen sind für die Fluggesellschaften Wizzair (Ungarn), Frontier (Amerika), Jetsmart (Chile) und Volaris (Mexiko) bestimmt. Noch handle es sich um eine vorläufige Vereinbarung, die Bestellung solle aber bis Ende des Jahres in das Auftragsbuch übernommen werden, hieß es weiter.

          Bei den Maschinen handelt es sich um 273 Exemplare in der Standardversion A320neo und 157 Flieger in der längsten Version A321neo. Die Fluglinien von Indigo Partners hatten schon zuvor verschiedene Bestellungen über insgesamt 427 Jets der A320-Familie platziert. Bei den „Neos“ handelt es sich um die modernisierte Neuauflage der Mittelstreckenjets. Dank neuartiger Triebwerke verspricht sie einen deutlich geringeren Spritverbrauch.

          Indigo Partners wird von 80 Jahre alten Investor Bill Franke geleitet. Das Unternehmen ist für seine Ultra-Billigfluglinien bekannt, bei denen Passagiere einen niedrigen Basispreis zahlen und Extras dazu buchen können. Die jetzige Bestellung ist der größte Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Dieser kam bisher von dem indischen Billigflieger IndiGo, der zwar einen ähnlichen Namen wie Indigo Partners hat, aber sonst nichts mit dem amerikanischen Investor zu tun hat. Die Inder hatten 2015 insgesamt 250 Flugzeuge zu einem Listenpreis von 27 Milliarden Dollar bestellt.

          Das neue Geschäft ist auch eine Art Krönung für Airbus-Verkaufschef John Leahy, der nach einer Karriere über mehrere Jahrzehnte vor seinem Ruhestand steht. Er zog in seiner Zeit bei Airbus Aufträge über Flugzeuge im Wert von mehr als einer Billion Dollar an Land. Leahy hat einen großen Anteil daran, dass sich der europäische Hersteller zum praktisch einzigen großen Konkurrenten des immer noch weltgrößten Flugzeugbauers Boeing entwickelt hat.

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          Für Airbus ist es auch deshalb eine positive Nachricht, weil die Dubai Air Show bisher schlecht lief - vor allem in puncto Bestellungen für den Großraumflieger A380, Sorgenkind des Konzerns. Hier warten Aktionäre und Fachleute eigentlich auf eine weitere große Bestellung der Fluglinie Emirates.

          Die Rede ist dabei von einem Auftrag über 36 weitere A380 zu einem Listenpreis von knapp 16 Milliarden Dollar - doch bisher kann Airbus hier keinen Erfolg vermelden. Stattdessen unterschrieb Emirates zum Messestart am Sonntag ausgerechnet einen Vorvertrag über 40 „Dreamliner“-Jets von Boeing und brüskierte bei der Bekanntgabe des Deals die schon erschienenen Airbus-Manager.

          Quelle: hade./dpa/Reuters

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