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Flugzeughersteller : Der Airbus-Chef sorgt sich um seinen Kunden Qatar

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Ein Airbus A350 der Fluglinie Qatar Airways. Bild: EPA

Airbus verkauft Flugzeuge auch an die Fluglinie Qatars. Der Konflikt des Kleinstaates mache ihn nachdenklich, sagt der Chef. Und auch zum Brexit äußert er sich.

          Airbus-Chef Tom Enders hat sich besorgt über den Streit seines Kunden Qatar mit den anderen Ländern am Golf geäußert. Jede Störung in irgendeiner für Airbus wichtigen Region sei für den Flugzeugbauer ein Grund zur Besorgnis, sagte der Fliegerei-Manager in Toulouse im Vorfeld der wichtigen Luftfahrtschau von Paris.

          Auch das Verbot von qatarischen Flügen an manche Flughäfen mache ihn nachdenklich. Airbus hoffe, dass diese Störungen sich nicht zu einem längerfristigen Konflikt entwickelten.

          Enders erklärte mit Blick auf die Austrittsverhandlungen zwischen den Briten und der EU zudem, dass Airbus mit seinen Werken in Großbritannien und anderen Ländern Europas weiterhin auf einen freien Personenverkehr hoffe. Auch jedwede Zollschranken könnten einen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns haben. Der Manager äußerte sich wenige Stunden bevor bekannt wurde, dass die britische Premierministerin Theresa May mit ihren Konservativen die absolute Mehrheit der Sitze verloren hat in der Unterhauswahl.

          Airbus bekräftigte, das eigene Auslieferungsziel von mehr als 720 Flugzeugen im laufenden Jahr bleibe erreichbar. Auf lange Sicht äußerte sich der Konzern optimistischer über die Nachfrage auf der ganzen Welt. In den kommenden 20 Jahren werde es Bedarf an 34.900 neuen Flugzeugen geben. Das sind rund fünf Prozent mehr, als Airbus bisher erwartet hatte.

          In derselben Zeit werde allerdings der Luftverkehr jährlich um lediglich 4,4 Prozent und nicht wie bisher veranschlagt um 4,5 Prozent zulegen. Airbus schätzt die Entwicklung unter anderem in Nordamerika etwas skeptischer ein als bisher.

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