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Tom Enders : Airbus-Chef: Der A380 wird nicht eingestellt

  • Aktualisiert am

Ein Airbus A380 Bild: dpa

Der A380 verkauft sich schlecht. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bekennt sich Airbus-Chef Tom Enders dennoch zu dem Riesenflieger: „Eine Einstellung stand und steht nicht zur Debatte.“

          Airbus-Chef Tom Enders bekennt sich zu dem nur schwach nachgefragten Riesenflieger A380. „Eine Einstellung stand und steht nicht zur Debatte“, sagte Enders der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.  „Der Punkt ist lediglich: Einige Kunden wünschen sich eine nächste Generation mit neuen Triebwerken, während wir betonen, dass wir unsere Maschinen ständig verbessern. Ob es auch irgendwann neue Triebwerke gibt, hängt davon ab, ob sich dieser Schritt rechnet, sprich: der Business Case muss überzeugend sein. Das werden wir zu gegebener Zeit sehen.“

          Airbus-Chef Tom Enders

          Airbus werde im laufenden Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag an Kosten beim A380 gegenüber dem Vorjahr einsparen, sagte Enders weiter: „Die frohe Botschaft lautet: 2015 erreichen wir die Gewinnschwelle. Da bin ich sicher.“ Bis auch die Entwicklungskosten eingespielt sind, werde es aber „noch eine Weile dauern“, räumte der Vorstandschef in dem Interview mit der F.A.S. ein.

          Dort versuchte er auch, die Sorge um den Verlust von Arbeitsplätzen in Konzernsparten zu zerstreuen, die er verkaufen möchte. Betriebsräte an Airbus-Standorten wie Ulm und Friedrichshafen hatten deshalb Alarm geschlagen. „Betriebsräte, Mitarbeiter und Politik sind seit geraumer Zeit informiert. Wir bereiten das ja nicht im Geheimen vor“, sagt Enders dazu der F.A.S.. „Grund zur Furcht besteht aber nicht: Wir gehen verantwortungsvoll vor und machen kein Harakiri! Ein Verkauf bedeutet ja auch nicht, dass die Aktivitäten aus Deutschland verschwinden. Das heißt lediglich, dass sie unter neuen Eigentümern fortgeführt werden.“

          Die Bundesregierung hatte Enders bereits gewarnt, keine sicherheitsrelevante Technik aus der Hand zu geben. Dies verspricht der Konzernchef nun in dem F.A.S.-Interview: „Natürlich nehmen wir auf solche Themen Rücksicht. Es ergibt keinen Sinn, Aktivitäten unter Protest des wichtigsten Auftraggebers zu verkaufen. In solch einem Fall würden Sie dafür auch keinen Interessenten finden.“

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