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Veröffentlicht: 26.05.2016, 17:07 Uhr

Air Berlin Neue Hilfe aus Arabien

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat fast eine halbe Milliarde Euro Verlust gemacht. Jetzt bereitet Großaktionär Etihad eine Finanzspritze vor.

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© dpa Ein Air-Berlin-Flugzeug startet am Münchener Flughafen.

Die seit Jahren angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin darf auf die nächste Hilfe aus Arabien hoffen. Großaktionär Etihad hat abermals für eine Anleihe Geld eingesammelt, das Gesellschaften in seinem Partnernetzwerk zukommen soll – darunter Air Berlin. Noch hält sich Etihad bedeckt, welcher Betrag der zweitgrößten deutschen Gesellschaft zufließen soll. 2015 hatte Air Berlin 447 Millionen Euro Verlust gemacht. Dazu trugen ungünstige Absicherungen gegen Schwankungen des Ölpreises bei, der aber stark fiel.

Timo Kotowski Folgen:

Die eingeworbenen 500 Millionen Dollar Anlegergeld sollen für Kapitalaufwendungen, die Flugzeugflotte und „je nach Bedarf der jeweiligen Airlines für Refinanzierungen“ genutzt werden, teilt Etihad allgemein mit. Neben den Berlinern werden die Etihad-Beteiligungen Alitalia, Air Serbia und Air Seychelles in ungenannter Höhe bedacht. Damit beugt Etihad zunächst Kritik an einer konkreten Geldspritze für Air Berlin vor, der die Araber mehrfach beigesprungen sind. Für die Berliner wird die Anleihe indes eine Möglichkeit sein, zu moderaten Konditionen an Geld zu kommen, und indirekt von der Bonität der Staatsgesellschaft aus Abu Dhabi zu profitieren.

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Nach unbestätigten Berichten ist eine Rendite von 6,75 Prozent vorgesehen. Air-Berlin-Anleihen waren in der Vergangenheit höher verzinst. „Unsere Anteilseigner-Strategie kreiert eine Einheit, die gemeinsam erfolgreicher ist, als jeder für sich allein“, lässt sich Etihad-Vorstandschef James Hogan zitieren. Mit der 500-Millionen-Transaktion greifen die Araber auf ein Konstrukt zurück, dass sie 2015 ersonnen hatten. Damals sammelte Etihad 700 Millionen Dollar für seine Partner ein, Air Berlin erhielt 89 Millionen Dollar. Mit den zufließenden Mitteln wird die Ursprungsanleihe auf 1,2 Milliarden Dollar aufgestockt. Bei Etihad sieht man darin offenbar einen Weg, der weiter beschritten werden kann.

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