29.06.2008 · Der Ball kam aus dem Hause Adidas. Und sowohl Spanier wie auch Deutsche präsentierten sich im Drei-Streifen-Look. Was auch immer im Endspiel der Fußball-EM geschehen würde, schon vor dem Anpfiff war klar: Der wirtschaftliche Sieger heißt Adidas.
Sportlich betrachtet ist das Ergebnis noch offen, wirtschaftlich gesehen steht das Ergebnis des EM-Endspiels am Sonntag abend schon fest: Der Sieger heißt - Deutschland. Genauer: Adidas.
Ohne Adidas-Produkte läuft nichts im Finale. Sowohl die deutsche Mannschaft wie auch die spanische laufen im Drei-Streifen-Look auf. Während die Konkurrenten Nike und Puma längst ausgeschieden sind, haben die Herzogenauracher also in jedem Fall das Trikot der Siegermannschaft im Angebot. Und den Ball, um den sich die EM-Finalisten balgen - namens Europass Gloria - kommt ebenfalls von der Firma, die der Schuster Adi Dassler einst gründete.
Fußball-Umsatz so hoch wie nie zuvor
Die Fußball-Euphorie im Zuge der Europameisterschaft schürt bei Adidas die Erwartungen. Nicht zuletzt dank der wachsenden Begeisterung weiblicher Fans rechnet der Sportartikelhersteller auch für das kommende Jahr mit Rekordumsätzen im Fußballgeschäft.
„Wir erwarten, dass wir 2009 auf der Basis des Vorjahres aufsetzen und sogar noch einmal leicht zulegen können“, sagte Markenchef Erich Stamminger der Tageszeitung „Die Welt“. Er bekräftigte, dass der Konzern den für 2008 angestrebten Fußball-Umsatz von 1,2 Milliarden Euro „sicherlich deutlich“ übertreffen werde. Das wäre so viel wie nie zuvor.
Mehr als eine Million Deutschland-Trikots verkauft
Wegen des Erfolgs der Nationalelf wurden Stamminger zufolge inzwischen mehr als eine Million Deutschland-Trikots verkauft. Adidas merke die Jubelstimmung bereits „ganz deutlich“ am Geschäft. „Vor allem daran, dass sich auch immer mehr Frauen für Fußball interessieren und sich Fußball-Produkte kaufen.“ Dazu trage maßgeblich auch das Public Viewing bei.
Adidas versteht es zudem perfekt, Promis zu Werbeträgern zu machen. Zum Beispiel bei der Präsentation des „Gloria“-Balls am Samstag. Für das Endspiel wurden 20 personalisierte Silberbälle mit dem Aufdruck der Paarung Deutschland-Spanien hergestellt. Fünf der Spezialbälle behält der Sportartikelhersteller und fünfzehn sollen am Sonntag auf dem Rasen zum Einsatz kommen.
Beckenbauer ist „richtig neidisch“ auf den Adidas-Ball
Die hinter „Glora“ steckende Technik ist dieselbe ist wie beim bisher benutzten EM-Ball: Nach Angaben eines Firmensprechers ist die High-Tech-Kunststoffkugel aus zwölf Außenteilen zusammengefügt. Der Ball ist nicht genäht, sondern geklebt und zusammengeschmolzen - damit soll er eine gleichmäßigere Oberfläche bieten. „Ich bin richtig neidisch, zu meiner Zeit hatten wir noch einen Lederball“, sagte Franz Beckenbauer beim PR-Termin in Wien. Dieser Ball habe sich bei Regen vollgesogen und sei fünf Kilo schwer gewesen. Die heutige Ausgabe fliege dann immer noch wie ein Geschoss. 1:0 für Adidas.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.692,96 | −1,41% |
| FAZ-INDEX | 1.495,13 | −1,32% |
| TecDAX | 769,89 | −0,43% |
| MDAX | 10.249,10 | −1,04% |
| SDAX | 4.985,13 | −0,71% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.480,76 | −1,65% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,01 | −1,60% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.947,17 | −0,61% |
| EUR/USD | 1,3195 | −0,67% |
| Rohöl Brent Crude | 117,61 $ | −0,91% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 138,62 € | +1,01% |