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Trikots für die Fußball-WM : Adidas-Chef: „Unser Hauptziel ist nicht, Nike zu schlagen“

  • Aktualisiert am

Kasper Rorsted ist seit Oktober 2016 Vorstandsvorsitzender von Adidas. Bild: AFP

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas verkauft mehr Fußball-Trikots als jedes andere Unternehmen der Welt. Sein Chef sagt nun, warum er besonders zuversichtlich ist für die WM im kommenden Jahr. Und es liegt nicht (nur) am Titelverteidiger.

          Der Vorstandschef von Adidas, Kasper Rorsted, erwartet durch die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr ein deutlich größeres Geschäft mit Trikots. „Im Fußball sind wir klarer Marktführer weltweit und sponsern bei der WM im kommenden Jahr elf Mannschaften. Insgesamt rechne ich 2018 mit einem deutlichen Anstieg der Adidas-Trikotverkäufe wegen der WM“, sagte er der „Rheinischen Post“.

          Und er erklärte auch, was ihn besonders zuversichtlich stimmt in diesem Zusammenhang: „Dabei hoffen wir, dass unsere Teams möglichst weit kommen: Mit Deutschland, Spanien und Argentinien rüsten wir ja drei der Favoriten aus.“

          Als Quelle für auch künftig wachsende Umsätze identifiziert er vor allem das Online-Geschäft. „Ein wichtiger Treiber ist unser Online-Geschäft, das wir stark ausbauen. 2016 stieg unser Internetumsatz um 60 Prozent auf eine Milliarde Euro. Bis 2020 soll er sich vervierfachen.“ Das steigere die Rendite überdurchschnittlich, weil Adidas im Online-Geschäft deutlich profitabler aufgestellt sei.

          Die angeschlagene amerikanische Sportmarke Reebook will Rorsted nicht abgeben: „Wir haben einen Plan, um Reebok wieder zu einer Erfolgsmarke zu machen. Diesen Plan setzen wir jetzt konsequent um.“

          Er lehnt es ab, als Hauptziel den Angriff auf Weltmarktführer Nike zu sehen: „Unser Ziel ist, attraktive Produkte auf den Markt zu bringen und jedes Jahr Marktanteile und Gewinn deutlich auszubauen. Aber dies ist kein Tennismatch mit zwei Spielern, das nur einen Sieger kennt. Wir fokussieren uns auf unser eigenes Geschäft und darauf, immer besser zu werden. Es macht keinen Sinn, als Hauptziel auszugeben, Nike zu schlagen.“

          Quelle: ala./Reuters

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