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Veröffentlicht: 02.11.2012, 13:32 Uhr

Absatzkrise Autoexport geht zurück

Jetzt schlägt sich die Auto-Absatzflaute in Europa auch in Deutschland nieder: Export und Inlandsproduktion sind abermals gesunken. Gleichzeitig kommen schlechte Zahlen aus Frankreich.

© dpa Schlechtes Zeichen: Die Exportzahlen verheißen nichts Gutes

Die andauernde Absatzflaute auf dem europäischen Automarkt hinterlässt zunehmend auch Bremsspuren im Geschäft der deutschen Autoindustrie. So sind Export und Inlandsproduktion der deutschen Hersteller wie Volkswagen, Daimler und BMW im Oktober abermals geschrumpft - allerdings hat sich das Abwärtstempo gegenüber dem Vormonat leicht verlangsamt.

Der Export schrumpfte wegen der Schwäche der Nachfrage in Westeuropa im Oktober um 7 Prozent auf 337.000 Einheiten. Die Inlandsproduktion ging im selben Zeitraum um 6 Prozent auf 446.000 Einheiten zurück. Für die gesamten ersten zehn Monate des Jahres liegt das Minus bei 2 Prozent beziehungsweise 3 Prozent. Auf dem Heimatmarkt Deutschland hat sich die Lage zuletzt sogar etwas verbessert: Die Zahl der Neuzulassungen stieg hierzulande im Oktober um 1 Prozent auf 260.000.

Mehr als 2,6 Millionen Autos neu zugelassen

Seit Jahresbeginn wurden in Deutschland mehr als 2,6 Millionen Autos neu zugelassen; das entspricht einem Rückgang von knapp 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei lag der Marktanteil der deutschen Hersteller im Oktober bei 72 Prozent.

„So sehr wir uns über das leichte Plus im Oktober freuen - wir sollten das nicht überbewerten. Vor allem die privaten Kunden sind aufgrund der anhaltenden Schuldenkrise in Europa weiterhin verunsichert“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Branchenverbands VDA. Auch wenn sich die allgemeine Konsumstimmung auf hohem Niveau bewege: Der Neuwagenkauf sei für die Verbraucher eine der wichtigsten Konsumentscheidungen. Hier spielten Erwartungen eine wesentliche Rolle, erläuterte Wissmann.

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Derweil verkneifen sich immer mehr Franzosen vwegen der Wirtschaftsflaute in dem Land den Kauf eines neuen Autos. Im Oktober ging die Zahl der dort neu zugelassenen Autos den zwölften Monat in Folge zurück. Nach Angaben des Industrieverbandes CCFA waren es genau 162.411 Fahrzeuge, 7,8 Prozent weniger als im Oktober des Vorjahres. Im Neunmonatsvergleich betrug das Minus sogar bei 13,3 Prozent.

Besonders betroffen war der heimische Hersteller Renault, der im Oktober einen Rückgang von 26,4 Prozent verzeichnete. Bei Peugeot Citroen betrug das Minus 5,0 Prozent. Wegen der Absatzschwäche in Frankreich, aber auch in Europa insgesamt, sind die Autohersteller bestrebt, Kapazitäten abzubauen und Kosten zu senken.

So plant Peugeot die Schließung eines Werks bei Paris und den Abbau von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen. Mittlerweile ist auch im Gespräch, dass der Automobilhersteller mit dem ebenfalls unter wankenden Absätzen leidenden Hersteller Opel enger kooperieren könnte.

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