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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Abrupter Wechsel im Vorstand War Air Berlin-Chef Mehdorn zu langsam?

 ·  Hartmut Mehdorn galt ohnehin nur noch als Chef auf Zeit. Deswegen überrascht der Wechsel an der Spitze von Air Berlin nicht wirklich. Offenbar hat aber Großaktionär Etihad schneller die Geduld mit Mehdorn verloren als gedacht.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)

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Otto Meier

Mehdorn ist ein Looser, das ist seit seiner DB-Zeit nicht zu übersehen.

Es mangelt ihm an Führungsstil, er ist keine Führungspersönlichkeit. Sein Abgang aus der ersten Reihe wird wohl endgültig sein. Und das ist auch gut so.

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Dr. Michael Menzel

„Außergewöhnlich erfolgreiche Tätigkeit“ Mehdorns

Nun ja, als "der Profi" zur "Abwicklung" großer und größter halbstaatlicher und privater Größtbetriebe hat er die Sache offensichtlich wieder "auf die richtige Schiene gebracht" und die Weichen in eine neue, wenn auch ungewisse Zukunft gestellt. Schienen und Weichen haben es ihm angetan aber hunderttausenden Bahnmitarbeitern auch kein Glück gebracht.
Wer wollte denn da gleich in die Luft gehen? Er ! Das ficht ihn nicht an, von der Schiene in den Äther zu steigen.
Aus welcher Perspektive man es sieht, könnte man ihn als durchaus erfolgreich ansehen in seiner Eigenschaft, die man als "Transporter" bezeichnen könnte.
Wer weiß, welcher Konzern als nächster "dran glauben muß", also natürlich an seine universellen Fähigkeiten als Cleaner teilweise noch funktionierender Konzerne. Er gibt ihnen den Rest. Natürlich ist der Rest gemeint der noch zum vollendeten Aufschwung jeweils fehlen mag.
Hut ab, vor seiner erfolgreichen Tätigkeit. Wie gesagt, – aus gewisser Perspektive gesehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 16:58 Uhr
günther reichert

@Herrn Dr. Michael Menzel.....außergewöhnliche Leistungen

Es gehört zum Selbstverständnis,dass wer oben in dieser Etage angekommen ist,zu den Besten sich zählt(Bei GoldmanSachs gibt es sogar noch eine Steigerung,indem man sich als göttliches Werkzeug bezeichnet-das dürfte selbst dem Reformator Calvin(Calvinismus,Schweiz) zuviel gewesen sein,wenn er noch lebte.
Platon wollte einst die Besten,sprich die Weisesten,also die Philosophen, als Könige im Staat haben.
Das ging auch schon schief.

In Unternehmen wie ZB AGs sollten oft nach den Vorstellungen der Aufsichtsräte die Besten in die Vorstände kommen.Das ging auch mehrfach schief und Diejenigen,die sich halten konnten,haben es in der Vergangenheit oft gut verstanden,ihre Schwächen zu verdecken und wehe ein Konkurrent oder direkt Untergebener deckt aus Versehen Schwächen auf,wird schlicht aus dem Weg geräumt.Die Hilfstruppen der Seilschaft wissen, wie man das geräuschlos macht.
Als Normalbürger weiß man einfach zu wenig,was in diesen Zirkeln der (wirtschaftlichen) Macht so unterwegs ist.

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Hartmut Jacques

Pech für Etihad

Bevor sich ein Unternehmen, wie in diesem Fall Etihad, an einer deutschen Firma maßgeblich, bestimmend also, beteiligt, sollte es sich informieren, wie die Uhren in Deutschland ticken. Ein deutsches Unternehmen in Deutschland sanieren zu wollen, das ist ein steiniger Weg.
Sanieren heißt im Fall Air-Berlin verkleinern, also Abbau von Arbeitsplätzen. Da Deutschland aber ein bis ins Detail durchreglementiertes Land ist, ist das nur mit sehr viel Geld möglich. Geld, das aber Air Berlin nicht hat und Etihad dürfte kaum bereit sein, Geld in ein Fass ohne Boden zu werfen. Solche Eskapaden bleiben staatlichen Institutionen hierzulande vorbehalten.
Es wird in den kommenden Jahren ein bitteres Erwachen geben. Man kann den Deutschen nur sehr viel Glück wünschen, sie werden es brauchen.

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Karl Dietrich Naumann

Was soll das ?

Mehdorn hat sich trotz seines Alters hier in die Pflicht nehmen lassen. Dazu allerhöchste
Anerkennung ! Andere werden froh sein, wenn er seine unwidersprochenen Erfahrungen in diversen AR-Posten noch einbringt. Vielleicht nutzt er seine abzählbaren Tage ( hoffentlich
Jahre !) einfach dazu was ihm Spass macht, über die Kürze unseres Erden Dasein nach zudenken und nicht nur den Buckel für Andere hinzuhalten !

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Dirk  Oberländer

Komplexer Luftfahrtmarkt

Die Probleme bei AB sind vielfältiger Art. Von der fehlenden Positionierung zw. Charter-, Billig- und Linienairline über die Integration der zugekauften Partner bis zum nicht selbst verschuldete Problem auf BBI als neuen Verkehrsknotenpunkt gesetzt zu haben. Der Luftfahrtmarkt ist deutlich zyklischer als dies bei der Bahn der Fall ist. Hr. Mehdorn ist als "harter Sanieret" bekannt. Aber kein Experte im Airline-Markt. Und mit Piloten Vertragsverhandlungen zu führen ist komplexer als dies bei Lockführern der Fall ist. Zudem kann Ausbildung, Schulung und Wartung nicht beliebig optimiert werden. Dazu ist die Sicherheit zu wichtig. Mit dem neuen Mann ist nun ein ausgewiesener Insider Chef von AB. Vielleicht bringt dies Ruhe ins Unternehmen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 16:21 Uhr
Hartmut Jacques

Bei allem Respekt,

aber Ihre Einschätzungen sind schon sehr abenteuerlich. Sie haben insofern Recht, als der Markt, auf dem sich Air Berlin tummelt, sehr hart umkämpft ist. Wirtschaftsprobleme, wie sie derzeit vorhanden sind, sind Gift für einen solchen Markt, der auf eine hohe Auslastung eines jeden Flugs angewiesen ist.
Es ist bemerkenswert, dass sich immer noch Leute finden, die sich in solche Unternahmen engagieren. Das erste warnende Beispiel für die Risiken, die darin stecken, war Laker. Laker war erfolgreich, solange sein Shuttle-System funktionierte. Als dann die etablierten Linien auch darin einstiegen, war das Spiel schnell zu Ende.
Auch Etihad weiß das und wird sich sehr schnell zurückziehen, wenn die Investitionen nicht spätestens nach 5 Jahren zurückfließen. Der erste Verlust ist zumeist der kleinste. Das Prinzip Hoffnung funktioniert hier nicht.

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Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft.

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