Die Commerzbank hat aufgrund außerordentlicher Belastungen im vierten Quartal 2012 einen Verlust von 720 Millionen Euro verzeichnet. In einer vorgezogenen Mitteilung kündigte die Bank am Montag für das zurückliegende Geschäftsjahr einen Konzerngewinn von 6 Millionen Euro an. Im Vorjahr (2011) waren es noch 638 Millionen Euro gewesen.
Ursprünglich wollte die Commerzbank erst am 15. Februar ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 veröffentlichen. Der Stellenabbau im Konzern von 4000 bis 6000 Arbeitsplätzen erfordere im ersten Quartal 2013 einen Restrukturierungsaufwand von rund 500 Millionen Euro.
Stille Einlage des Bundes soll bedient werden
Insgesamt beliefen sich die Sonderbelastungen 2012 auf fast 1 Milliarde Euro. Davon stammen 673 Millionen Euro aus Abschreibungen auf latente Steueransprüche und 268 Millionen Euro aus dem Verkauf der ukrainischen Bank Forum.
Die Commerzbank will die stille Einlage des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin für das Geschäftsjahr 2012 bedienen. Eine Dividende werde es aber nicht geben. Mit 25 Prozent ist der Bund der mit Abstand größte Aktionär der Commerzbank. Das operative Ergebnis, das die Sonderbelastungen nicht berücksichtigt, fiel 2012 mit 1,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.
Warum wird
Andreas Ritter (Exilkaiser)
- 04.02.2013, 21:18 Uhr
