10.01.2008 · Der Mischkonzern Tata hat sein neues Billigauto vorgestellt. Es soll nur 1700 Euro kosten - und ist in seiner Ausstattung ziemlich abgespeckt: 3,10 Meter lang, nur ein Außenspiegel, ein Scheibenwischer, kein Radio, keine Klimaanlage. Sein wohl härtester Wettbewerber in Indien: Das Motorrad.
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Sicherlich könnten diese Kleinwagen den Konzernen kurzfristig Umsätze und Gewinne bringen, da derzeit ein breiter Markt in den aufstrebenden Ländern hierfür existiert. Es ist und bleibt aber ein Kleinwagen mit einem Verbrennungsmotor und damit ist ein Verbrauch von 5 Litern/ 100 km entschieden zu hoch. Langfristig wird sich keiner (weder die Europäer, Inder oder Chinesen) einen solchen Verbrauch leisten können oder wollen.
Sollte die europäische Automobilindustrie einen (kurzfristigen) Trend verschlafen haben, ist besser diesem nicht blind hinterher zu rennen. Besser wäre es Autos mit tatsächlich Innovationen (z.B. Brennstoffzellen, Hybride, Wasserstoff usw.) zu entwickeln und anzubieten, welche auch in eine paar Jahren verkauft werden können.
Bravo - wo kann ich dieses Auto fuer diesen Preis (im suedlichen Afrika) bestellen?! Auf dem hiesiegen geringen Lohnniveau basierend sind diese Autos der Hit als Zweit- (oder Erst-)fahrzeug für die täglichen Strecken in und rund um die Stadt! Und dabei erfüllen diese noch einen guten Umweltzweck ... die Menschen muessen keine 20 jahre alten Autos fuer Wucherpreise mehr kaufen, deren kaputte Motoren die Luft deutlich mehr verpesten (ganz abgesehen vom Verbrauch) - Wer dann unbedingt ein Radio bzw. eine Aircon will, wird den Mehrpreis sicher auch noch verkraften. TATAs Vision vom Volkswagen wird in allen Schwellenländern ein Erfolg werden! Mit ihren Geländewagen sind Sie hier schon jetzt sehr erfolgreich und haben sich bisher eine guten Ruf erworben ... von den deutschen Autobauern erwartet hier niemand mehr etwas! Deren Produkte sind für andere Märkte und Denkweisen produziert ... mit zuviel Elektronik und Luxus für Menschen die im Geld schwimmen ... fragt sich global gesehen nur: Wie lange das für die breite Masse noch so bleiben wird? Die Kreditkrise grüsst - Hochmut kommt vor dem Fall
Immer noch besser als der Trabi
Mit ein bisschen Zurückhaltung bei der Wunschliste der Autokäufer hätten wir in Europa so etwas schon lange. Die Kleinwagen aus den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts bis hin zum Käfer waren ähnlich konzipiert. Alles eine Frage der Zielgruppe. In Indien wird das sicher ein Renner wie der alte 500er FIAT.
Der Verbrauch von 5 Ltr auf 100 km (kein Feinstaub-Diesel!) ist auch nicht gerade überhöht. Wer kommt den bei uns mit 5 Ltr aus? Aber wahrscheinlich liegt auch der Verbrauch beim Tata Nano höher, wenn die 4 Sitze mit 4 Erwachsenen und 6 Kindern belegt sind. Wichtigstes Zubehör wird der Dachgepäckträger für Hausrat etc. sein.
Natuerlich tritt wieder jeder mit dem Thema Sicherheitsstandard auf. Tatsaechlich war es dem dt. Buerger vor ca. 10-20 Jahren vollkommen egal ob ein PKW in Sachen Sicherheit was zu bieten hatte. Meine ersten Wagen waerend der Studienzeit waren der Renault 5 und der Fiat Panda (das allererste Model mit den Strand/Gartenstuehlen). Ich kann mich ueber die Beiden in keinster Weise beschweren. Gekaufft hatte ich den Panda fuer DM 500 gebraucht, der R5 war ein Uebrbleibsel meines Vaters. Haette ich damals einen Golf GTI mit heutigen Sicherheitsstandards gehabt waere ich auch dementsprechend "unsicher" geheizt ... so ist die Jugend nun mal.
Ich kann mich auch noch daran erinnern das damals jederman ohne Helm Fahrrad gefahren ist, wohl die normalste Sache der Welt. Heutzutage den "Sicherheitsstandards" nicht mehr entsprechend. In dieser Diskussion gehts nur um Eins: Protektionismus des eigenen Marktes, sprich die Angst um die eigene Automobilindustrie ....
Man kann das Klima nicht killen, es war immer da und wird auch immer da sein. Zum Glück existiert es unabhängig von jeder Mainstreamhysterie (in Hamburg wird gerade ein Heizpilzverbot ausgesprochen).
Wer will denn angesichts der Klimadebatte hier ein solches Auto vermarkten? FÜNF Liter bei 33 PS und lächerlichen 623 ccm. Was bauen die da ein: Einen Motor aus einem Motorrad? Bei den geringen Leistungen sollte der Verbrauch eher bei drei Litern oder darunter liegen. So ist die Kiste nichts weiter als ein weitere Klimakiller!
Außerdem: Eine Kiste, die die "indischen Sicherheitsstandards" erfüllt? Was bedeutet denn das???? Was ist mit Sternen vom Euro NCAP-Crashtest? Würde dieses Ding überhaupt einen einzigen bekommen?
Und wenn ich mir Bilder von Bombay, Kalkutta oder Neu Dehli vorstelle mit den vielen Zweirädern, da ist die Frage schon berechtigt: Wo bitte sollen denn diese ganzen "Seifenkisten" fahren? Auf den Straßen ist offensichtlich kein Platz.
Man kann nur hoffen, das solche Kisten hier nicht auf die Straßen kommen.
Guten Tag Herr Köster,
Sie können sich sicher sein, dass es dieses Auto niemals in Europa zu kaufen geben wird, weil der heimische Automarkt durch stetige steigende "Sicherheitsanforderungen" geschützt wird. Die Politik wird auch in Zukunft darauf achten, dass Fahrzeuge, die nicht auf einem hohen technologischen Stand sind hier nicht verkauft werden dürfen. (Stichwort Fußgängerschutz).
Das Beste Auto für die Stadt ist immernoch das Fahrrad!
Lächerlich und eine Umweltkatastrophe sondergleichen!
Mal was reales dagegengesetzt: Ich bin vor zwei Monaten mit einem 16 Jahre alten Polo (Baujahr 1992), 55 PS, 600km von Berlin in meine neue Heimatstadt gefahren. VOLLBELADEN (Umzug eben).
Verbrauch: 5,7 Liter auf 100 km.
Welcher Automobilkonzern möchte die Lizenz zum Bau dieses Kfz von mir erwerben? INNOVATION, INNOVATION!
Lächerlich, diese Branche. Und gefährlich dazu (Feinstaub, Klimakatastrophe, Raserunfälle, etc.)...
Nie. Es gibt _leichte_ Unterschiede zwischen indischen und deutschen/westeuropäischen Sicherheitsstandard - hier reicht nicht die passive Sicherheit eines Pappkartons und eine Umweltfreundlichkeit wie ein Oldtimer ;)
Da kann man wirklich schwach werden..Besonders wenn der Verkaufspreis hier zw. 3-5000 Euro liegt u die europäische Standardausstattung vorhanden ist, dürfte sie den Automarkt durcheinander wirbeln. Nicht übersehen werden darf die Einhaltung der aktuellen Sicherheitsstandards u natürlich der Umweltstandards. Hoffentlich stimmt das alles bei diesem Auto..
Nur der Verbrauch stört einen Kleinverdiener mit Umweltbewußtsein: 5l auf 100 km..ist das nicht etwas viel??Toyotas Gemeinschaftsproduktion mit PeugeotCitröen verbraucht da um die 4 l im Durchschnitt..
Plötzlich ist Sicherheit kein Thema mehr?
Es hat schone einen guten Grund, daß deutsche Automobilhersteller Millionen für die Entwicklung von Sicherheitsmechanismen in Pkw investieren. Dies ist schon einer der Gründe, warum ein Auto hier nicht für 1700 Euro angeboten werden kann. Weiterhin ist in Deutschland auch keine Arbeit unter Schwerstbedingungen zum absoluten Niedrigslöhnen möglich.
Der Motor ist weiterhin eine Zumutung. Der ist nicht sparsam, weil er gut entwickelt wurde, sondern weil er einfach zu schwach ist. Wenn ich vergleiche, welch Leistung ein Smart aus solche einem kleinen Motor entwickelt, wundere ich mich sehr, was an diesem Ding sparsam sein soll.
Einerseits springen alle auf die Mindestlohndiskussion auf, andererseits wollen die gleichen Personen ein Auto für 1700 Euro kaufen?
@ Konstantin Richter (Spritsäufer)
Sehe es doch einfach mal so, das Auto verbraucht 3,5Liter weniger als deins!
Also bist du doch der Umweltverschmutzer!
Dazu kommt das du mir wohl wenige Autos hier sagen kannst die weniger als 5Liter Benzin brauchen?
Außerdem kannst du die Verhältnisse dort nicht mit denen bei uns vergleichen. Da wäre noch eher der Vergleich mit einem Käfer angebracht...
Wenn einige Vorkommentatoren darauf spekulieren, das Fahrzeug könnte ähnlich günstig bald auf den deutschen Markt kommen, der täuscht sich. Der Nano würde keinen NCAP-Test überstehen, und ein Blick auf nicht vorhandene, in Westeuropa selbstverständliche Sicherheitsstandards (ABS, Servo, Airbags) zeigt, warum das Auto soo günstig ist, er würde in Deutschland nie zugelassen werden dürfen. Dazu kommen Kosten für Transport, Importzoll, Lagerhaltung, Aufbau Händlernetz...An chinesischen Beispielen wie Brilliance & Co. sieht man, wie lange ein Entwicklungsland braucht, in Europa konkurrenzfähig zu werden.
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann, wenn der weiss ist bzw. wenn es ihn gar nicht gibt. Auch die FAZ leidet am Problem des Apfel-mit-Birnen-Vergleichs.
Für den Preis würde ich mir vielleicht doch ein Auto zulegen...
So lange ich mit meinen etwas über 1,8 m reinpasse, ist alles schön.
Wichtige Umsetzungsbestandteile vergessen
Da haben die BWLer wieder nicht mit den VWLern gesprochen & einfach mal losgelegt. Für das Auto sprechen: Asien ist Wachstumsstark & damit ein profitabler, die Leute haben wenig Geld und werden das auch zukünftig haben & sie haben Bedürfnisse. Was sie nicht haben: Platz --> Wer schon mal in asiatischen Metropolen war, wird merken, dass ein Auto einfach mal zwei Räder zu viel hat um bei um die 10 Mio Nachbarn vorwärts zu kommen. Zudem ein Absatz von angedachten 10 Mio Autos (lächerlich) einem analog unserem aber dort überhaupt nicht vorhandenen Strassennetz bedürfte. Hauptverkehrsmittel in Schwellenländern ist die Bahn auch wegen dem meist nur vorhandenen Schienennetz. Vielleicht sollte man lieber billige Züge bauen.
Was mich verwundert sind die stark europäischen Züge all dieser Fahrzeuge. Diese Autos sind nicht primär für den Schwellen-Markt konzipiert! Hier wird extrem billig für Export produziert. Und wenn die "Twingo-Kiste" in EU & (Süd)Amerika in Massen für 4000 Dollar verkauft wird, macht man zusätzlich 100 Prozent Gewinn (sehr grob). Das ist doch viel interessanter als die notwendige Pflicht im Heimmarkt Strassen bauen zu müssen. Also stecken wir bitte den Mitleids-Clown wieder in die Schublade.
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