03.08.2009 · Der Verwaltungsrat von General Motors (GM) berät am heutigen Montag darüber, ob Opel an den Autozulieferkonzern Magna oder an den Finanzinvestor RHJ verkauft werden soll. „Eine Entscheidung ist nicht unwahrscheinlich“, heißt es in Berlin.
Von Christoph RuhkampRichtlinien für Lesermeinungen
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Fiats Übernahme der Firma Chrysler in Detroit wurde ruck-zuck mit amerikanischem Know-how in 14 Tagen abgewickelt. Man kann es Fiat kaum verdenken, dass sie sofort ausstiegen, als sie merkten, was für monatelange Verzögerungen die Einmischung deutscher Politiker verursacht.
Noble Autos oder Autonobilgeschäft
Herr Schneider sieht bei Opel "ein paar moderne Autofabriken in denen nicht unbedingt quersitzende Blitze vom Band laufen müssen". Stümpt. Da laufen auch jetzt schon Autos anderer Marken vom Band, z.B. Vauxhall. In Rüsselsheim sollte eigentlich auch der neue Buick Lacrosse vom Band laufen, der wie der Saab 9.5 auf derselben GM-Plattform Epsilon II basiert wie das Modell Insignia der Doppelmarke Opel und Vauxhall.
dass die Bundesregierung die Reissleine zieht. So wie es aussieht, bekommen die Möchtegerninvestoren die Ware Opel für ein Butterbrot. Wegen 385 beziehungsweise 450 Millionen Euro braucht man nicht so ein Zitterspiel mit Magna und RJH veranstalten, da der Rest von Deutschland aufgebracht werden muss. Das Risiko, dass nach zwei bis drei Jahren eine Entlassungswelle droht, gleichfalls die Technik nach Russland oder sonstwohin verschwindet, ist sehr hoch. Da wäre es viel sicherer, wenn Wendelin Wiedeking Boss des ganzen Vereins wird und die Bundesregierung wie bei VW Teilhaber wird und die Bundeskanzlerin Chefin von den Opelwerken. Man muss den beiden Investoren zu verstehen geben, jeder Tag der Verzögerung wird mehr Kosten verursachen. Die Bundesrepublik hat nichts zu verschenken, genau so wenig wie GM.
Wie sich unsere Politiker unisono für Magna ins Zeug legen kann nur mit einem Datum im September zusammenhängen. Mich würde nicht wundern, wenn die Verhandlungsfristen bis nach die Bundestagswahl geschoben werden, um dann die tatsächlich wirtschaftlichste Lösung zu finden. Die könnte genauso Ripplewood heißen, denn Opel und Magna werden keine großen Chancen im Autonobilgeschäft bekommen. Die Hauptstückzahlen bei Opel für die nächsten 5 Jahre dürften mit der Abwrackprämie bereits verfrühstückt sein. Die Pfunde der Opel sind einersteits das Engeneering und andereseits ein paar moderne Autofabriken in denen nicht unbedingt quersitzende Blitze vom Band laufen müssen.
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