24.01.2007 · Das Vertrauen der Managerelite in die Entwicklung ihrer Unternehmen hat einen Höchststand erreicht. Als Wachstumstreiber werden vor allem die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder ausgemacht, Überregulierung erweise sich dagegen als größtes Hemmnis.
Das Vertrauen der Managerelite in die Entwicklung ihrer Unternehmen hat einen langjährigen Höchststand erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von fast 1100 Vorstandsvorsitzenden, die von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Price Waterhouse Coopers (PWC) am Vorabend der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt wurde.
Rund 52 Prozent der Befragten zeigten sich in der zehnten Studie dieser Art sehr zuversichtlich über das Umsatzwachstum ihrer Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten. Dies ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Jahr 2004, in dem sich 41 Prozent sehr zuversichtlich zeigten. Im Jahr 2005 war diese Frage in der PCW-Studie nicht explizit gestellt worden. Besonders positiv gestimmt sind die Chefs der Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 10 Milliarden Dollar. In dieser Gruppe zeigen sich sogar 69 Prozent der Befragten sehr zuversichtlich für das Wachstum in den kommenden 12 Monaten.
Konservativer in Fragen der Finanzierung
Auch für den längeren Zeitraum von drei Jahren herrscht weitgehend Optimismus. Hier sind noch 44 Prozent der internationalen Manager sehr zuversichtlich. Entsprechend hat sich auch die Zahl der Pessimisten deutlich verringert. Nur noch 7 Prozent haben keine große oder gar keine Zuversicht, was die Entwicklung im laufenden Jahr angeht.
Im Gegensatz zu früheren Jahren sind die Unternehmenslenker inzwischen aber sehr viel konservativer, wenn es um die Finanzierung der Wachstumspläne geht. Während damals noch verstärkt auf Börsengänge und Kapitalerhöhungen gesetzt wurde, ist es jetzt der selber generierte Mittelzufluss (Cashflow), der zur treibenden Kraft bei der Umsetzung der Wachstumspläne werden soll. Fast 80 Prozent der Befragten setzen unter anderem auf diese Finanzierung. Kredite und oder Anleihen sollen bei 28 Prozent die Mittel für das Wachstum bereitstellen. Den Aktienmarkt nenne nur noch 18 Prozent der Unternehmen.
Überregulierung größtes Wachstumshemmnis
Als Wachstumstreiber geben die Unternehmenslenker vor allem die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder auf dem Wege von Übernahmen oder Gemeinschaftsunternehmen an. So sind 47 Prozent der Befragten gegenwärtig an einer Übernahme beteiligt oder haben sie in jüngster Zeit abgeschlossen. Sortiert nach Regionen stehen dabei Unternehmen in Westeuropa an erster Stelle auf der Liste der potentiellen Übernahmeziele. 43 Prozent der Manager stimmen überein, dass es hier große Chancen gibt.
In der Rangliste der größten Wachstumshemmnisse nennen die Unternehmensführer ein weiteres Mal die Überregulierung von Märkten an erster Stelle. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat sich aber die Angst vor einem Mangel an Fachkräften auf die zweite Position der potentiellen Wachstumshemmnisse gesetzt. Auch die Angst vor weiter steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe rangiert inzwischen höher als in den Vorjahren.
Als besonders wachstumsstarke Märkte identifiziert die Untersuchung neben Brasilien, Russland, China und Indien auch Mexiko, Indonesien und Vietnam sowie die Türkei und Korea.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.378,31 | −1,14% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2435 | −0,43% |
| Rohöl Brent Crude | 104,78 $ | −1,94% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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