05.01.2012 · Privathaushalte und Unternehmen leiden unter dem Verfall der Landeswährung. Die Kritik an der Wirtschaftspolitik der konservativen Regierung wird schärfer.
Von Michaela Seiser, BudapestRichtlinien für Lesermeinungen
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Ungarn erlebt eine künstliche Krise wegen Unsere unberechenbare
Regierung.
Künstlich, weil die Fakten sprechen dagegen:
- positives Haushaltsaldo in 2011
- Staatschulden senken
- Positives Saldo beim Aushandel -> kein andere Krisenland hat so was
- za. 35 Milliarden EURO reserven hat Ungarische Nationalbank
- Alle /bedeutende/ Fa. die nach Ungarn Fertigung gebracht hat ein
positives Bilanz (Audi, Suzuki, Mercedes sind nur die Grössten/
- Fast niemand kriegt hier 13. 14. gehalt., Arbeitsloshilfe praktisch
zero
gesamte Staatsverschuldung in Ungarn. Diese Zahl fehlt nämlich. Sonst glaubt man, der Schuldenstand wäre ein echtes Problem für Europa.
Staatsverschuldung in Prozent zum Bip im Jahr 2010
Ungarn: 81,3
Frankreich 82,3
Deutschland 83,2
Irland 92,5
Portugal 93,3
Quelle: google public data Staatsverschuldung.
Orbán vertritt die Interessen seiner Bürger
"...die nationalkonservative Regierung per Gesetz ermöglichte,
zu einem günstigeren Kurs zu tauschen."
Die Regierung tut alles, um den durch die Eurokrise aussichtslos
verschuldeten Bürgern ein Überleben zu ermöglichen. Des
weiteren versucht Ungarn sich nicht komplett an die EU-Diktatur und an
die skrupellosen "Märkte" auszuliefern.
40 Jahre sozialistische Herrschaft hat derart schlimme Verhältnisse
zurückgelassen, dass es doppelt schwer ist, sich gegen die Krallen
der EUdSSR zu wehren. Aber es lohnt sich!
Ungarn hat das Recht sich selbst zu ruinieren, das ist schon klar.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2012 21:30 UhrSchön für Sie
dass Sie die 40 Jahre MSZMP scheinbar nicht miterlebt oder schon vergessen haben....
Die Zukunft Ungarns ist düster
Als ich vor etwa fünf Jahren auf der Autobahn von Wien nach Budapest fuhr hatte ich den Eindruck ich fahre auf einer deutschen Autobahn. Links und rechts nur Ansiedelungen deutscher Großfirmen mit imposanten Industriegebäuden. Inzwischen ist die Karawane längst weitergezogen. Ungarn ist kein sicherer Investitionsstandort mehr. Tschechien hat Ungarn längst den Rang abgelaufen. Was in einigen Jahren übrig bleibt ist warscheinlich Wein und Gulasch und etwas Tourismus.
"Insgesamt sind mehr als eine Million Bürger mit Fremdwährungskrediten belastet." 10 % der ungarischen Bevölkerung sind in die Falle der meist ausländischen Banken geraten. Die EU-Finanzberater haben dazu damals nur zynisch geschwiegen.
Michaela Seiser Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.
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