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UN-Studie In Norwegen lebt es sich am besten

05.10.2009 ·  Das skandinavische Land bietet seinen Bürgern die höchste Lebensqualität, gefolgt von Australien. Deutschland belegt in der jährlichen Analyse der Vereinten Nationen aber nur den 22. Platz hinter den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Spanien oder Großbritannien.

Von Claus Tigges, Washington
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In Norwegen lässt sich am besten leben. Das skandinavische Land bietet seinen Bürgern die höchste Lebensqualität in der Welt, gefolgt von Australien, Island und Kanada. Zu diesem Ergebnis kommen die Vereinten Nationen in ihrem aktuellen „Human Development Report“. Deutschland fällt zwar ebenfalls in die Kategorie jener Länder mit dem höchsten Entwicklungsniveau, belegt dort aber nur den 22. Platz hinter Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Italien und Großbritannien.

In der Analyse, die seit 1990 jährlich erstellt wird, untersuchen die Fachleute der UN im Wesentlichen drei Indikatoren für den Entwicklungsstand eines Landes: Den Gesundheitszustand der Bevölkerung, gemessen an der durchschnittlichen Lebenserwartung; das Bildungsniveau, gemessen an der Alphabetisierungsquote und der Zahl der Schüler und Schülerinnen; und den Lebensstandard, gemessen am Pro-Kopf-Einkommen. Um ein umfassendes Maß des Entwicklungsstandes handelt es sich nach Angaben der UN damit nicht. Beispielsweise werden darin weder Unterschiede in der Einkommensverteilung noch die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen erfasst.

Höchstes Pro-Kopf-Einkommen in Liechtenstein

Der aktuelle Bericht bezieht sich auf die Auswertung eines Datenkranzes von 2007. Demnach liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland zum Zeitpunkt der Geburt bei 79,8 Jahren. Im internationalen Vergleich steht Deutschland damit an 17. Stelle; Japan führt diese Rangliste mit einer Lebenserwartung von 82,7 Jahren an. Das Pro-Kopf-Einkommen ist im Fürstentum Liechtenstein mit 85.382 Dollar im Jahr am höchsten, Deutschland belegt mit 34.401 Dollar international den 24. Platz.

Norwegen nimmt zwar in keiner der einzelnen Kategorien den ersten Platz ein, es liegt beispielsweise mit seinem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen an 5. Stelle. Doch im Durchschnitt der drei Indikatoren schneidet kein anderes Land besser ab. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht China belegt Rang 92 in der Liste. Die geringste Lebensqualität haben dem Bericht zufolge die Bürger von Sierra Leone, Afghanistan und Niger. In Niger beträgt die Lebenserwartung im Durchschnitt nur 50,8 Jahre. Das ärmste Land der Welt ist die Demokratische Republik Kongo, wo das jährliche Einkommen je Einwohner nur 298 Dollar beträgt.

Wirtschaftliche Entwicklung mit Rückschlägen

„Es hat zwar über die Zeit deutliche Verbesserungen im Lebensstandard und der Lebensqualität gegeben, aber der Fortschritt war ungleichmäßig verteilt“, sagt Jeni Klugman, Autorin des Berichts. Vielfach sei es zu Rückschlägen in der wirtschaftlichen Entwicklung gekommen, unter anderem auch wegen Kriegen und der Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids.

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