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Umweltverschmutzung Hongkongs Smog vertreibt Ausländer

16.10.2006 ·  Eine Umfrage der amerikanischen Handelskammer weist aus, daß 79 Prozent der Führungskräfte die Luftverschmutzung in Hongkong als schädlich für den Standort empfinden.

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Hongkong leidet unter dem Smog, der aus den Fabriken Südchinas herüberweht. Sie werden zumeist von Hongkonger Unternehmen gesteuert. Eine Umfrage der amerikanischen Handelskammer weist aus, daß 79 Prozent der Führungskräfte die Luftverschmutzung in Hongkong als schädlich für den Standort empfinden.

Die weltweit tätige Personalberatung ECA International empfiehlt Arbeitgebern, in Hongkong tätigen Mitarbeitern deshalb einen Zuschlag von 5 Prozent als Erschwerniszulage zu geben. Vergangene Woche erklärte Donald Tsang, Verwaltungschef der chinesischen Sonderverwaltungsregion, er werde die Vorschriften für Luftreinhaltung verschärfen.

Hongkong fällt in der Rangliste zurück

Laut ECA fiel Hongkongs Attraktivität als Standort ausländischer Führungskräfte um 12 Plätze auf nun Rang 32 aller Weltstädte. Die sich immer weiter verschlechternde Lage brachte James Cunningham, den amerikanischen Generalkonsul in Hongkong, dazu, öffentlich an Willen und Macht der Amtsträger zu zweifeln.

"Warten Sie nicht auf die Regierungen, das Problem zu lösen. Wir brauchen schnelle Fortschritte", rief Cunningham Unternehmern in Hongkong zu. Bislang entschieden sich gerade Banken und Beratungen, aufgrund der schlechten Umweltbedingungen ihre Büros nach Singapur zu verlagern. Der "Haze" dort aber wirkt nun nicht gerade als Einladung für die smoggeplagten Hongkonger.

Quelle: F.A.Z., 17.10.2006, Nr. 241 / Seite 16
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