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Veröffentlicht: 13.02.2016, 11:26 Uhr

Autoverkehr Umweltministerin fordert Strafabgabe beim Kauf von Spritschluckern

Die Bundesregierung will den Kauf von Elektroautos mit Prämien fördern. Aber wie soll das finanziert werden? Die Umweltministerin Barbara Hendricks plädiert für eine Strafabgabe beim Neukauf von Autos mit hohem Benzinverbrauch. Bei einem Porsche Cayenne könnten 1000 Euro fällig werden.

© dpa Barbara Hendricks

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) will Autos mit hohem Spritverbrauch beim Neukauf mit einer Strafabgabe belegen. Bei einem Kohlendioxid-Ausstoß von 95 Gramm pro Kilometer, wie er bei kleineren Fahrzeugen auftritt, wäre ein einmaliger „Umweltbeitrag“ von 50 Euro zu zahlen. „Bei über 200 Gramm, da wäre man bei einem Porsche Cayenne, könnten 1000 Euro fällig werden“, sagte Hendricks dem Nachrichten-Magazin Spiegel.

Die Einnahmen sollen zur Finanzierung von Kaufprämien für Elektroautos dienen, mit denen die Bundesregierung die schleppende Nachfrage ankurbeln will. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) peilt eine solche Prämie in Höhe von 5000 Euro beim Kauf eines Elektroautos an, Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wehrt sich bislang aber noch dagegen.

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Sollte sich Hendricks in der Koalition nicht mit ihrem Plan durchsetzen, schlägt sie als Alternative eine Anhebung der Dieselsteuer vor. „Derzeit zahlen Dieselfahrer insgesamt deutlich weniger Steuern als Benzinfahrer, auch wenn man die höhere Kfz- Steuer einrechnet“, sagte Hendricks. Da sei noch „genügend Spielraum“ für eine kluge Gegenfinanzierung der Elektroauto-Kaufprämie. Die Autokonzerne will Hendricks zu einer Quote für E-Autos verpflichten, beginnend mit drei Prozent aller Neuwagenverkäufe.

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