13.06.2005 · Die Kapitalismus-Debatte entmutigt die Bürger. Eine Umfrage zeigt, daß die Skepsis gegenüber der Regierung in Zusammenhang mit schwindendem Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft steht.
Das Vertrauen der Bundesbürger ins Wirtschaftssystem schwindet: Nur die Hälfte würde noch bejahen, die Soziale Marktwirtschaft habe sich bewährt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bankenverbandes.
Der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Manfred Weber, führt den schlechten Wert auf die große Verunsicherung zurück, die im Land herrsche. Das Vertrauen ins System schrumpft im Gleichklang mit dem Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Regierung: Zwei Drittel meinen, daß die Politik die Wirtschaftsprobleme nicht lösen können.
Hohe Zahl an Insolvenzen
Unternehmensgewinne werden den Deutschen zunehmend suspekt. 41 Prozent halten die Gewinne der Firmen für zu hoch. Und: Jeder dritte Deutsche hält hohe Gewinne für unmoralisch. Laut Weber ist diese Bewertung Folge der Kapitalismus-Debatte: „40.000 Unternehmensinsolvenzen im vorigen Jahr zeichnen ein besorgniserregendes Bild. Erfolgreiche Unternehmer sollten wir nicht auch noch diskreditieren, sondern ermutigen.“
Einher mit dem Mißtrauen gegenüber dem Wirtschaftsmodell geht die Skepsis gegenüber dem Staat. 62 Prozent der Bürger meinen, es werde in der Wirtschaft zu viel durch den Staat geregelt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,68 | −1,18% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2443 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 104,77 $ | −1,95% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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