30.05.2005 · Nach der Hypo-Vereinsbank rückt auch die Commerzbank wieder in den Blick übernahmewilliger Konkurrenten: Die Deutsche Bank und mehrere ausländische Institute denken angeblich über Angebote nach.
Die Deutsche Bank und ausländische Institute erwägen einem Zeitungsbericht zufolge eine Übernahme der Commerzbank. Die Commerzbank führe aber derzeit keine Gespräche mit möglichen Interessenten, berichtete das „Wall Street Journal Europe“ am Montag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise.
Neben der Deutschen Bank seien die Royal Bank of Scotland, die französischen Banken BNP Paribas und Societe Generale an der Commerzbank interessiert. Die Commerzbank führe aber derzeit keine Gespräche mit möglichen Interessenten. Auch in der Commerzbank nahen Kreisen hieß es am Montag, das Frankfurter Institut führe derzeit mit niemandem Gespräche über einen möglichen Zusammenschluß.
„Zuletzt nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses“
Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Die Commerzbank erwartet weitere Übernahmeversuche in Deutschland. „Manches andere europäische Institut wird sich Gedanken machen, wie es sich am attraktiven deutschen Markt beteiligen kann“, sagte Commerzbank-Sprecher Peter Pietsch am Montag. Die Gespräche zwischen der Münchner HVB und der italienischen Bank seien aus seiner Sicht „keine Sensation, aber schon überraschend“: „Deutsche Banken standen zuletzt nicht mehr im Mittelpunkt des Interesses.“
Übernahme der Commerzbank unwahrscheinlich
Eine Übernahme der Commerzbank gilt am Finanzplatz Frankfurt derzeit als unwahrscheinlich. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller hatte bei der Hauptversammlung des Dax-Unternehmens am 20. Mai betont: „An einem Wiederaufflackern dieser Diskussion sind wir nicht interessiert, die Commerzbank geht ihren eigenen Weg.“ Müller hatte bekräftigt: „Die Commerzbank ist als selbstständiges Institut so positioniert, daß wir auch in Zukunft auf eigenen Füßen stehen können.“
Die Aktie der Commerzbank legte am Vormittag 2,8 Prozent auf 17,63 Euro zu, während die Papiere der Deutschen Bank mit 62,69 Euro 0,3 Prozent fester tendierten.
Das Interesse der Banken sei durch die Fusionsspekulationen um die HVB und Unicredito angefacht worden, hieß es im „Wall Street Journal“. Die HVB bestätigte am Montag Gespräche über einen möglichen Zusammenschluß mit der italienischen Großbank.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.377,68 | −1,18% |
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| EUR/USD | 1,2443 | −0,36% |
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| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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