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UBS Boni trotz Verlusts

19.01.2010 ·  Es sieht ganz danach aus, als denke UBS-Chef Oswald Grübel an einen gut dotierten Bonus-Topf - wohlgemerkt in einer Bank, die 2009 einen Verlust in mehrfacher Milliardenhöhe erwirtschaftete. Variable Gehaltsbestandteile sind nicht des Teufels. Aber auf das vernünftige Maß kommt es an.

Von Jürgen Dunsch
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Noch ist nichts amtlich. Aber es sieht ganz danach aus, als denke UBS-Chef Oswald Grübel an einen gut dotierten Bonus-Topf - wohlgemerkt in einer Bank, die 2009 einen weiteren Verlust in mehrfacher Milliardenhöhe erwirtschaftete. Bisher ist die UBS in der Schweiz glimpflich behandelt worden. Dies rührt nicht zuletzt daher, dass ihr Sturz verheerend wäre und der Staat seine zeitweilige Kapitalhilfe mit einem erklecklichen Gewinn abstoßen konnte. Jetzt aber reicht der Aufschrei bis weit in die bürgerliche Mitte der Politik hinein.

Da hilft auch die Standardformel von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit nur noch begrenzt. Grübel mag so kalkulieren: Wenn ihm die Finanzmarktaufsicht mindestens gut die Hälfte genehmigt, wahren alle ihr Gesicht, und er kann immer noch ein Fünftel der Personalkosten variabel halten.

Variable Gehaltsbestandteile sind nicht des Teufels. Aber inzwischen zweifelt kaum jemand daran, dass Boni, die das vernünftige Maß sprengen, Banker heranzüchten, die den Hals nicht voll genug bekommen. Hohe Ausschüttungen bei Verlusten zehren am Eigenkapital. Dabei will angeblich auch Grübel die Kapitalbasis der UBS weiter festigen. In der Boni-Frage hat er eine Gelegenheit dazu.

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Jahrgang 1948, Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

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