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Mehr Auslandsvertretungen : Bayern richtet seine Außenwirtschaftspolitik neu aus

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Von der Staatskanzlei in München aus regiert die CSU Bayern und macht Politik auf der ganzen Welt. Bild: dpa

Neue Repräsentanzen in China, Südkorea, im Iran und anderen Staaten: Horst Seehofer will das bayerische Engagement im Ausland vergrößern und damit der heimischen Wirtschaft helfen.

          Bayern will mit einem deutlichen Ausbau seiner Auslandsvertretungen seine Wirtschaft stärken. Angesichts tiefgreifender Veränderungen in der internationalen Politik werde der Freistaat sein weltweites Engagement strategisch neu ausrichten und ausbauen, kündigte die Regierung von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an diesem Dienstag an.

          Die Zahl der bisher 25 bayerischen Auslandsvertretungen in 20 Staaten werde deutlich aufgestockt. In China und Südkorea, im Iran, im arabischen Raum und in Israel sowie in der Ukraine seien neue Repräsentanzen geplant.

          „Wir wollen die bayerischen Unternehmen bei ihrer Markterschließung vor Ort politisch unterstützen“, erklärte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Dazu zählten auch Delegationsreisen.

          Bayerns Wirtschaft mit zahlreichen mittelständischen Unternehmen und acht der insgesamt 30 Dax-Konzerne, darunter Adidas, BMW und Siemens, ist stark exportabhängig. Mehr noch als viele andere Bundesländer pflegt der Freistaat seit Jahrzehnten Auslandskontakte, was von Kritikern als Nebenaußenpolitik der Regierungspartei CSU gewertet wird.

          Vor der Bundestagswahl im September unternimmt Seehofer in diesem Jahr eine selbst für bayerische Verhältnisse ungewöhnlich große Zahl an Auslandsreisen, darunter nach China, Russland und möglicherweise auch in die Vereinigten Staaten. Am Freitag will der Münchner Gase-Hersteller Linde unter Seehofers Beteiligung in St. Petersburg einen Großauftrag aus Russland in trockene Tücher bringen.

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