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Neue Trump-Tirade : „China hat viel zu geben!“

  • Aktualisiert am

Fletscht die Zähne: Der amerikanische Präsident Donald Trump. Bild: AFP

Nach Meinung ihres Präsidenten verlieren die Vereinigten Staaten jedes Jahr hunderte Milliarden Dollar im Handel mit China. Auf Twitter zieht Trump jetzt die verbalen Daumenschrauben an.

          Im Handelsstreit mit China fordert der amerikanische Präsident Donald Trump von der Volksrepublik Zugeständnisse. „Wir kennen die chinesischen Forderungen noch nicht, aber es sollten wenige sein, denn frühere amerikanische Regierungen haben so schlecht verhandelt“, twitterte Trump am Mittwoch. „Die Vereinigten Staaten haben sehr wenig zu geben, weil sie über die Jahre so viel gegeben haben. China hat viel zu geben!“

          Trump will das Handelsbilanzdefizit seines Landes mit China reduzieren. Allein im vergangenen Jahr exportierte die Volksrepublik für 375 Milliarden Dollar (303,3 Milliarden Euro) mehr Waren in die Vereinigten Staaten, als sie von dort einführte. Im April legte das Handelsbilanzdefizit abermals zu: Wie aus Zahlen der Pekinger Zollverwaltung hervorging, überstiegen die chinesischen Exporte nach Amerika die Einfuhren nach China um 22,2 Milliarden Dollar. Im März hatte der chinesische Überschuss noch 15,4 Milliarden Dollar betragen. Trump schrieb in seinem Tweet, die Vereinigten Staaten verlören im Jahr „hunderte Milliarden Dollar“ an China.

          Der Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hatte sich hochgeschaukelt, nachdem Washington zunächst Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus China verhängte und später mit weiteren Strafzöllen auf Waren im Wert von bis zu 150 Milliarden Dollar drohte. China kündigte Gegenmaßnahmen an.

          Im Fall des chinesischen Technologiekonzerns ZTE gibt es nach Angaben Trumps noch keine Entscheidung, wie er in seiner Serie von Tweets weiter schrieb. Der Fall hänge mit einer größeren Handelsvereinbarung zusammen. Die amerikanische Regierung hatte wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Iran-Sanktionen zunächst angeordnet, dass amerikanische Unternehmen sieben Jahre lang keine Chips und Software mehr an ZTE liefern dürfen. Das brachte den Konzern in Schieflage. Trump kündigte dann überraschend an, die Sanktionen könnten gelockert und zahlreiche Arbeitsplätze gerettet werden.

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