Am 24. April treffen sich die Anteilseigner in der E. Venizelos-Straße 21 in der Versammlungshalle im zweiten Stock, heißt es in einer im Internet veröffentlichten Mitteilung der Bank von Griechenland. Der Vorstand wird den Aktionären dann Geschäftsbericht und Bilanz vorstellen und ihnen die Ausschüttung von knapp 100 Millionen Euro vorschlagen: 80 Millionen Euro gehen an den Staat, weitere 3 Millionen sind für Dividendensteuern vorgesehen. Für die Aktionäre bleiben gut 13 Millionen, 67 Cent je Aktie. Im Vorjahr hatte die Bank 90 Millionen Euro ausgezahlt.
Die Ausschüttung wirkt befremdlich in Zeiten, da alle Notenbanken Rückstellungen für etwaige Risiken aus der Staatsschuldenkrise machen. Die Bundesbank zum Beispiel hat ihre Ausschüttung an den Bund mehr als halbiert.
Die griechische Notenbank trägt relativ zu ihrer Größe ungleich größere Risiken, weil sie den griechischen Banken viele Milliarden Euro auf eigene Rechnung und eigenes Risiko geliehen hat. Verluste aus solchen Notkrediten werden im Eurosystem nicht gemeinschaftlich getragen.
Die Aktie der Bank von Griechenland - nicht zu verwechseln mit der privaten National Bank of Greece - ist börsennotiert. Der Kurs hat den Aktionären allerdings wenig Freude bereitet. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2000 ist er von 83 auf knapp 14 Euro gesunken.
Greece, ein Fass ohne Boden
Olaf Tamm (anulaifaz)
- 13.04.2012, 08:17 Uhr
keine Worte mehr nötig
Paul Banaschak (paul.banaschak)
- 13.04.2012, 02:13 Uhr
Danke Frau Merkel!
Jürgen Meier (jm0001)
- 12.04.2012, 20:29 Uhr
Hat wirklich irgendjemand geglaubt
paul osten (posten)
- 12.04.2012, 19:47 Uhr
Eine Notenbank, die teilweise privat ist ..
Alex Merck (AlexM3)
- 12.04.2012, 18:59 Uhr