http://www.faz.net/-gqe-767up
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 01.02.2013, 15:15 Uhr

Trotz Kulturwandels Deutsche-Bank-Manager dürfen mehr Boni sofort kassieren

Viel war die Rede vom „Kulturwandel“ in der Deutschen Bank, als diese am Donnerstag ihren Verlust bekanntgab. Eine Nachricht von heute scheint wenig dazu zu passen: Angeblich will die Bank die Obergrenze für Boni, die direkt zur Auszahlung kommen, nach oben setzen.

© Eilmes, Wolfgang Kulturwandel? Wirklich?

Die Deutsche Bank will offenbar die Obergrenze für Boni nach oben setzen, die in diesem Jahr zur Auszahlung kommen. Sie soll für 2013 bei 300.000 Euro liegen, so besagen es die Gerüchte; 2012 seien es noch 200.000 Euro gewesen.

Die Obergrenze, die konzernweit gelten soll, solle den Beschäftigten schon in der kommenden Woche kommuniziert werden, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen, die nicht genannt werden wollten, weil die Pläne vertraulich seien. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. In der Tat hatte auf der gestrigen Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen der Bank niemand offiziell Details zu Boni bekanntgegeben.

Bis zu 150.000 Euro in bar für ranghohe Beschäftigte

Ranghohe Beschäftigte, sogenannte „Regulated Employees”, sollen bis zu 150.000 Euro in bar erhalten, hieß es den Informanten zufolge weiter. Der Rest der Zahlungen solle im August in Form von Aktien erfolgen. Ein Vertreter der Deutschen Bank in London wollte keinen Kommentar zum Thema Bonuszahlungen abgeben.

Mehr zum Thema

Während der Verkündung der Geschäftszahlen am Donnerstag, die deutlich schlechter ausgefallen waren als erwartet, hatten sich die Vorstandsvorsitzenden des Geldhauses noch bescheiden in Sachen Gehaltszahlungen gegeben. „Dies ist die umfassendste Umgestaltung der Deutschen Bank in der jüngeren Zeit“, hatten Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Donnerstag in Frankfurt verkündet.

Die beiden Manager berichteten, sie hätten dem Institut, das dem Investmentbanking lange eine wichtige Rolle eingeräumt hat, einen tiefgreifenden Kulturwandel verordnet. Dieser drücke sich zum Beispiel in deutlich niedrigeren Boni für Händler und Investmentbanker aus.

Quelle: Bloomberg

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Nationalmannschaft Kapitän Schweinsteiger geht von Bord

Bastian Schweinsteiger beendet seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Das teilte der Weltmeister am Freitag via Twitter mit. Begleitet ist der Abschied von Gerüchten, dass er bei Manchester United vor dem Aus steht. Mehr

29.07.2016, 10:18 Uhr | Sport
Faule Kredite Italienische Banken zittern vor dem Stress-Test

360 Milliarden Euro an faulen Krediten haben italienische Banken in den Papieren stehen. Das ist fast so viel wie Deutschlands Wirtschaft in einem Jahr erwirtschaften kann. Im Stresstest der EZB im Jahr 2014 sahen die italienischen Banken schlecht aus. Jetzt zittert die Branche noch einmal vor dem Testergebnis. Mehr

29.07.2016, 15:02 Uhr | Wirtschaft
Terror in Deutschland Die Grenzen der Kanzlerin

Angela Merkel wollte nie etwas versprechen, was sie nicht halten kann. Aber wenn es um Sicherheit geht, hört die Freiheit der Kanzlerin auf. Deshalb verspricht sie den Deutschen: ein Jahr 2015 gibt es nicht noch einmal. Ein Kommentar. Mehr Von Jasper von Altenbockum

28.07.2016, 18:25 Uhr | Politik
Türkei Welle von Entlassungen und Festnahmen hält an

Nach dem gescheiterten Putsch halten die Entlassungen in den türkischen Behörden unvermindert an. Zudem ging die Regierung am Donnerstag erneut massiv gegen Medien vor. Dutzende Zeitungen, Magazine, Rundfunk- und Fernsehsender sind geschlossen worden. Mehr

28.07.2016, 17:53 Uhr | Politik
Finanzhäuser in der Krise So prüft der Stresstest das Risiko der Banken

Wie viele Klagen und Strafen kommen auf die von Skandalen gebeutelte Bankbranche noch zu? Dieses Risiko ist schwer zu fassen. Nicht nur für die Commerzbank. Mehr Von Hanno Mußler

29.07.2016, 08:43 Uhr | Finanzen

Warnung der Aktionäre

Von Daniel Mohr

Die Aktionäre sind nicht mehr begeistert von der Fusion der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange. Nun ist es an den Protagonisten Kengeter und Faber, die Schieflage zu Gunsten Londons zu beheben. Mehr 1

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden