Home
http://www.faz.net/-gqe-767up
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Trotz Kulturwandels Deutsche-Bank-Manager dürfen mehr Boni sofort kassieren

Viel war die Rede vom „Kulturwandel“ in der Deutschen Bank, als diese am Donnerstag ihren Verlust bekanntgab. Eine Nachricht von heute scheint wenig dazu zu passen: Angeblich will die Bank die Obergrenze für Boni, die direkt zur Auszahlung kommen, nach oben setzen.

© Eilmes, Wolfgang Vergrößern Kulturwandel? Wirklich?

Die Deutsche Bank will offenbar die Obergrenze für Boni nach oben setzen, die in diesem Jahr zur Auszahlung kommen. Sie soll für 2013 bei 300.000 Euro liegen, so besagen es die Gerüchte; 2012 seien es noch 200.000 Euro gewesen.

Die Obergrenze, die konzernweit gelten soll, solle den Beschäftigten schon in der kommenden Woche kommuniziert werden, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen, die nicht genannt werden wollten, weil die Pläne vertraulich seien. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. In der Tat hatte auf der gestrigen Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen der Bank niemand offiziell Details zu Boni bekanntgegeben.

Bis zu 150.000 Euro in bar für ranghohe Beschäftigte

Ranghohe Beschäftigte, sogenannte „Regulated Employees”, sollen bis zu 150.000 Euro in bar erhalten, hieß es den Informanten zufolge weiter. Der Rest der Zahlungen solle im August in Form von Aktien erfolgen. Ein Vertreter der Deutschen Bank in London wollte keinen Kommentar zum Thema Bonuszahlungen abgeben.

Mehr zum Thema

Während der Verkündung der Geschäftszahlen am Donnerstag, die deutlich schlechter ausgefallen waren als erwartet, hatten sich die Vorstandsvorsitzenden des Geldhauses noch bescheiden in Sachen Gehaltszahlungen gegeben. „Dies ist die umfassendste Umgestaltung der Deutschen Bank in der jüngeren Zeit“, hatten Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Donnerstag in Frankfurt verkündet.

Die beiden Manager berichteten, sie hätten dem Institut, das dem Investmentbanking lange eine wichtige Rolle eingeräumt hat, einen tiefgreifenden Kulturwandel verordnet. Dieser drücke sich zum Beispiel in deutlich niedrigeren Boni für Händler und Investmentbanker aus.

Quelle: Bloomberg

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bankenstrafen-Ticker Milliarden-Strafen für fünf Großbanken

Betrug, Geldwäsche, Zinsmanipulationen: Banken weltweit müssen für ihre Fehltritte büßen. Jetzt sind im Skandal um manipulierte Devisenkurse Strafen gegen fünf Großbanken in Höhe von 2,7 Milliarden Euro verhängt worden. Mehr

12.11.2014, 11:02 Uhr | Wirtschaft
Generalanwalt des EuGH EU darf Boni von Bankern deckeln

Hohe Boni haben die Banker in der Finanzkrise zu riskanten Geschäften angeregt. Die EU hat sie deshalb gedeckelt - und darf das nach einer Einschätzung des Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof auch. Mehr Von Hendrik Kafsack

20.11.2014, 13:11 Uhr | Wirtschaft
Wegen Aussichtslosigkeit Großbritannien zieht Klage gegen Grenze für Banker-Boni zurück

Aus Furcht um die Attraktivität des Finanzplatzes London hat sich Großbritannien bislang stets gegen eine Begrenzung der Banker-Boni gesträubt. Nun gibt sich der britische Finanzminister geschlagen. Mehr

20.11.2014, 20:49 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.02.2013, 15:15 Uhr

Muskelspiel

Von Kerstin Schwenn

Mitten im Advent droht wieder Streik. Den Bahnkunden ist es egal, ob Lokführer oder Fahrdienstleister ihre Zugfahrt verhindern. Ihre Geduld schwindet in dem Maße, wie der Schaden wächst. Mehr 1 9


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutsche fühlen sich für Unternehmerdasein nicht gerüstet

Nur 34 Prozent der Deutschen glauben, ihre Ausbildung habe ihnen die Fähigkeit vermittelt, ein eigenes Unternehmen zu führen. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden