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Trotz Kulturwandels Deutsche-Bank-Manager dürfen mehr Boni sofort kassieren

Viel war die Rede vom „Kulturwandel“ in der Deutschen Bank, als diese am Donnerstag ihren Verlust bekanntgab. Eine Nachricht von heute scheint wenig dazu zu passen: Angeblich will die Bank die Obergrenze für Boni, die direkt zur Auszahlung kommen, nach oben setzen.

© Eilmes, Wolfgang Kulturwandel? Wirklich?

Die Deutsche Bank will offenbar die Obergrenze für Boni nach oben setzen, die in diesem Jahr zur Auszahlung kommen. Sie soll für 2013 bei 300.000 Euro liegen, so besagen es die Gerüchte; 2012 seien es noch 200.000 Euro gewesen.

Die Obergrenze, die konzernweit gelten soll, solle den Beschäftigten schon in der kommenden Woche kommuniziert werden, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen, die nicht genannt werden wollten, weil die Pläne vertraulich seien. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. In der Tat hatte auf der gestrigen Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen der Bank niemand offiziell Details zu Boni bekanntgegeben.

Bis zu 150.000 Euro in bar für ranghohe Beschäftigte

Ranghohe Beschäftigte, sogenannte „Regulated Employees”, sollen bis zu 150.000 Euro in bar erhalten, hieß es den Informanten zufolge weiter. Der Rest der Zahlungen solle im August in Form von Aktien erfolgen. Ein Vertreter der Deutschen Bank in London wollte keinen Kommentar zum Thema Bonuszahlungen abgeben.

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Während der Verkündung der Geschäftszahlen am Donnerstag, die deutlich schlechter ausgefallen waren als erwartet, hatten sich die Vorstandsvorsitzenden des Geldhauses noch bescheiden in Sachen Gehaltszahlungen gegeben. „Dies ist die umfassendste Umgestaltung der Deutschen Bank in der jüngeren Zeit“, hatten Jürgen Fitschen und Anshu Jain am Donnerstag in Frankfurt verkündet.

Die beiden Manager berichteten, sie hätten dem Institut, das dem Investmentbanking lange eine wichtige Rolle eingeräumt hat, einen tiefgreifenden Kulturwandel verordnet. Dieser drücke sich zum Beispiel in deutlich niedrigeren Boni für Händler und Investmentbanker aus.

Quelle: Bloomberg

 
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