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Trotz Krise Dax-Konzerne knacken 100-Milliarden-Marke

 ·  Trotz Krise und schwacher Konjunktur in Europa steigerten die Dax-Konzerne ihren Gewinn im Jahr 2011 auf Rekordniveau. Eine weitere Steigerung in diesem Jahr ist nicht zu erwarten.

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Die im Leitindex Dax vertretenen 30 Unternehmen erwirtschafteten trotz der Staatsschuldenkrise und der Konjunkturabkühlung 2011 zusammengerechnet erstmals einen Betriebsgewinn von mehr als 100 Milliarden Euro Gewinn. Die Schwergewichte der deutschen Wirtschaft steigerten den operativen Gewinn um 8 Prozent auf insgesamt 104 Milliarden Euro. Das geht aus einer Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens Ernst & Young hervor. Auch beim Umsatz hätten die Dax-Werte mit Einnahmen von etwa 1,2 Billionen Euro eine neue Bestmarke gesetzt. Dies entspricht in etwa dem Doppelten der jährlichen Wirtschaftsleistung der Schweiz.

„Für viele Unternehmen war das vergangene Jahr das beste der Unternehmensgeschichte“, erklärte Thomas Harms, Partner bei Ernst & Young. Ausnahmen waren die Energiekonzerne, die unter den Folgen der Energiewende litten, und von der Schuldenkrise gebeutelte Finanzunternehmen.

Nicht ohne Folgen für Allianz und Bayer

Allerdings blieb die Abkühlung der Weltwirtschaft nicht völlig ohne Folgen. Lag der operative Gewinn der Dax-Firmen zum Jahresauftakt 2011 noch rund 50 Prozent über dem Niveau des vierten Quartals 2010, schmolz dieser Vorsprung trotz gestiegener Umsätze bis zum Schlussquartal 2011 auf sechs Prozent zusammen. „Sechs Unternehmen schrieben zwischen Oktober und Dezember sogar rote Zahlen“, betonen die Autoren der Studie.

In absoluten Zahlen habe Volkswagen mit 11,2 Milliarden Euro 2011 operativ das meiste Geld verdient, hieß es weiter. Auf den Plätzen dahinter folgten Siemens und Daimler mit jeweils rund 8,8 Milliarden Euro. Den stärksten prozentualen Anstieg verbuchte die Deutsche Börse (plus 118 Prozent), vor SAP (plus 88 Prozent) und Volkswagen (plus 58 Prozent).

Den Erwartungen der Investoren wurden viele Dax-Firmen dennoch nicht gerecht. Nach Reuters-Daten verfehlte knapp die Hälfte die Prognosen der Analysten. Zu dieser Gruppe gehörten auch Volkswagen und Siemens. Positiv überraschte dagegen ThyssenKrupp. Trotz eines milliardenschweren Betriebsverlustes lagen die Ergebnisse des Stahlkonzerns am deutlichsten über den Erwartungen.

Weniger Optimismus für das aktuelle Jahr

Im Laufe des Jahres verlangsamte sich das Wachstum. Das operative Ergebnis der Dax-Konzerne stieg im vierten Quartal um 6 Prozent, der Umsatz wuchs um 8 Prozent. Zu Jahresbeginn hatten Umsatz (plus 12 Prozent) und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) (plus 61 Prozent) deutlich stärker zugelegt. Von einem Einbruch zum Jahresende könne aber keine Rede gewesen sein, erklärte Harms.

Für dieses Jahr ist der Experte allerdings skeptischer. „Insbesondere beim Gewinnwachstum ist das Ende der Fahnenstange wohl erreicht.“ Als einen Grund nannte Harms die schwachen Konjunktur in Europa. Zudem würden wachstumsstarke Schwellenländer wie China einen Gang zurückschalten, was auch die deutschen Exporteure zu spüren bekommen dürften.

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