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Risikoabsicherung

Trotz Gesetz Telefon-Warteschleifen bleiben teuer

Ein Gesetz sollte teuren Telefon-Warteschleifen den Garaus machen. Doch viele Betreiber umgehen die Regelung und schicken die Anrufer in nachgelagerte Warteschleifen, haben die Grünen festgestellt. Für die Verbraucher kann das teuer werden.

© AP Vergrößern Viele Betreiber versuchen, die Kunden möglichst lange in der sogenannten nachgelagerten Warteschleife zu halten.

Telefon-Warteschleifen sind trotz der seit September geltenden gesetzlichen Verschärfungen immer noch sehr teuer. Laut einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Grünen-Bundestagsfraktion haben viele Betreiber immer noch ein Interesse daran, Anrufer möglichst lange in der sogenannten nachgelagerten Warteschleife zu halten. „Der Schaden für die Verbraucher dürfte in die Millionen gehen“, teilten die Grünen-Abgeordneten Bärbel Höhn und Nicole Maisch mit. Die gesetzliche Neuregelung, wonach die ersten zwei Minuten der Warteschleife kostenfrei sein muss, laufe „völlig ins Leere“.

Seit dem 1. September 2012 müssen ab dem Rufaufbau die ersten zwei Minuten in der Warteschleife einer Sonderrufnummer kostenlos sein. Dabei ist es egal, ob der Kunde aus dem Festnetz oder vom Mobiltelefon aus anruft. Sobald der Anruf entgegengenommen und bearbeitet wird, kann er ganz normal abgerechnet werden. Sogenannte nachgelagerte Warteschleifen dürfen auch weiterhin vollständig abgerechnet werden. Um in einer solchen Warteschleife zu landen, reicht es, wenn der Kunde zunächst eine automatische Abfrage beantworten muss und zum Beispiel durch die Eingabe von Ziffern sein Anliegen konkretisiert.

GMX und Gigaset fallen besonders negativ auf

Mit der teuersten Warteschleife fiel in der Grünen-Untersuchung der E-Mail-Anbieter GMX auf, der für fast sieben Minuten 9,00 Euro in Rechnung stellte. Die längste Warteschleife gab es beim Telefonhersteller Gigaset mit zehn Minuten; wegen eines Minutenpreises von nur 14 Cent hätten sich die Kosten aber in Grenzen gehalten. Positiv fielen bei der Untersuchung Airberlin, die Hotline der Deutschen Post und der Reiseanbieter tuifly.de auf, wo die Warteschleifen nur rund 20 Sekunden dauerten.

Für die Untersuchung der Grünen wurden 50 Service-Hotlines jeweils zweimal angewählt. Ausgewählt wurden 25 Unternehmen mit 0180-Nummern und 25 mit 0900-Nummern. Der Schwerpunkt lag bei Fluggesellschaften, Handy- und Kommunikationsanbietern, Reiseportalen, Computerreparaturdiensten und Mailanbietern. Bei 0180-Nummern kostete die Minute 0,14 Cent, bei den 0900-Nummern bis zu 3,00 Euro.

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Quelle: FAZ.net mit AFP

 
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