02.02.2010 · Toyota hat nicht entschlossen genug auf die Verunsicherung seiner Kunden reagiert, denen nun die Horrorvorstellung im Kopf herumspukt, in einem unkontrollierbar gewordenen Auto zu sitzen. Das Vertrauen in Toyota ist beschädigt worden.
Von Roland LindnerToyota galt in der Autobranche als Musterbeispiel für Qualitätsmanagement. Es trifft den Hersteller daher ins Mark, sich inmitten einer spektakulären Rückrufaktion zu finden, ausgelöst durch klemmende Gaspedale. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen scheint von der Affäre unvorbereitet getroffen und macht alles andere als eine glückliche Figur.
Toyota hat sich lange an die Erklärung geklammert, verrutschende Fußmatten könnten das Gaspedal einklemmen. Schließlich musste das Unternehmen eingestehen, dass es auch mechanische Probleme am Pedal selbst geben kann. Es brauchte aber offenbar den Druck der amerikanischen Regierung, bis Toyota den Verkauf der betroffenen Modelle stoppte. Toyota ließ es außerdem an einer offensiven Kommunikation mangeln, um den Verbrauchern den Unterschied zwischen den beiden möglichen Fehlerquellen zu erklären. Toyota hat nicht entschlossen genug auf die Verunsicherung seiner Kunden reagiert, denen nun die Horrorvorstellung im Kopf herumspukt, in einem unkontrollierbar gewordenen Auto zu sitzen. Das in vielen Jahren aufgebaute Vertrauen in Toyota ist beschädigt worden. Toyota hat gewaltige Aufräumarbeiten vor sich.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.376,85 | −1,24% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2443 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 104,77 $ | −1,95% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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