07.04.2009 · Die Verluste von Banken und anderen Finanzmarktakteuren aus dem Geschäft mit verbrieften Forderungen türmen sich immer höher auf. Der Staat muss jetzt neue Regeln setzen - und den Mut finden, jene Banken untergehen zu lassen, die ohne staatliche Hilfe auf Dauer nicht bestehen könnten.
Von Claus TiggesEs kommt offenbar noch schlimmer: Die Verluste von Banken und anderen Finanzmarktakteuren aus dem Geschäft mit verbrieften Forderungen türmen sich immer höher auf. Das verheißt nichts Gutes, denn darunter leidet die Fähigkeit zur Vergabe neuer Darlehen. Gerade sie aber ist eine Voraussetzung zur Überwindung der globalen Rezession.
Für die Regierungen in Washington und anderswo heißt das wohl, dass sie noch mehr Steuerzahlergeld in die Hand nehmen müssen, um die Bilanzen von Schrott-Anleihen zu befreien und die Rekapitalisierung voranzubringen.
Verbriefte Forderungen sind nicht per se Teufelszeug
Vor einem Schluss sei gleichwohl gewarnt: Verbriefte Forderungen, Anleihen also, die mit Forderungen aus Hypotheken- und anderen Konsumentendarlehen abgesichert sind, seien per se Teufelszeug. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe, indem sie die Streuung von Risiken ermöglichen – vorausgesetzt, die Investoren können diese richtig einschätzen.
Der Staat kann hier Regeln so setzen, dass eine bessere Risikoeinschätzung möglich wird. Mindestens ebenso wichtig aber ist es, dass die Regierungen den Mut aufbringen, jene Banken untergehen zu lassen, die ohne staatliche Hilfe auf Dauer nicht bestehen könnten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.376,85 | −1,24% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2443 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 104,77 $ | −1,95% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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