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Flüchtlingskrise : Touristen stornieren Reisen auf griechische Inseln

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Ein syrischer Flüchtling schläft auf einer Bank auf der Insel Kos; Touristen spazieren vorbei. Das Bild entstand im vergangenen Frühjahr. In diesem Frühjahr haben viele Touristen wohl keine Lust mehr auf solche Szenen. Bild: dpa

Urlaub auf Samos oder Lesbos? Nein danke, sagen mittlerweile viele Menschen. Wegen der Flüchtlingskrise stornieren sie sogar schon gebuchte Reisen auf griechische Inseln. Und die dortige Tourismusbranche sorgt sich.

          Wegen der Flüchtlingskrise verzeichnet die griechische Tourismus-Branche einen starken Rückgang der Buchungen und einen Anstieg der Stornierungen schon gebuchter Reisen. Das berichtet am Samstag die Athener Tageszeitung „Kathimerini“.

          Vor allem die Inseln in der östlichen Ägäis, zu denen die Flüchtlinge von der Türkei aus übersetzen, seien betroffen, heißt es. So seien die Buchungen auf Lesbos im Vergleich zum Vorjahr um 90 Prozent eingebrochen; auf Samos betrage der Rückgang 40 Prozent. Auch hätten Fluggesellschaften schon erste Flugverbindungen gestrichen und Kreuzfahrtschiffe ihre Routen geändert.

          Der Tourismus trägt in Griechenland rund 25 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Sein Rückgang könnte das wirtschaftlich schwer angeschlagene Land noch weiter schwächen.

          Mehr als 25.000 Flüchtlinge und Migranten irren Medienberichten zufolge derzeit durch Griechenland. Trecks ziehen auf der Autobahn Athen-Thessaloniki Richtung Norden; in der Nacht zum Samstag schliefen dort viele im Freien. An der Grenze zu Mazedonien, die nunmehr vollständig geschlossen ist, harren den Angaben zufolge mittlerweile mehr als 5000 Menschen aus.

          Die Registrierzentren (Hotspots) und die Auffanglager des Landes seien nun überfüllt, berichtet der Fernsehsender Skai. So hielten sich auch viele Flüchtlinge und Migranten in Parks in Athen und an den Docks der Hafenstadt Piräus auf. Dort kam am Samstagmorgen eine Fähre mit 440 Menschen von den Inseln Lesbos und Chios an. Weitere Fähren mit Flüchtlingen liegen vorläufig in den Inselhäfen vertäut, um den Zustrom zum Festland zu mindern.

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