Der Reisekonzern TUI hat der Investmentbank Greenhill ein umfangreiches Beratungsmandat gegeben. Das hat ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch abend bestätigt. Der Beraterauftrag sei im Juli an Greenhill vergeben worden.
Die „Financial Times Deutschland“ berichtet in ihrer Donnerstagausgabe, die Bank habe ein so genanntes Verteidigungsmandat zur Abwehr einer feindlichen Übernahme erhalten. Zu ihren Aufgaben gehöre die Entwicklung einer übergreifenden Strategie, die den drohenden DAX-Rauswurf ebenso berücksichtige wie den geplanten Ausstieg des Großaktionärs WestLB und den Börsengang der Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd.
TUI legt Eckdaten ihres Halbjahresergebnisses nun schon am Donnerstag vormittag vor, nachdem Spekulationen über eine mögliche Übernahme des Touristikkonzerns aufgekommen waren. Genannt werden sollen am Donnerstag das Spartenergebnis EBTA und der Umsatz. Eigentlich war die Vorlage der Zahlen am 12. August vorgesehen. Die aktuellen Spekulationen und die negativen Auswirkungen auf den Aktienkurs haben den Vorstand allerdings veranlaßt, dem Markt zumindest die Kernzahlen so früh wie möglich zu nennen. Der vollständige Quartalsbericht soll aber nach wie vor am 12. August veröffentlicht werden. TUI selbst hatte bereits angekündigt, dass die Zahlen “gut“ ausfallen werden.