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Tourismus Tui-Aktie gerät in schwere See

10.08.2006 ·  Die Tui kämpft in der Schiffahrt mit hohen Kosten und hat deshalb ihre Gewinnprognose gesenkt. Die Integration der Reederei CP Ships macht dem Tourismuskonzern zu schaffen. Und jetzt auch noch neue Terrorängste: Die Aktie bricht ein.

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Der Tui-Konzern hat im zweiten Quartal einen Verlust in der Schiffahrt eingefahren und rechnet auch für die zweite Jahreshälfte in dieser Sparte mit Belastungen. Daher senkte Tui die Gewinnprognose für die Schiffahrt in diesem Jahr.

Die Schiffahrt mit den Reedereien Hapag-Lloyd und CP Ships machte den Angaben zufolge im zweiten Quartal einen Betriebsverlust (Ebita) von 41 Millionen Euro nach einem Gewinn im Vorjahreszeitraum von 91 Millionen Euro. Als Grund führte Tui neben den Integrationskosten für die zugekaufte Reederei CP Ships niedrige Frachtraten sowie hohe Kosten für Treibstoff und Lagerung an.

Die Tui-Aktie ist am Morgen eingebrochen. Das Papier sank an der Börse um fast sieben Prozent auf 14,49 Euro. Außer den massiven Problemen in der Schifffahrt dürften aber auch neue Terrorängste wirken: Die britische Polizei hat nach eigenen Angaben schwere Terroranschläge auf Passagierflugzeuge verhindert (siehe dazu: Scotland Yard vereitelt Terroranschläge).

Vorjahresergebnis wird voraussichtlich nicht erreicht

Während in der Touristiksparte nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal für 2006 unverändert mit einem Betriebsgewinn (Ebita) über dem Vorjahreswert von 365 Millionen Euro zu rechnen sei, werde in der Schiffahrt das aus Tui-Sicht hohe Vorjahresergebnis von 318 Millionen Euro wohl „bei weitem unterschritten“. Es könne aber davon ausgegangen werden, daß bei den derzeitigen externen Rahmenbedingungen im Segment Schiffahrt, trotz der hohen Integrationskosten noch ein positives Ergebnis erzielt werden kann.

Der Tui-Konzern werde das operative Vorjahresergebnis von 849 Millionen Euro voraussichtlich nicht erreichen, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte Tui keine Konzernprognose gegeben. Für die Schiffahrt hatte es bisher geheißen, es werde womöglich „schwierig, das hohe Ergebnis des Vorjahres wieder zu erreichen“.

Schlechter als erwartet

Analysten hatten zwar für das zweite Quartal mit Belastungen gerechnet, dennoch waren die Schätzungen deutlich positiver ausgefallen.

In der Touristik hingegen verbesserte Tui im zweiten Quartal das Ebita im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 30 Prozent auf 152 Millionen Euro. Das operative Konzernergebnis sank im zweiten Quartal infolge der Probleme bei den Reedereien auf 89 Millionen Euro von 204 Millionen im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf rund 150 Millionen Euro gerechnet.

Der Umsatz verbesserte sich im zweiten Quartal auf 5,3 Millionen Euro von 4,3 Millionen Euro. Darin ist der US-Stahlhandel nicht enthalten, dessen Verkauf im zweiten Quartal abgeschlossen werden sollte.

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Von Holger Steltzner

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