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Toll Collect Bund erwägt Trennung

 ·  Bundesverkehrsminister Ramsauer will das Mautsystem für Lastwagen neu ausschreiben. Das System funktioniert seit Jahren einwandfrei, dennoch ist das Ministerium aus vielen Gründen unzufrieden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (9)

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Gut das das Mautsystem nicht ausbaufaehig war...

... denn sonst haetten unsere raffgierigen Politiker schon laengst dem Auto auch ne Box verordnet. Jetzt wird des dann wohl bald kommen...

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Martin Schmitt

Warum keine Vignette?

Eine Vignette kostet ein paar Cent und braucht kein Strom und Weltraumtechnik. Mein alter Lehrer sagte immer, dass die einfachsten Lösungen die besten sind. Das System droht zusammenzubrechen und die Politiker versuchen ihre Posten zu retten.

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Ron Schmitz
Ron Schmitz (Ron777) - 15.02.2012 21:29 Uhr

Tollhaus Politik kommt zur Besinnung? Ich mag es kaum glauben...

Viele haben es seit langem geahnt, dass das ganze Mautsystem bislang eher eine verdeckte Industriesubvention für Daimler und Telecom war. Angeblich sollen ca. 500 Millionen jährlich in die Kassen der Unternehmen geflossen sein - für eine Dienstleistung, die man mittlerweile mit jedem GPS-Handy inklusiv entsprechender App anbieten könnte. Die vielen Kameras und Masten an deutschen Autobahnen sind schlicht sinnlos, schon damals gab es ein viel billigeres Sytem aus Österreich, das zudem problemlos kompatibel und erweiterungsfähig für Landstraßen gewesen wäre. Doch genau wie beim gescheiterten Polizeidigitalfunk und dem Bundeswehrsoftwaredesaster geht es der Politik selten um efektive Problemlösungskomponenten, vielfach aber um die Bedienung von kurzsichtigen Industrieinteressen usw. Noch mal ganz dumm gesagt: Ein versiegeltes GPS-Handy in jedem Laster kann problemlos dauerhaft geortet werden - damit ist die Route ohne Lücken nachvollziehbar und für Computer leicht auswert- /abrechenbar.

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Peter Meier
Peter Meier (pemei) - 15.02.2012 21:26 Uhr

Poker

Es ist sehr sicher davon auszugehen, dass die Vertragsparteien sich in erster Linie in Position für die Vertragsverhandlungen bringen. Der Bund sagt, "na also WIR können auch mit jedem anderen", Toll Collect sagt, "och naja, WIR wollen vielleicht garnicht". In Wirklichkeit ist aber ziemlich klar, dass beide sehr gut mit dem System leben können und es absurd wäre, ein funktionierendes System über den Haufen zu werfen. Das macht man, wenn Galileo und mobiles Internet flächendeckend funktioniert.

Das Problem der "an ihre Erweiterungsgrenze angelangten Boxen" darf man wohl getrost als Designfehler bezeichnen ! Es war für jeden absehbar, dass die Mautpflicht erweitert werden würde. Erst bzgl. Straßennetz, irgendwann auch bzgl. Fahrzeugarten (PKW...). Ich finde es auch schwer nachzuvollziehen, weil, vereinfacht gesagt, jedes Navi für 80 € vom Aldi das KOMPLETTE Straßennetz Europas kennt... Dieses Problem wird man aber sehr einfach lösen: Den Spediteuren wird der Kauf neuer Boxen aufgedrückt

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Gerold Keefer

Exportschlager ...

... und wieder eine Erfolgsprojekt der deutschen Großindustrie.

Die Tollcollect-Verträge sind übrigens seit zwei Jahren über Wikileaks einsehbar. Daimler und der Telekom wurden Rund 20% Umsatzanteil zugesichert ...

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Markus Schmidt

Sowas ähnliches wie eine Interventionsspirale.

Da LKW die Mautstrecken meiden, weitet man die Maut aus; das führt zu weiteren Ausweichreaktionen (usw.). - Daß man damals so ein Mautsystem einführte, kann ich mir nur mit heimlichen Überwachungsfunktionen und Zweitnutzungen erklären; vernünftig ist das System nicht. - Es ist durchaus sinnvoll, die Verkehrskosten zu erfassen und umzulegen. Aber dann möglichst markt-ähnlich. Es gibt Gas-, Wasser-, Strom- und viele andere Zähler; und eben auch km-Zähler (natürlich ähnlich gegen Manipulationen zu schützen). Der wesentliche, objektiv meßbare Nutzen sind die gefahrenen Meter! Diese Zahlen mit Fahrzeugtyp brauchen nur etwa jedes Jahr erfasst werden (TÜV, Vertragswerkstätten). Lediglich an den Grenzen ist eine Maut-ähnliche Erfassung noch nötig. Für die Umlage der Gelder auf Bund, Land und Gemeinden genügen neutrale Schätzungen. So einfach. - Die übliche Gefahr der politischen Manipulationen (z.B. Freistellungen für Polizei u.ä.) bleibt aber.

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harald schneider

11.2%

Bei 11,2% Gebühren für TollCollect von 100 Milionen bleiben 60 Millionen für den Staat. Und wo bitte bleiben die restlichen 29,8%?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.02.2012 19:44 Uhr
Markus Wurz
Markus Wurz (vhs43) - 15.02.2012 19:44 Uhr

Der Rest, nun ja...

Ein Teil geht sicher drauf für den Betrieb. Was übrigbleibt kriegen dann Wulffs und Co., siehe auch den Kommentar bzgl. hochgeheime Verträge.

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Werner Mayer

neue Verträge

mal sehen ob dann die neuen Verträge einsehbar sind. Die aktuellen dürfen ja nicht mal Bundestagsabgeordnete einsehen. Sie älteren FAZ Artikel.

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Jahrgang 1963, Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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