20.05.2012 · In dieser Woche erscheint das neue Buch des ehemaligen Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin. Darin legt er sich mit großen Teilen der politischen Szene an. Auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erhebt er schwere Vorwürfe gegen deutsche Politiker.
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Ich staune immer, wie viele Leute, und nach eigener Auskunft selbst
Fachleute, zwar erkennen, daß hier etwas unrund läuft - aber
nicht in der Lage sind, hinter den Spiegel zu greifen und aus den
Feststellungen die richtigen bzw. konsequenten Schlüsse zu ziehen.
Daß wir regiert werden von Menschen, die dumm seinen sollen, die
die hier obwaltenden Fehler nicht erkennen sollen, ist
gemeingefährlich naiv. Es steht ihnen spätestens der geballte
Sachverstand hochkarätigster Fachleute zur Verfügung (wem,
wenn nicht den Regierenden!) - und trotzdem fällen sie
Entscheidungen, die ins in der Summe in den Abgrund führen (ein
jeder möge, befreit von der verlogenen medialen Aufschwungsjubelei,
rückblicken, wie das Land vor 20 Jahren, und wie es heute da steht)
... wenn sie es nicht aus Mangel an Weisheit tun - warum wohl dann??
Ist, mit Schiller, Verstand wirklich nur bei so Wenigen??
tranparancy international für unsere Politik - hysterisches
VT-Geschrei hilft nur den Nutznießern der Umstände.
Es erstaunt mich in hohem Maße, wie viele Leute hier Thilo Sarrazins neues Buch preisen und den Autor geradezu zum Messias erheben. Dabei kann keiner der Apologeten das Werk gelesen haben. Andererseits wird denjenigen, die "Deutschland schafft sich ab" für ärgerlich bis überflüssig halten, regelmäßig vorgeworfen, sie hätten das Buch nicht einmal gelesen. Gelten für Lobpreisungen denn andere Maßstäbe?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 08:54 UhrWerter Herr Andrea,
Ihre, durch die Fragestellung deutlich gewordene Ablehnung Sarrazins
einmal außen vorgelassen, bedenken Sie bitte eines:
Die von Ihnen beanstandeten "Lobpreisungen" beziehen sich
nicht auf den Inhalt des Buches, sondern auf den Tenor; auf die
Tatsache, dass überhaupt jemand wagt, gegen den Mainstream der
€urokraten aufzutreten. Eine Handlung, die in einer freiheitlichen
Demokratie ein ganz normaler, gewöhnlicher Vorgang sein und
erheblich weniger Beachtung finden sollte!
Die Verteufelung seines Bestsellers "Deutschland schafft sich
ab" fand ebenfalls statt, bevor es veröffentlicht wurde. Hier
wurde jedoch auf den (nur teilweise vorveröffentlichten) Inhalt
eingegangen und dieser, sowie das Buch, ohne genaue Kenntniss, auf
höchster medialer Ebene geradezu zerrissen,z.B. durch die
Kanzlerin.
Da nach den Regeln der political correctness nun auch alle
Betroffenheitsbeauftragte miteinsprangen, wurde diese Kritik bald von
allen Mainstream-Medien übernommen.
Und DAS macht den Unterschied
Kassandra Sarrazin und Kavalleriehauptmann Steinbrück
Ein ungleiches Paar, das Jauch da vor den Karren der Quote spannte. Dass der eloquente Schnellformulierer Steinbrück die Oberhand behalten würde über die etwas mühsame Rhetorik Sarrazins, war offenbar die Erwartung. Die wurde aber bitter enttäuscht. So blieb zuletzt der Eindruck, dass gegen die Gründe Sarrazins nichts weiter aufzubringen war als heiße Luft. Erst Steinbrücks Hilflosigkeit hat mir vor Augen geführt, wie ernst die Lage wirklich ist, und da werde ich wohl nicht der einzige sein.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 21:14 UhrIch glaube nicht,dass es um Hilflosigkeit geht
sondern darum,im gleichgeschalteten Marschtritt unliebsame Meinungen
wegzubügeln.Peer
Steinbrück hat formuliert, was die Menschen hören wollten,
Thilo Sarrazin hat das formuliert,
was er wirklich denkt. Im übrigen bin ich der Auffassung, dass Peer
Steinbrück auch wider seiner wirklichen(und er ist ein kluger
Ökonom) Meinung für die politisch korrekte Kaste in die
Bütt gegangen ist.Bereits gestern habe ich von Thilo Sarrazin
gefordert, historische Analogien
mit größter Sorgfalt zu wählen, um in der Tat nicht den
Eindruck zu erwecken, Auflagen zu steigern, auch um den Preis des "Zündelns":
wird er Recht haben.
Untermauert wird meine Einschätzung dann auch noch von
Schäubles Reaktion.
Schäuble: „Himmelschreiender Blödsinn“ Klingt wie das Wiff-Wiff eines getroffenen Schoßhündchens
von Mutti M.
Das deutsche bauernschlaue WeisheitsSprichwort "Man sollte nicht
von sich auf Andere
schließen" gehört wohl nicht zum Bildungsstand des
BundesfinanzM Schäuble.
Der Sarrazin in der „Bild am Sonntag“ vorwarf : „Seine
Methode, so zu tun, als ob es Denk- oder Sprechverbote in Deutschland zu
bestimmten Themen gibt, gegen die er dann verstößt, hat etwas
sehr Kalkulierendes. Und ist dann auch noch unsinnig.“
...gegolten, in der Sarrazin das Thema Integration behandelt habe.
„Entweder redet + schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen
himmelschreienden Blödsinn, oder er macht es mit einem
verachtenswerten Kalkül“, so Schäuble.
Als würde er mit diesem "himmelschreienden Blödsinn"
von sich auf Andere, hier Sarrazin
schließen.
Um seinen himmelschreienden VerTeufelungs-Kreis um Sarrazin zu
schließen.
Um ihn als hexerischen Ketzer gegen die EURO-Bibel auf dem
Scheiterhaufen am
EURO-Markt-Pranger samt Anti-EURO-Fibel zur Anheizung des EURO zu
verbrennen.
Sarrazin gründet eine Partei , bis 2013 haben die Schwarz ROT Grün Politprofis Deutschland gegen die Wand Gefahren eine Inflation von 5 - 10 % hat sich etabliert und immer noch Predigen die Politiker ALLES WIRD GUT aber ein Bischen Büssen müsst ihr schon für unsere vergangenheit . Da brauchts nicht viel Phantasie um eine Prognose zu erstellen .
Wenn die Gazetten und Talkshows Thilo Sarrazin nicht so viel Aufmerksamkeit entgegenbringen würden,
wäre zumindest das letzte Buch nicht derartig häufig vekauft
worden. Darüberhinaus ist Thilo Sarrazin ein kluger Mann, der
weiß, welche Sonate er wann spielen muß. Rethorisch begrenzt
und zahlenverliebt war sein letztes Buch für einen
Nicht-Ökonomen ganz schwere Kost. Selbst mir als Ökonom ist es
nicht gelungen, Deutschland schafft sich ab,vollständig"durchzuarbeiten".
Weiterhin glaube ich, dass die meisten Menschen,die sich über sein
letztes Buch aufgeregt und schwadroniert haben, selbiges nicht gelesen
haben. Im Falle seines neuen Werkes wird es nicht anders sein.Ich bin
der tiefsten Überzeugung, dass in unserer mittlerweile in einer
Konsenssauce wabernden Demokratie, unbequeme Rufer erhalten bleiben
müssen, denn Demokratie lebt vom friedlichen und kultivierten
Meinungsstreit.Der Aufschrei einiger Repräsentanten unserer
Politkaste(insbesondere bei unseren Frageonkels- und demnächst
tanten) beweist dies. Thilo Sarrazin sollte aber bei seinen historischen
Analogien vorsichtiger sein.
Er sagt, was nach etwas logischem Nachdenken unabweisbar ist, und wird
genau deshalb von der politischen Klasse mit Haß verfolgt.
Dieser resultiert aus dem Unvermögen, ihn mit sachlichen Argumenten
zu widerlegen.
In ihrer verzweifelten Wehrlosigkeit kann unsere "Elite" nur
noch zur dicken Keule greifen.
Natürlich ist Sarrazin weder ein allwissender Guru noch ein
Heiliger. Aber sein Mut macht Hoffnung.
Leider gibt es noch keine wirklich glaubwürdige und wählbare
politische Alternative zum gegenwärtigen EU/Euro-Kartell der
etablierten Parteien.
Aber wo Nachfrage existiert, müßte irgendwann ein Angebot entstehen.
dass in der deutschen Politik niemand sich in der Lage fühlt, diese
Thesen, die eigentlich größte Zustimmung unter dem Wahlvolk
hätten/haben, in Worte zu fassen, gescheige denn durch zu setzen.
Es braucht einen ehemaligen Vorstand der Bundesbank, der den Mut hat,
die Wahrheit zu äußern...
Himmerschreiender Blödsinn sagt Schäuble
und hat wie leider oft selbst keine Ahnung. Herr Sarrazin mag zwar ein rechter Provokateur zu sein, aber Euro hat er bereits 1997 mit seinem Buch "Der Euro: Chance oder Abenteuer?" beschrieben. In Sachen Finanzen(aber auch nur Finanzen) traue ich ihm mehr zu als Herrn Schäuble.
Steinbrück hat sich bei Jauch vor allem durch zwei sehr
unsymphatisch machende,unschöne Eigenschaften ausgezeichnet :
Arroganz und Häme!
.
Herr Sarrazin blieb äußerst höflich bei den
unabstreitbaren Fakten ,Zahlen udn Tatsachen .Als Steinbrück
merkte,daß er gegen die Zahlen und Fakten nicht ankommen kann
-weil jene eben nicht manipulierbar sind- wich er auf die immer wieder
gern genommene,im Kern aber doch recht schwammige Taktik aus :
"Europa sei doch viel mehr als nur eine Währungsgemeinschaft".
.
Da nun Jenes ein Allgemeinplatz größter Güte ist ,
.
welcher aber ganz einfach und erfolgreich mit dem Hinweis gekontert
werden kann,
.
daß Europa als "EG" schon 50 Jahre lang ohne den TEuro
funktionierte -und dies weitaus erfolgreicher als die EU es jemals
können wird
.
und Herr Sarrazin diesen Kontor erfolgreich spielte,
.
vermochte Steinbrück nichts weiter,als Herr Sarrazin mit
"bullshit" und "Blödsinn" niederzukreischen.
.
Wenn das "unser" zukünftiger Kanzler wäre,dann :
Gute Nacht !
110 % Richtig
Steinbrück hat auf der ganze Linie entäuscht. Retorisch besser zu sein bedeutet noch lange nicht das die Argumenten besser sind. Arroganz und Häme sind aber nicht seit Heute Merkmalen Steinbrückes Benehmen. Unsere Politkaste ist aber mittlerweile Demut und Rücksicht komplett abhanden gekommen. Wo ist der Volksvertreter mit idealen und Visionen, Diplomatie und Rücksicht, der mit Durchsetzungskraft die völkische Zielen verfolgt und umsetzt?? Heute enscheiden nur noch einigen Wenigen, siehe Rettungspaket für den Euro.
Schäubles verbale Entgleisungen bestätigen genau das, was er bei Sarrazin anprangert: Dass nämlich unerwünschte Einsichten, mögen sie begründet sein oder nicht, nicht ausgesprochen werden dürfen, und wenn doch, werden sie verächtlich gemacht. Wer auf die nicht genehme Meinung mit Beschimpfung reagiert, zeigt nur, dass ihm brauchbare Argumente fehlen. Dass der jüngste Karlspreisträger zu solchen Ausdrücken greift, lässt an seinem Charakter zweifeln.
Sarrazins behauptung lässt sich einfach prüfen
Man schaue wie es den Ländern ging bevor der Euro da war und was
jetzt alles passiert(inkl. Spannungen zwischen den Ländern) ,das es
in den Jahren vor der EU nicht gab-vor allem nicht in dieser Häufung.
Damals wäre Griechenland Bankrott gegangen,hätte mehr Hilfe
von der EU bekommen selbst wenn diese nur 30% der jetzigen betragen
hätten weil die Gelder nicht zu 80% an die Banken geflossen wären.
Es gibt übrigens einen einfachen Trick die Täuschungen u
Lügen zu durchschauen:
Wenn die Politiker ihnen erzählen wie toll und alternativlos etwas
ist(EU,Euro,ESM) dann können sie alles drauf verwetten dass es sich
um ein trojanisches Pferd handelt bei dem der Bürger zahlt und der
Banker lacht.
Wenn die Politiker einen auf empört
machen(Sarrazin,Timoschenko,Iran,Syrien)-dann können sie dafür
dass sie vom wahren und vor allem gesamten Sachverhalt nur ablenken
wollen und sich nur gezielt auf kleinigkeiten Einschiessen.
Merke:Für die Wahrheit und das Gute muss man keine Werbung machen.
Man mag zu Sarrazin stehen wie man will,
aber der Mann stellt in jedem Fall Thesen in den Raum, an denen sich
gesunde und vor allem notwendige Diskussionen entzünden
könnten. Könnten!
Leider gehen die sinnvollen Gespräche immer unter im
sprichwörtlichen Bellen der getroffenen Hunde...
Nicht die Griechen oder der Euro ist das Problem - Deutschland ist es
Der eine oder andere wird sich sicherlich noch an die Zeit erinnern, als es auch in der Euro-Zone Wechselkurse gab. Die Griechen, Spanier, Italiener haben alle paar Jahre mal fleißig abgewertet, und dann hat das System wieder funktioniert. Das Problem ist doch, dass Produktivitätsungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone nicht mehr durch den Wechselkurs ausballanciert werden können. So hat Deutschland mit seiner Produktivität einen Vorteil gegenüber den PIIGS, und wenn die PIIGS nicht dem deutschen Beispiel der kleinen Lohnabschlüsse und der geringen Inflation folgen, dann wird die Lücke immer größer. Und jetzt mal ehrlich: Wie wahrscheinlich ist es, dass die "Südländer" (weitestgehend) ihre Mentalität ändern? Im Grunde genommen müsste Deutschland den Euro verlassen, dann würde das System Euro auch funktioniern. Aber das will wohl auch keiner so richtig...
fühle ich mich wieder in die DDR versetzt: wenn etwas
totgeschwiegen wurde, der Überbringer der Nachricht in Bausch und
Bogen verdammt oder in den DDR-Medien Dinge reflektiert wurden, die da
aber gar nicht in den Nachrichten vorkamen, wurde man erst recht
hellhörig. Bestes Beispiel war das sowjetische Uboot, das vor
Schwedens Küste auf Grund lief. Da wurde erste reagiert, als es gar
nicht anders ging und dann wurde - natürlich - von böser
westlicher Propaganda gesporchen.
Und so ist es auch jetzt. Traurig, dass man das zwei Jahrzehnte nach dem
Mauerfall so erleben muss...
Warum musste man das Recht auf nationale Selbstbestimmung, Herr Scheffler,
das jedem Volk frei zusteht, dann auch noch zusätzlich abkaufen?
Die Sowjetunion und die USA standen der Sache zustimmend, die
DDR-Deutschen wollten die Wiedervereinigung. Und was hätten die
Briten und Franzosen dann gemacht, auf die Leute, die auf die Mauer
kletterten, geschossen?
Mit bischen mehr Selbstbewusstsein und -vertrauen hätte man auch
ohne EURO etc. die Einheit in dieser Zeit erreicht. Das
größte Problem sind und waren nicht diese beiden Länder,
sondern die "um die Gnade des späteren Geburts"
gezeichnete politische Elite der BRD, die auf Teufel kommt raus
"unumkehrbaren Europäer" sein wollten und alles, einfach
alles dafür zu geben bereit waren. Aber im Prinzip auch heute so sind.
Na, wenn das nicht wieder mal eine Kaufempfehlung ist!
Aber ich wette, ich muss auch diesem Buch wieder bis zur 13. Ausgabe
hinterherhecheln. Nur verstehe ich nicht, warum der Bürger noch die
Einheitsfront aus CDUSPDGRÜNEFDP wählt. In NRW haben die
eurokritischen Parteien so um die 1% erhalten.
Und Herr Kellner, Ihre Kritik an Kohl ist nur halbberechtigt: Kohl hat
unseren Freunden in FR und GB mit dem Euro die Einheit abgekauft. Um DAS
nicht diskutieren zu müssen, hat Steinbrück die Diskussion
auch abgebogen.
Was jetzt passiert, haben Schröder/Steinbrück/Trittin und
Merkel/Schäuble/Westerwelle zu verantworten.
Herr Schäuble spricht im Fall Sarrazin von "himmelschreiendem Blödsinn" und "Verachtenswerter
Absicht". Allerdings beschreibt das, meiner Meinung nach, wirklich auf den Punkt getroffen das Handeln von Herr Schäuble und Frau Merkel. Einfach zutiefst verachtenswert. Es zerstört nicht nur die deutsche Gesellschaft, sondern schafft, ich betone schafft, neue Zwietracht zwischen nahezu allen europäischen Gesellschaften. Es sind die exakt gleichen Abläufe wie einst, und es sollte doch nie wieder kommen.
um die Etablierten und die selbst ernannten "Anständigen"
aus Politik und Presse aufzuscheuchen und vor Schmerz aufheulen zu
lassen.
Keine seiner zentralen Thesen seines neuen Buches scheint für
Interessierte neu zu sein. Schachtschneider, Hankel, Henkel, Sinn usw.
usw. haben im Kern das gleiche festgestellt und auch einige Bücher
geschrieben. Aber wenn Sarrazin es sagt, bricht eine unglaubliche
peinliche Hysterie los und die gesamte verlogene Nomenklatura
gießt allen Dreck, der sich finden läßt auf ihn. Vgl.
z.B. die unsägliche Verunglimpfung Sarrazins von Mely Kiyak in der
Berliner Zeitung. Da frage ich mich, auf welches Niveau Presse und
Journalisten noch hinabsinken können.
Aber es gibt viele und es werden immer mehr, die dieses
widerwärtige Spiel durchschauen.
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