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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Thilo Sarrazin „Europa könnte auch ganz gut ohne den Euro leben“

 ·  In dieser Woche erscheint das neue Buch des ehemaligen Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin. Darin legt er sich mit großen Teilen der politischen Szene an. Auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erhebt er schwere Vorwürfe gegen deutsche Politiker.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (102)

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Volker Camphausen

Staunen

Ich staune immer, wie viele Leute, und nach eigener Auskunft selbst Fachleute, zwar erkennen, daß hier etwas unrund läuft - aber nicht in der Lage sind, hinter den Spiegel zu greifen und aus den Feststellungen die richtigen bzw. konsequenten Schlüsse zu ziehen.

Daß wir regiert werden von Menschen, die dumm seinen sollen, die die hier obwaltenden Fehler nicht erkennen sollen, ist gemeingefährlich naiv. Es steht ihnen spätestens der geballte Sachverstand hochkarätigster Fachleute zur Verfügung (wem, wenn nicht den Regierenden!) - und trotzdem fällen sie Entscheidungen, die ins in der Summe in den Abgrund führen (ein jeder möge, befreit von der verlogenen medialen Aufschwungsjubelei, rückblicken, wie das Land vor 20 Jahren, und wie es heute da steht) ... wenn sie es nicht aus Mangel an Weisheit tun - warum wohl dann??
Ist, mit Schiller, Verstand wirklich nur bei so Wenigen??
tranparancy international für unsere Politik - hysterisches VT-Geschrei hilft nur den Nutznießern der Umstände.

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Nico Andrea
Nico Andrea (NicAnd) - 22.05.2012 17:25 Uhr

Wahrsager...

Es erstaunt mich in hohem Maße, wie viele Leute hier Thilo Sarrazins neues Buch preisen und den Autor geradezu zum Messias erheben. Dabei kann keiner der Apologeten das Werk gelesen haben. Andererseits wird denjenigen, die "Deutschland schafft sich ab" für ärgerlich bis überflüssig halten, regelmäßig vorgeworfen, sie hätten das Buch nicht einmal gelesen. Gelten für Lobpreisungen denn andere Maßstäbe?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.05.2012 08:54 Uhr
Bertram von Steuben

Werter Herr Andrea,

Ihre, durch die Fragestellung deutlich gewordene Ablehnung Sarrazins einmal außen vorgelassen, bedenken Sie bitte eines:
Die von Ihnen beanstandeten "Lobpreisungen" beziehen sich nicht auf den Inhalt des Buches, sondern auf den Tenor; auf die Tatsache, dass überhaupt jemand wagt, gegen den Mainstream der €urokraten aufzutreten. Eine Handlung, die in einer freiheitlichen Demokratie ein ganz normaler, gewöhnlicher Vorgang sein und erheblich weniger Beachtung finden sollte!
Die Verteufelung seines Bestsellers "Deutschland schafft sich ab" fand ebenfalls statt, bevor es veröffentlicht wurde. Hier wurde jedoch auf den (nur teilweise vorveröffentlichten) Inhalt eingegangen und dieser, sowie das Buch, ohne genaue Kenntniss, auf höchster medialer Ebene geradezu zerrissen,z.B. durch die Kanzlerin.
Da nach den Regeln der political correctness nun auch alle Betroffenheitsbeauftragte miteinsprangen, wurde diese Kritik bald von allen Mainstream-Medien übernommen.
Und DAS macht den Unterschied

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Johann Horn
Johann Horn (Annaeus) - 22.05.2012 12:09 Uhr

Kassandra Sarrazin und Kavalleriehauptmann Steinbrück

Ein ungleiches Paar, das Jauch da vor den Karren der Quote spannte. Dass der eloquente Schnellformulierer Steinbrück die Oberhand behalten würde über die etwas mühsame Rhetorik Sarrazins, war offenbar die Erwartung. Die wurde aber bitter enttäuscht. So blieb zuletzt der Eindruck, dass gegen die Gründe Sarrazins nichts weiter aufzubringen war als heiße Luft. Erst Steinbrücks Hilflosigkeit hat mir vor Augen geführt, wie ernst die Lage wirklich ist, und da werde ich wohl nicht der einzige sein.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 21:14 Uhr
Joachim Kampen
Joachim Kampen (alfajoe) - 22.05.2012 21:14 Uhr

Ich glaube nicht,dass es um Hilflosigkeit geht

sondern darum,im gleichgeschalteten Marschtritt unliebsame Meinungen wegzubügeln.Peer
Steinbrück hat formuliert, was die Menschen hören wollten, Thilo Sarrazin hat das formuliert,
was er wirklich denkt. Im übrigen bin ich der Auffassung, dass Peer Steinbrück auch wider seiner wirklichen(und er ist ein kluger Ökonom) Meinung für die politisch korrekte Kaste in die
Bütt gegangen ist.Bereits gestern habe ich von Thilo Sarrazin gefordert, historische Analogien
mit größter Sorgfalt zu wählen, um in der Tat nicht den Eindruck zu erwecken, Auflagen zu steigern, auch um den Preis des "Zündelns":

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Bertram von Steuben

Und wieder(!)...

wird er Recht haben.
Untermauert wird meine Einschätzung dann auch noch von Schäubles Reaktion.

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Michael  Balser

Schäuble: „Himmelschreiender Blödsinn“ Klingt wie das Wiff-Wiff eines getroffenen Schoßhündchens

von Mutti M.

Das deutsche bauernschlaue WeisheitsSprichwort "Man sollte nicht von sich auf Andere
schließen" gehört wohl nicht zum Bildungsstand des BundesfinanzM Schäuble.
Der Sarrazin in der „Bild am Sonntag“ vorwarf : „Seine Methode, so zu tun, als ob es Denk- oder Sprechverbote in Deutschland zu bestimmten Themen gibt, gegen die er dann verstößt, hat etwas sehr Kalkulierendes. Und ist dann auch noch unsinnig.“ ...gegolten, in der Sarrazin das Thema Integration behandelt habe. „Entweder redet + schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen himmelschreienden Blödsinn, oder er macht es mit einem verachtenswerten Kalkül“, so Schäuble.

Als würde er mit diesem "himmelschreienden Blödsinn" von sich auf Andere, hier Sarrazin
schließen.

Um seinen himmelschreienden VerTeufelungs-Kreis um Sarrazin zu schließen.

Um ihn als hexerischen Ketzer gegen die EURO-Bibel auf dem Scheiterhaufen am
EURO-Markt-Pranger samt Anti-EURO-Fibel zur Anheizung des EURO zu verbrennen.

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heinz herzing
heinz herzing (heinz48) - 21.05.2012 23:44 Uhr

Man stelle sich vor

Sarrazin gründet eine Partei , bis 2013 haben die Schwarz ROT Grün Politprofis Deutschland gegen die Wand Gefahren eine Inflation von 5 - 10 % hat sich etabliert und immer noch Predigen die Politiker ALLES WIRD GUT aber ein Bischen Büssen müsst ihr schon für unsere vergangenheit . Da brauchts nicht viel Phantasie um eine Prognose zu erstellen .

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Joachim Kampen
Joachim Kampen (alfajoe) - 21.05.2012 21:46 Uhr

Wenn die Gazetten und Talkshows Thilo Sarrazin nicht so viel Aufmerksamkeit entgegenbringen würden,

wäre zumindest das letzte Buch nicht derartig häufig vekauft worden. Darüberhinaus ist Thilo Sarrazin ein kluger Mann, der weiß, welche Sonate er wann spielen muß. Rethorisch begrenzt und zahlenverliebt war sein letztes Buch für einen Nicht-Ökonomen ganz schwere Kost. Selbst mir als Ökonom ist es nicht gelungen, Deutschland schafft sich ab,vollständig"durchzuarbeiten".
Weiterhin glaube ich, dass die meisten Menschen,die sich über sein letztes Buch aufgeregt und schwadroniert haben, selbiges nicht gelesen haben. Im Falle seines neuen Werkes wird es nicht anders sein.Ich bin der tiefsten Überzeugung, dass in unserer mittlerweile in einer Konsenssauce wabernden Demokratie, unbequeme Rufer erhalten bleiben müssen, denn Demokratie lebt vom friedlichen und kultivierten Meinungsstreit.Der Aufschrei einiger Repräsentanten unserer Politkaste(insbesondere bei unseren Frageonkels- und demnächst tanten) beweist dies. Thilo Sarrazin sollte aber bei seinen historischen Analogien vorsichtiger sein.

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Wolfgang Richter

Mut weckt Haß

Er sagt, was nach etwas logischem Nachdenken unabweisbar ist, und wird genau deshalb von der politischen Klasse mit Haß verfolgt.
Dieser resultiert aus dem Unvermögen, ihn mit sachlichen Argumenten zu widerlegen.
In ihrer verzweifelten Wehrlosigkeit kann unsere "Elite" nur noch zur dicken Keule greifen.
Natürlich ist Sarrazin weder ein allwissender Guru noch ein Heiliger. Aber sein Mut macht Hoffnung.
Leider gibt es noch keine wirklich glaubwürdige und wählbare politische Alternative zum gegenwärtigen EU/Euro-Kartell der etablierten Parteien.
Aber wo Nachfrage existiert, müßte irgendwann ein Angebot entstehen.

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Dmitry Calvin
Dmitry Calvin (DZ21) - 21.05.2012 16:28 Uhr

Das traurige ist doch, ....

dass in der deutschen Politik niemand sich in der Lage fühlt, diese Thesen, die eigentlich größte Zustimmung unter dem Wahlvolk hätten/haben, in Worte zu fassen, gescheige denn durch zu setzen.

Es braucht einen ehemaligen Vorstand der Bundesbank, der den Mut hat, die Wahrheit zu äußern...

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Roman Wagner
Johny Bravo (JoBravo) - 21.05.2012 15:05 Uhr

Himmerschreiender Blödsinn sagt Schäuble

und hat wie leider oft selbst keine Ahnung. Herr Sarrazin mag zwar ein rechter Provokateur zu sein, aber Euro hat er bereits 1997 mit seinem Buch "Der Euro: Chance oder Abenteuer?" beschrieben. In Sachen Finanzen(aber auch nur Finanzen) traue ich ihm mehr zu als Herrn Schäuble.

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Markus Teuber

Häme und Arroganz

Steinbrück hat sich bei Jauch vor allem durch zwei sehr unsymphatisch machende,unschöne Eigenschaften ausgezeichnet : Arroganz und Häme!
.
Herr Sarrazin blieb äußerst höflich bei den unabstreitbaren Fakten ,Zahlen udn Tatsachen .Als Steinbrück merkte,daß er gegen die Zahlen und Fakten nicht ankommen kann -weil jene eben nicht manipulierbar sind- wich er auf die immer wieder gern genommene,im Kern aber doch recht schwammige Taktik aus : "Europa sei doch viel mehr als nur eine Währungsgemeinschaft".
.
Da nun Jenes ein Allgemeinplatz größter Güte ist ,
.
welcher aber ganz einfach und erfolgreich mit dem Hinweis gekontert werden kann,
.
daß Europa als "EG" schon 50 Jahre lang ohne den TEuro funktionierte -und dies weitaus erfolgreicher als die EU es jemals können wird
.
und Herr Sarrazin diesen Kontor erfolgreich spielte,
.
vermochte Steinbrück nichts weiter,als Herr Sarrazin mit "bullshit" und "Blödsinn" niederzukreischen.
.
Wenn das "unser" zukünftiger Kanzler wäre,dann : Gute Nacht !

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.05.2012 09:56 Uhr
walter Schmitt

110 % Richtig

Steinbrück hat auf der ganze Linie entäuscht. Retorisch besser zu sein bedeutet noch lange nicht das die Argumenten besser sind. Arroganz und Häme sind aber nicht seit Heute Merkmalen Steinbrückes Benehmen. Unsere Politkaste ist aber mittlerweile Demut und Rücksicht komplett abhanden gekommen. Wo ist der Volksvertreter mit idealen und Visionen, Diplomatie und Rücksicht, der mit Durchsetzungskraft die völkische Zielen verfolgt und umsetzt?? Heute enscheiden nur noch einigen Wenigen, siehe Rettungspaket für den Euro.

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Johann Horn
Johann Horn (Annaeus) - 21.05.2012 14:40 Uhr

Verräterische Worte

Schäubles verbale Entgleisungen bestätigen genau das, was er bei Sarrazin anprangert: Dass nämlich unerwünschte Einsichten, mögen sie begründet sein oder nicht, nicht ausgesprochen werden dürfen, und wenn doch, werden sie verächtlich gemacht. Wer auf die nicht genehme Meinung mit Beschimpfung reagiert, zeigt nur, dass ihm brauchbare Argumente fehlen. Dass der jüngste Karlspreisträger zu solchen Ausdrücken greift, lässt an seinem Charakter zweifeln.

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 21.05.2012 14:25 Uhr

Sarrazins behauptung lässt sich einfach prüfen

Man schaue wie es den Ländern ging bevor der Euro da war und was jetzt alles passiert(inkl. Spannungen zwischen den Ländern) ,das es in den Jahren vor der EU nicht gab-vor allem nicht in dieser Häufung.
Damals wäre Griechenland Bankrott gegangen,hätte mehr Hilfe von der EU bekommen selbst wenn diese nur 30% der jetzigen betragen hätten weil die Gelder nicht zu 80% an die Banken geflossen wären.

Es gibt übrigens einen einfachen Trick die Täuschungen u Lügen zu durchschauen:
Wenn die Politiker ihnen erzählen wie toll und alternativlos etwas ist(EU,Euro,ESM) dann können sie alles drauf verwetten dass es sich um ein trojanisches Pferd handelt bei dem der Bürger zahlt und der Banker lacht.
Wenn die Politiker einen auf empört machen(Sarrazin,Timoschenko,Iran,Syrien)-dann können sie dafür dass sie vom wahren und vor allem gesamten Sachverhalt nur ablenken wollen und sich nur gezielt auf kleinigkeiten Einschiessen.
Merke:Für die Wahrheit und das Gute muss man keine Werbung machen.

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George Rauscher

Man mag zu Sarrazin stehen wie man will,

aber der Mann stellt in jedem Fall Thesen in den Raum, an denen sich gesunde und vor allem notwendige Diskussionen entzünden könnten. Könnten!
Leider gehen die sinnvollen Gespräche immer unter im sprichwörtlichen Bellen der getroffenen Hunde...

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Marc Rohde
Marc Rohde (marcrohde) - 21.05.2012 13:21 Uhr

Nicht die Griechen oder der Euro ist das Problem - Deutschland ist es

Der eine oder andere wird sich sicherlich noch an die Zeit erinnern, als es auch in der Euro-Zone Wechselkurse gab. Die Griechen, Spanier, Italiener haben alle paar Jahre mal fleißig abgewertet, und dann hat das System wieder funktioniert. Das Problem ist doch, dass Produktivitätsungleichgewichte innerhalb der Euro-Zone nicht mehr durch den Wechselkurs ausballanciert werden können. So hat Deutschland mit seiner Produktivität einen Vorteil gegenüber den PIIGS, und wenn die PIIGS nicht dem deutschen Beispiel der kleinen Lohnabschlüsse und der geringen Inflation folgen, dann wird die Lücke immer größer. Und jetzt mal ehrlich: Wie wahrscheinlich ist es, dass die "Südländer" (weitestgehend) ihre Mentalität ändern? Im Grunde genommen müsste Deutschland den Euro verlassen, dann würde das System Euro auch funktioniern. Aber das will wohl auch keiner so richtig...

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Michael Scheffler

Nach kürzerem Nachdenken

fühle ich mich wieder in die DDR versetzt: wenn etwas totgeschwiegen wurde, der Überbringer der Nachricht in Bausch und Bogen verdammt oder in den DDR-Medien Dinge reflektiert wurden, die da aber gar nicht in den Nachrichten vorkamen, wurde man erst recht hellhörig. Bestes Beispiel war das sowjetische Uboot, das vor Schwedens Küste auf Grund lief. Da wurde erste reagiert, als es gar nicht anders ging und dann wurde - natürlich - von böser westlicher Propaganda gesporchen.

Und so ist es auch jetzt. Traurig, dass man das zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall so erleben muss...

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Viktor Krieger

Warum musste man das Recht auf nationale Selbstbestimmung, Herr Scheffler,

das jedem Volk frei zusteht, dann auch noch zusätzlich abkaufen? Die Sowjetunion und die USA standen der Sache zustimmend, die DDR-Deutschen wollten die Wiedervereinigung. Und was hätten die Briten und Franzosen dann gemacht, auf die Leute, die auf die Mauer kletterten, geschossen?

Mit bischen mehr Selbstbewusstsein und -vertrauen hätte man auch ohne EURO etc. die Einheit in dieser Zeit erreicht. Das größte Problem sind und waren nicht diese beiden Länder, sondern die "um die Gnade des späteren Geburts" gezeichnete politische Elite der BRD, die auf Teufel kommt raus "unumkehrbaren Europäer" sein wollten und alles, einfach alles dafür zu geben bereit waren. Aber im Prinzip auch heute so sind.

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Michael Scheffler

Na, wenn das nicht wieder mal eine Kaufempfehlung ist!

Aber ich wette, ich muss auch diesem Buch wieder bis zur 13. Ausgabe hinterherhecheln. Nur verstehe ich nicht, warum der Bürger noch die Einheitsfront aus CDUSPDGRÜNEFDP wählt. In NRW haben die eurokritischen Parteien so um die 1% erhalten.
Und Herr Kellner, Ihre Kritik an Kohl ist nur halbberechtigt: Kohl hat unseren Freunden in FR und GB mit dem Euro die Einheit abgekauft. Um DAS nicht diskutieren zu müssen, hat Steinbrück die Diskussion auch abgebogen.

Was jetzt passiert, haben Schröder/Steinbrück/Trittin und Merkel/Schäuble/Westerwelle zu verantworten.

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bernd stegmann

Herr Schäuble spricht im Fall Sarrazin von "himmelschreiendem Blödsinn" und "Verachtenswerter

Absicht". Allerdings beschreibt das, meiner Meinung nach, wirklich auf den Punkt getroffen das Handeln von Herr Schäuble und Frau Merkel. Einfach zutiefst verachtenswert. Es zerstört nicht nur die deutsche Gesellschaft, sondern schafft, ich betone schafft, neue Zwietracht zwischen nahezu allen europäischen Gesellschaften. Es sind die exakt gleichen Abläufe wie einst, und es sollte doch nie wieder kommen.

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Irma Horst

Es braucht Sarrazin

um die Etablierten und die selbst ernannten "Anständigen" aus Politik und Presse aufzuscheuchen und vor Schmerz aufheulen zu lassen.
Keine seiner zentralen Thesen seines neuen Buches scheint für Interessierte neu zu sein. Schachtschneider, Hankel, Henkel, Sinn usw. usw. haben im Kern das gleiche festgestellt und auch einige Bücher geschrieben. Aber wenn Sarrazin es sagt, bricht eine unglaubliche peinliche Hysterie los und die gesamte verlogene Nomenklatura gießt allen Dreck, der sich finden läßt auf ihn. Vgl. z.B. die unsägliche Verunglimpfung Sarrazins von Mely Kiyak in der Berliner Zeitung. Da frage ich mich, auf welches Niveau Presse und Journalisten noch hinabsinken können.
Aber es gibt viele und es werden immer mehr, die dieses widerwärtige Spiel durchschauen.

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Der Staat schafft keine Suchmaschine

Von Carsten Knop

Soll eine deutsche Suchmaschine mit Hilfe von Subventionen entstehen? So würde nur Geld verschwendet. Der Machtkampf am Markt wird es regeln. Und Deutschland darf die Innovation nicht mehr als Bedrohung empfinden. Mehr 6 6


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