Home
http://www.faz.net/-gqe-6x87d
Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Thilo Sarrazin „Der Länderfinanzausgleich war ein Fehler“

 ·  Thilo Sarrazin lehnt den Vorschlag ab, Berlin nicht mehr über den Länderfinanzausgleich zu finanzieren. Trotzdem wirft der frühere Finanzsenator des Bundeslandes die Frage auf : Warum sollten wir alle für das Lotterleben in der Hauptstadt aufkommen?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (67)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Tomas Schweigert

Nur ein Traum

Man denke mal, dass zum einen der Bund die Alimentierung seiner Bundesstädte Bonn und Berlin übernimmt und jeder Stadt hierzu den gleichen Betrag zur Verfügung stellt.
Wäre das Realität, was würde passieren?
5 Jahre Später hätten sich Bonn, Köln und andere Gemeinden zur Budesstadt Region West zusammengeschlossen, ein Top Infrastruktur ein reiches Kulturleben und würden als Aktivposten den Wandel in NRW voran bringen.
Berlin hätte n ichts geändert und würde vor dem Bundeverfassungsgericht eine Erhöhunge seiner Appanage einklagen.
Nach 10 Jahren wäre die Hauptstadtregion West schuldenfrei. Berlin bei der xten Klage in Karlsruhe
Nach 20 Jahren würde die Haupstadtregion West die Gewerbesteuer abschaffen und den öffentlichen Nahverkehr zum Nulltarif einführen. Der Kämmerer der Region weis einfach nicht mehr wohin mit der Kohle.
Berlin: Berliner Spitzenpolitiker klagen in Karlsruhe dagegen, dass sie in Karlsruhe Zweitwohungssteuer zahlen sollen.
Subventionsmentalität ist halt teuer.

Empfehlen
Wolfgang Richter

Zutreffend

Berlin erhält schon üppige Zuschüsse für seine Repräsentationsaufgaben und Sonderlasten als Hauptstadt. Eine Statusänderung ist daher unnötig.
Der Länderfinanzausgleich gehört einfach auf einen Grenzbetrag je Bewohner gedeckelt. Berlin könnte sich nicht mehr über eine Vollübernahme seiner oft selbstverschuldeten Defizite durch andere Dumme freuen, sondern müßte für seine Versäumnisse selbst einstehen und sich endlich ans Werk machen, seine Finanzen nachhaltig zu reparieren.
Dazu gibt es sowohl die Ausgabenseite (oft aufgeblähte Sozial-Subventionen) als auch die Einnahmeseite (Wirtschaftsansiedlung für Arbeitsplätze, Verwertung wertvoller Ressourcen wie das Tempelhof-Gelände).
Verbesserte öffentliche Ordnung und Sicherheit würde die Attraktivität für Firmenansiedlungen ebenfalls fördern. Potential durch qualifizierte und günstige (niedrige Mieten) Arbeitskräfte ist vorhanden.

Empfehlen
franz Ujvar
franz Ujvar (ujvar) - 29.01.2012 16:42 Uhr

Danke Herr Sarazin, klare, eindeutige Worte, wogegen Politiker nur um die Wählergunst

schwadronieren, was Populismus heisst. Griechenland darf u soll rasch austreten bevor es einb "Gau" der EU wird, vielleicht ist Sarko ein angenehmerer Gauleiter, eher aber nicht.

Empfehlen
harm zorc
harm zorc (toughdown) - 29.01.2012 15:02 Uhr

Welchen Weg geht Geld?

Mich würde mal interssieren, wie Euros von den Zentralbanken zu den Empfängern kommen. Welche Institute mitwirken, wie die Verteilung und Transport erfolgen, bis hin zu den Taschen der Individuen bzw. Kommunen? Wie läuft das, wenn diese Euros, wie ein Bumerang, zurück in die Schweiz oder andere Oasen gehen, um dort endlich investiert zu werden. Wie kanalisiert, kontrolliert und besteuert man das ? Oder holt GRE ab und verschweigt den restl. Vorgang ?

Empfehlen
egon samu
egon samu (egonsamu) - 29.01.2012 14:54 Uhr

Finanzausgleich

Der permanente Rettungsschirem der EU ist auch nichts anderes, als ein sozialistischer "Finanzausgleich": von den Fleissigen und Erfolgreichen wird genommen, den Faulen und Betrügern gegeben...Das ist das Gegenteil von sozialer Gerechtigkeit, wie Vorzeigekommunist Lenin es damals formulierte:
"Wer nichts arbeitet, soll auch nichts essen!"

Empfehlen
Pakize Sorlu

Das Denkorgan eines Menschen ist und bleibt das Gehirn und nicht der Schädelknochen"form" Herr S. !!

Text eingeben

Empfehlen
Harry Pastorius
Harry Pastorius (ookk) - 29.01.2012 12:15 Uhr

Erheblicher als das "Lotterleben"

war jene Zockerei und Klüngelei politökonomischer Eliten, die die Berliner Finanzsituation auf Jahrzehnte ruiniert hat... geschätzter Gesamtschaden für den Steuerzahler rund 60 Mrd. Euro... Siehe Wikipedia zum Berliner Bankenskandal Tja, schöne Grüße an die CDU.

Empfehlen
Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 29.01.2012 10:43 Uhr

Zeitzeichen

In Zeiten, deren Schwierigkeiten der weltbürgerlichen Souveränität aufgeklärten Bürgertums bedürfen, duckt sich leider ein Großteil über Sündenbocksuche weg.
"Die Bestrafung der großen Sünder (hier der Berliner, aber beispielsweise auch der Griechen, der Immigranten, der Rechten, der Linken, des Bundespräsidenten... ...) erlaubt der Masse, das Ausleben der eigenen Schlimmheit zu hemmen" (H.-E. Richter) bzw. die eigene Schlimmheit an den Sündenböcken selbstgerecht und selbststärkend abzureagieren.
Nehmen wir den ganzen Zirkus also auch als Symptom, das unser wahres Sein spiegelt.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 20:46 Uhr
Wolfgang Richter

Aber...

Sie mögen psychologisch ein Stück weit Recht haben. Manche Sprüche sind vulgär und dumm.
Aber die Vorstellung, daß jemand, der erfolgreich und hart arbeitet, fast alle Früchte seiner Arbeit "sozial" an "Arme" abzugeben hat, egal, warum sie "arm" sind, ist irrig.
Sie können dies ausprobieren, aber sofort oder nach einer Weile werden die "Produzenten" abwandern oder die Freuden von Arbeitszeitverkürzung, Freizeitorientierung oder Frühruhestand entdecken. Wenn es nichts mehr zu melken gibt, ist Schluß mit den Wohltaten.
Dafür sind dann endlich die Klagen unserer EU-Partner über die hohe deutsche Produktivität und Konkurrenzfähigkeit hinfällig. Wir sind dann solidarisch schlecht.
Allerdings werden wir dann vom Nettozahler zum Nettoempfänger. Ob unsere Freunde das wollen?

Empfehlen
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 29.01.2012 10:33 Uhr

Weshalb regen wir uns so auf?

Was Deutschland im Kleinen, ist Europa im Großen.
Immer wollen die, die sich durch ein gewissen Unvermögen belasten an die Mittel derer, die sich durch ein gewisses Vermögen auszeichnen. Haben Sie schonmal erlebt, dass in der Schule der Gute von weniger Guten abspickt?

Empfehlen
Eckart Härter

Ganz so einfach ist es nicht: Reich = fleissig, weniger reich = faul, arm = verlottert

Wenn man Deutschland als 1 Land und 1 Volk versteht, dann ist der Länderfinanzausgleich richtig. Der Gedanke, alle Deutschen sollten in etwa auf dem gleichen Wohlstandslevel leben können, beweist eine Sozialkultur, der Deutschland massgeblich seine Stärke und Stabilität verdankt.
Nun kann man, wie Herr Sarazin und andere, (sinngemäss oder auch wörtlich) argumentieren, die Menschen in Berlin führten ein Lotterleben, die in Bremen, Schleswig-H. und Niedersachsen seien faul, und die fleissigen in Hessen, Bayern und Ba.-Württemberg wollen nun nicht länger für die Faulenzer zahlen. Das könnte man einsehen, wenn die Argumentation nicht arg primitiv wäre. Ich behaupte nämlich, die Menschen in Norddeutschland, Berlin und im Osten sind genauso fleissig und strebsam wie die im Süden. Sonst würde das ja global bedeuten, dass z.B. die Araber in den Emiraten u. in Saudi-A. die fleissigsten Menschen der Welt wären. Dabei haben die nur Öl unterm Sand und die Arbeit machen vor allem Ausländer.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 14:58 Uhr
egon samu
egon samu (egonsamu) - 29.01.2012 14:58 Uhr

Fast richtig!

In den Empfängerländern wir zu viel Geld ohne Gegenleistung und ohne Nutzen für die Gesellschaft verbrannt. Da kann der Steuerzahler sich noch so sehr anstrengen...
Immer mehr Menschen bekommen Gald eifach nur dafür, dass sie da sind. Denn deshalb sind sie gekommen. Ohne diese Zuwendung wären sie längst wieder weg....

Empfehlen
piet medem
piet medem (pit24) - 29.01.2012 09:25 Uhr

Lotterleben?

Hier im Mekka der Sarrazinfans kann man mir bestimmt weiterhelfen. Wen meint Herr Sarrrazin, wenn er vom Lotterleben, also abkassieren ohne wirtschaftlich begründeten Gegenwert, spricht? Die Türken oder die Künstler? (Berlin leistet sich u.a. drei Opernhäuser!)
Oder sind die Meister des Berliner Lotterlebens die Politiker und somit die Wahl des Standorts Berlin als Hauptstadt eher der kostspielige Fehler als der Länderfinanzausgleich?

Hat der Neuberliner Wullf das Lotterleben nicht in Dimensionen geführt, an die weder die Türken noch die Künstler jemals heranreichen werden?

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 15:19 Uhr
harm zorc
harm zorc (toughdown) - 29.01.2012 15:19 Uhr

Es sind die Sozialkosten

In Berlin wird zuviel "verfressen" und zu wenig "akkumuliert". Wie ich Sarrazin kenne, hat er
die Zahlen, die den Unterschied machen zu München und Stuttgart, abrufbar im Kopp. Er hätte
sich sonst bei Wowereit nicht unbeliebt machen können. Wowereit wird immer weiter wieder- gewählt. Es sei denn, er holt Sarrazin zurück. Sarrazin war als Kassenwart die personifizierte Bedrohung der Berliner Misswirtschaft. Zum Glück behält man dort die schlimmsten Auswüch- se für sich ! Berlin ist tatsächlich keineswegs sexy aber recht reich (DER STERN, Sommer 11)

Empfehlen
Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 29.01.2012 14:18 Uhr

Schon seltsam!

Was hat der Bundespräsident mit dem Länderfinanzausgleich zu tun? Allmählich wird der Weitblick einiger Kommentatoren peinlich.
Es reicht.

Empfehlen
egon samu
egon samu (egonsamu) - 29.01.2012 11:54 Uhr

Warum wohl..

wird Wowereit als "Partylöwe" und nicht als verantwortungsvoller Landesvater gerühmt?
Ob der Anteil von Transferempfängern mit Mihigru etwas mit maroden Finanzen zu tun hat, kann jeder beim Statistischen Bundesamt herausfinden. Viel Spass!

Empfehlen
M. Woller

Warum bietet man einen Eugeniker immer wieder eine Plattform?

Sarrazin rechnete z.B. einfach die Bildungspolitik in Berlin schön, indem er die Lehrerzahlen mit der Anzahl der Einwohner Berlins verglich - und nicht der Anzahl der Schüler. Auf diese Weise stand Berlin dann plötzlich wesentlich besser als Bayern da, obwohl es genau umgekehrt war. Und derartiges ist kein Versehen, derartiges muss man schon absichtlich tun, so dumm kann der Mann kaum sein.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 15:27 Uhr
harm zorc
harm zorc (toughdown) - 29.01.2012 15:27 Uhr

Ein anderer Aspekt ist ...

dass die Lehrerzahlen im umgekehrten Verhältnis zu den Lernerfolgen stehen. Insofern liegt
ein Verbrechen gegen Staat und Gesellschft vor: Steuerverschwendung bei optimalem Miss- erfolg. Wieso beugen sich gewerkschaftlich organisierte Lehrer (als Beamte) dem unbestreit- baren Druck des Prekariats ? Oder, ist das "Studieren auf Lehramt" eine gute Möglichkeit von Durchschnittstalenten auf lebenslange Versorgung, ausserhalb des Leistungsdrucks in sonsti- gen, produzierenden Bereichen der Gemeinschaft ? Im Süden sind die Lehrer besser, auch die
Schüler und die äuss. Bedingungen. Sollen die Bayern den "Preussen" helfen kommen, obwohl
sie schon das Geld liefern ?

Empfehlen
Peter Herbeck M.A.

akuelle Marginalie: Berlin-Brandenburg und Saarland-Rheinland-Pfalz, Zusammenlegung ist eine Lösung

Das Saarland hat z.B. so viele Einwohner wie der Regierungsbezirk Köln, diese kleine Randbemerkung sei gestattet vor der Wahl dort.

Empfehlen
Andreas Scherer

LFA und Marshall-Plan

Der Marshall-Plan (MSP) unterstützte von 1948-1953 16 europ. Staaten, darunter auch die BRD. Vom Gesamtvolumen 14Mrd. Dollar erhielt die BRD rund 10%, d.h. 1,4 Mrd. Dollar. Nach Wirtschaftshistoriker Eichengreen half dies dem BIP der teilnehmenden Staaten zu einer Steigerung von ca. 0,5% jährlich. Die Hilfsgelder machten dabei insgesamt weniger als 3% der Nationaleinkommen der unterstützten Staaten aus. Was hat der MSP mit Berlin und dem LFA zu tun? Nun, Berlin wird, wenn Wikipedia stimmt, seit 1995 ununterbrochen mit jährlichen Milliardenzahlungen gefüttert und ist seit nunmehr mindestens 17 Jahren, in Worten SIEBZEHN!! nicht in der Lage aus dem Knick zu kommen. Der LFA macht im Haushalt Berlins rd. 33% der Einnahmen aus! Der MSP lief nur 6 Jahre lang und, wenn man nun die Zeiträume der Unterstützung für die BRD und Berlin vergleicht, nach 17 Jahren hatte die BRD ihr Wirtschaftswunder. Gut Berlin auch, denn dort wundert einen wirklich nichts mehr. Herr Sarrazin hat recht. Punktum.

Empfehlen
Michael Petros

The Crack-Up

Unabhängig von den ganzen, ökonomisch natürlich zutreffenden, auch ohne großen Sachverstand (da > < Vergleich) einsehbaren Verhältnissen, sollte man sich einmal Gedanken darüber machen was man sich mit der desaströsen Bundesrepublikanischen Hauptstadt eigentlich subventioniert. Zum einen natürlich ein Sammelbecken oder Konzentrationsraum aller "zum Glück" in der "Provinz" nicht ansässigen Personen, aber im besonderen ein Laboratorium für gesellschaftliche Entwicklungen, die sich unter Umständen, richtig koordiniert in einer Generation bezahlt machen. Es gibt nichts "besseres" als bilinguale "Deutsche", Personen die die letzte Bastion durchbrechen und zum Vermittler zwischen zwei Welten werden. Kennen sie z.B. den Unterschied zwischen dem vietnamesischen und deutschen? Das sind Welten, allein schon in der Form der Sprachart. Und wir sollten stolz darauf sein, dass wir solch eine Haupstadt haben.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 20:55 Uhr
Wolfgang Richter

Erfolge?

Diese "bilingualen" Bürger beschränken sich leider überwiegend auf ganz wenige Kulturkreise, die ganz zufällig eine Religion gemeinsam haben.
Und Parameter wie Pro-Kopf-Einkommen, Bildungsabschlüsse, Arbeitslosigkeit, Sozialhilfebezug und Kriminalität sehen dort nicht besonders gut aus.
Und werden von Generation zu Generation eher schlechter als besser.

Empfehlen
Closed via SSO
Jörg Addicks (JADH) - 28.01.2012 21:08 Uhr

Café Paranoia

Selbstverständlich war –und ist- der Länderfinanzausgleich ein Fehler. Er zeigt, wie sich Verantwor-tungslosigkeit auf Kosten anderer ein lustvolles Leben schafft. Er ist ein Beispiel dafür, was Kollektivismus auch in einem –nur noch rudimentär existierenden- System der Sozialen Marktwirtschaft für Zerstörungen anrichten kann. Der bundesdeutsche Länderfinanzausgleich ist die Blaupause für das, was Regierung und Nichtopposition in der Eurozone und dann in der gesamten EU einführen wollen. Dies wahrlich erfolgreiche Modell bedarf doch der Europäisierung.

Und einige derjenigen, die jetzt –mit zutreffenden Gründen- den Länderfinanzausgleich in unserem Lande bekämpfen, treten gleichzeitig für den ESM, für die Europäisierung des Unsinns, ein. Dieses als schwachsinnig erkannte Umverteilungssystem verkaufen uns die EUmanen auch noch als Verkündung der Glückseligkeit!

Willkommen im Café Paranoia!

Haben Sie schon bestellt? Der Herr am Nachbartisch zahlt die Zeche!

Empfehlen
Holger Baade

Die Kirche im Dorf lassen.

Berlin mit Hessen, Bayern, München (Technologie), Frankfurt (Airport/Banken) oder Hamburg (Hafen/Logistik) zu vergleichen ist einfach unredlich. Das Insel-Dasein während der deutschen Teilung mit all seinen Irrungen und Wirrungen war ein schwerer Malus. Welcher Investor wollte sich diesen aussetzen? Mit der deutschen Einheit erbte Berlin die "Elends"-Viertel im Ostteil und verrottete Betriebe im Umland. Andererseits: Seit 1990 hat Berlin dort weiter gemacht wie die 40 Jahre zuvor. Was prahlte Wowereit vor rund einem Jahr über den rasant wachsenden Arbeitsmarkt, der alles in den Schatten stellt. Bei genauerer Betrachtung gab es tatsächlich neue Jobs en masse: Leider allesamt in der ach so "wertschöpfenden" Sozialindustrie. Berlin ist das Synonym für prkäre lebensverhältnisse. Warum auch ändern, wenn das Geld weiter fließt! Sarrazin liegt richtig, Lösungen müssen andere bieten

Empfehlen
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 18:15 Uhr
Marco Dorn

"wertschöpfenden" Sozialindustrie

"allesamt in der ach so "wertschöpfenden" Sozialindustrie"

Sind Hotels und Callcenter jetzt schon Sozialindustrie? Die wachsen hier wie Pilze!
Oder meinen Sie mit "Sozialindustrie" etwa Jobs von denen man nicht leben kann?
Also quasi "sozial-subventioniertes Arbeitsverhaeltnisse".

Empfehlen
Holger Baade

Ich habe einerseits die Besonderheiten und die Lage der Hauptstadt während der Zeit

des "Kalten Krieges" beschrieben, für die Berlin nichts kann.
Und andererseits die unglaublichen politischen Fehlleistungen (aller Parteien und Politiker), insbesondere die des Großsprechers (und wie an anderer Stelle hier im Forum des als "Partylöwe" bezeichneten) Wowereit, die Sarrazin völlig zu Recht anprangert.
Sie verstecken sich hinter dem Wort "krude", ohne näher zu erläutern, was Sie darunter verstehen.
Erklären Sie sich, Herr Dr. Thinnes, dann können wir weiter diskutieren. Ich jedenfalls kann an Sarrazis Gründen rein gar nichts krudes finden.
MfG

Empfehlen
Gero Hake
Gero Hake (Kretin) - 29.01.2012 12:55 Uhr

Herr Dr. Thinnes,

da ist ja es wieder, das ominöse Wörtchen "krude". Mir scheint, dies findet immer dann Verwendung, wenn man den Aussagen des Herrn Dr. Sarrazin argumenativ nicht beikommt.

Einen Verstoß des Herrn Baade gegen die Richtlinien des Forums vermag ich auch bei genauestem Hinsehen nicht zu erkennen; meinten Sie damit vielleicht, daß er anderer Meinung ist als Sie? Dieses Schema ist bestens bekannt, wird in diesem Forum aber wohl kaum verfangen.

Zuletzt: wenn Herr Baade postuliert: "(Herr Dr.) Sarrazin liiegt richtig", gebietet es schon die Logik, daß er seinen Aussagen nicht widerspricht.

Empfehlen
Rudolf  Schulz

schweinachtsmann

Wir müssen uns eine Hauptstadt mit einem repräsentativen Image leisten dürfen - Infrastruktur einer Weltstadt - . Was Berlin sich nicht leisten darf, ist die Ausuferung von Wohltaten, da verstehe ich die, die es können.

Empfehlen
Peter Müller

Die Wortwahl, haben wir gelernt,

lässt auch immer Rückschlüsse zu auf die aktuelle Lebenssituation und Gedankenwelt des Urhebers. Das schaut nicht gut aus für den ehrenwertesten Herrn S.. Andererseits, 10000 Euro
Pension sind aber auch eine ziemliche Last, wenn es darum geht, eine spartanisch, preussische Lebensführung vorzugauckeln.

Empfehlen
Ellen Webereit

Wo einer Recht hat, hat er Recht ...

... und Herr Sarrazin pflegt Recht zu haben und auch zu behalten. Nota: Schon 2010 schlug er den Konkurs Griechenlands vor. Bundesbanker Sarrazin hatte damals völlig Recht, wie es uns heute scheibchenweise nahegebracht wird. Nur mit dem Unterschied, dass in der Zwischenzeit dreistellige Milliardenbeträge sinnlos verpulvert worden sind.
.
Sarrazin spricht als Sanierer, der schon zu seinen Aktivitätszeichen - trotz reichlichster Versuche - nicht für dumm zu verkaufen war. Was sich heute die "Troika" in Griechenland vorführen lässt, erinnert an das Wowereitsche Theater auf's Frappanteste. Nur fällt einer wie Sarrazin nicht auf die Jahrzehnte abgelagerten, salbungsvollen Spruchweisheiten von der kostspieligen "Sonderstellung Berlins" herein. Danke, Herr Sarrazin !

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 29.01.2012 21:05 Uhr
Wolfgang Richter

Sarrazin verstehen

Man muß sich mal in den armen Mann hineinversetzen:
Als Finanzsenator Berlins sieht man die ganze hochdefizitäre Mißwirtschaft in allen Details - und muß sie gegenüber der Öffentlichkeit auch noch vertreten.
Man hat einen in der Öffentlichkeitsarbeit versierten, populistischen Partylöwen als Chef, der fast alle sinnvollen Sparvorschläge sofort kassiert und lieber weiter mit dem Geld anderer gute Laune verbreitet.
Dazu kommen diverse Mißstände, über die von der die von der herrschenden political correctness ein Denk- und Sprechverbot besteht.
Er hat es dennoch gewagt, in aufklärerischer Tradition das "Unsagbare" zu sagen - und wurde und wird seitdem öffentlich hingerichtet.

Empfehlen
Weitersagen

Lieber ehrlich

Von Johannes Pennekamp

Die SPD und noch mehr die Grünen haben höhere Steuern für Top-Verdiener angekündigt - und finden sich dabei besonders ehrlich. Was sie gerne verschweigen: Zu den Top-Verdienern im Land zählen nicht nur Millionäre mit Sportwagen, sondern auch schon leitende Angestellte, Handwerksmeister und Beamte. Mehr 3


Wichtigste Werte
Name Kurs Änderung
  F.A.Z.-Index --  --
  Dax --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  F.A.Z.-Anleih… --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
  Bund Future --  --