Home
http://www.faz.net/-gqe-37vf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Textil BH-Hersteller beugt sich der Kritik

Der Damenunterwäsche-Hersteller Triumph hat auf die massive Kritik von Menschenrechtsorganisationen reagiert und eine Fabrik in Burma geschlossen.

© Réseau Solidarité Vergrößern Kampagne gegen Triumph

Nach massiver Kritik von Menschenrechtsorganisationen und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) gibt die Damenunterwäsche-Firma Triumph International ihre Produktion in Myanmar auf. Das Münchner Unternehmen begründete den Schritt in Zürich mit der „zunehmend emotional geführten öffentlichen Debatte in Europa um die politische Lage in Myanmar", das besser bekannt ist unter dem althergebrachten Namen Burma. Triumph wird die Produktionsanlagen innerhalb der nächsten vier Monate schließen und die rund 1.000 Beschäftigten entlassen.

Menschenrechtsgruppen wie die Kampagne „Clean-Clothes“ hatten Triumph unter anderem vorgeworfen, dass beim Fabrikbau und bei der Produktion Kinder und Zwangsarbeiter eingesetzt worden waren. Außerdem kritisierten sie, dass der Dessous-Produzent zur Stabilisierung der Militärdiktatur beitrage. In Anzeigen wurde zum Boykott von Triumph-Produkten aufgerufen, bis sich das Unternehmen aus Burma zurückzieht. Die IAO hatte im November 2000 empfohlen, dass Firmen und ganze Staaten ihre Beziehungen zu Burma überdenken sollten, weil in dem südostasiatischen Land Zwangsarbeit an der Tagesordnung sei.

Triumph bestreitet Vorwürfe

Triumph stellte seit 1997 in Burma Damenunterwäsche her. Den dortigen Mitarbeitern dort gehe es deutlich besser als den meisten anderen Beschäftigten in dem Land, hielt die Schweizer Sparte des Münchner Konzerns seinen Kritikern entgegen; Zwangsarbeiter seien nicht unter der Belegschaft. Allerdings hatte sich der Wäschehersteller in der Vergangenheit regelmäßig geweigert, seine Fabrik Journalisten zu zeigen.

Die bisherige Belegschaft werde mit dem Rückzug des Unternehmens nun vor große persönliche Probleme gestellt, was Triumph unbedingt habe verhindern wollen, betonte die Firma. Triumph hatte vergeblich einen Käufer für die Fertigungsstätten gesucht.

Quelle: @mey

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Beeindruckende Reformen Burmesische Träume

Das Land hat riesige Chancen. Aber es muss sich viel tun, will es sie heben. Die asiatische Entwicklungsbank lobt schon einmal die Reformen der Regierung Thein Sein. Mehr

12.09.2014, 06:37 Uhr | Wirtschaft
Schlammschlacht um Schönheitskönigin aus Myanmar

Die mit ihrer Trophäe durchgebrannte Schönheitskönigin May Myat Noe aus Myanmar will ihren Preis erst zurückgeben, wenn sich die südkoreanischen Veranstalter des Wettbewerbs "Miss Asia Pacific World" bei ihr und ihrem Land entschuldigen. Mehr

04.09.2014, 14:27 Uhr | Gesellschaft
Das Trikot und der Lohn 15 Cent für vier Sterne

Entwicklungsminister Müller kritisiert das Geschäft mit dem DFB-Trikot. Der Vorwurf sei falsch, sagt Adidas. Für Claudia Roth sind die Fertigungsumstände unerträglich. Mehr

11.09.2014, 14:39 Uhr | Sport
Rüstungsdeal mit Russland gestoppt

Die Bundesregierung hat die Ausfuhrgenehmigung für einen Gefechtsübungsstand der Firma Rheinmetall zurückgezogen. Laut Bundeswirtschaftsminister Gabriel hatte das Unternehmen um eine rechtssichere Position gebeten. Mehr

04.08.2014, 17:15 Uhr | Politik
Ultrasonic AG Chinesische Chefs plündern deutsche Firmenkasse

Die chinesischen Vorstände einer deutschen Aktiengesellschaft haben sich mit der Firmenkasse aus dem Staub gemacht. 2013 hatte die Firma 100 Millionen Euro Barreserven, nun soll der Betrag nur noch sechsstellig sein. Es ist nicht der erste Fall dieser Art. Mehr

17.09.2014, 05:26 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 29.01.2002, 17:00 Uhr

Riskante Vermietung

Von Michael Psotta

Mit Wohnungen Geld zu verdienen, ist nicht so leicht wie es derzeit oft klingt - trotz des Immobilienaufschwungs. Dafür gibt es mehrere Gründe. Mehr 5 12


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Amazon vor Otto vor Zalando

Der Platzhirsch im deutschen Online-Handel heißt Amazon. Er setzt mehr um als seine unmittelbaren Verfolger zusammen. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden