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Teures Kleingeld EU-Kommission stellt Cent-Münzen infrage

 ·  Die Herstellung und Herausgabe der Münzen ist laut EU-Kommission teurer als der Wert der Ein- und Zwei-Cent-Münzen. Währungskommissar Rehn macht radikale Vorschläge.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (39)
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Gustav Gessing
Gustav Gessing (GDrei) - 15.05.2013 13:04 Uhr

Ich verzichte auf an und für sich angebrachtes Kommissions-Bashing

Es ist nichts Neues, daß der Wert der kleinen Münzen geringer ist als die verursachten Kosten. Auch darauf hätte man bei Euro-Einführung kommen können.
Falls tatsächlich die kleinen Münzen rausgenommen werden: Wetten, daß die Preise aufgerundet, Rente oder Gehaltszahlungen aber weiter auf den Cent genau überwiesen würden ?

Nebenbei
Es gibt nur Kosten oder Aufwand. "Kostenaufwand" ist Quatsch.

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Benjamin  Conrad
Benjamin Conrad (jouk) - 15.05.2013 10:29 Uhr

System wie in den Niederlanden einführen,

fertig. Das Runden an der Kasse funktioniert dort seit Ewigkeiten (im Übrigen, bezogen auf einen Vorkommentar, auch ganz ohne Computerkassen). Einer der Gründe, weswegen ich da gerne einkaufe.

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Sabine Mersmann

Wenn mit dem Cent in Industrie und Handel gerechnet wird und dem Kunden ein auf den ...

Cent ausgestellter Betrag ausgewiesen wird, dann muss auch entsprechend abgerechnet werden. In den Niederlanden bspw. bestehe ich nicht nur darauf an der Supermarktkasse mit 1 und 2 Cent-Münzen zu bezahlen, sondern führe diese sogar extra zu diesem Zweck mit.

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Marcel Meier

....und bald werden den Banknoten ein paar Nullen hinzugefügt.

Es geht los!

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Bernhard Schumacher

Das passt zum Plan der Bargeld-Abschaffung

Stückweise werden Zahlungsmittel aus dem Verkehr gezogen und irgendwann bekommen wir dann einen Chip implantiert, mit dem direkt von unserem gläsernen Konto abgebucht wird.

"Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen trug: den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens." Off 13,17

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Scara Bäus

Das neue Gesetz der Plutonomy

bringt es ja ohnehin mit sich, dass wir in absehbarer Zeit in den Kreisen der Bildungsfernen, der Wende-, Reform- und Modernisierungsverlierer, der Sozialrentner usw. nur noch mit Gutscheinen für den Bezug von Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln arbeiten werden.

Da braucht es dann auch keine Geldeinheiten < 20 EUR. Die mit der Nichtproduktion des Kleingeldes eingesparten Finanzmittel, können dann für die Sanierung der Haushaltsdefizite eingesetz werden, ohne die Subventionen für die Großagrarkonzerne, die Massentiermastkonzerne, den Finanzsektor und den industriell-militärischen Sektor kürzen zu müssen.
Eine glatte win-win Lösung.
(Ein Beitrag aus dem Kabinett des Dr. Urban Priol)

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Jürgen Dannenberg

Was den Pfennig ehrt,

ist den Cent nicht wert.

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Manfred Wehner

Ein Thema, wie

gerade und krumme Gurken. Lasst mich in Ruhe, esgibt wahrlich Wichtigeres!

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Jan Lüdinger
Jan Lüdinger (yucki) - 14.05.2013 20:48 Uhr

Wie machen es die Schweden?

In Schweden sind die Öre (100ster Teil der Krone) seit 2010 kein offizielles Zahlungsmittel mehr. Kleinste Münze ist damit die 1kr Münze mit einem Wert von gut 10€ct (je nach Wechselkurs). Dennoch werden in den Märkten Öre-Preise ausgezeichnet, z.B. 12,4kr. An der Kasse wird dann der Gesamtbetrag auf ganze Kronen gerundet.

Die Welt kann manchmal so einfach sein. Also, auch gleich die 5ct Münze mit abschaffen. Statistisch gesehen, da die Menschen so oder so im Supermarkt "viele" Artikel auf einen Streich kaufen, macht die Rundung der Gesamtsumme den Braten selten Fett. Mal gewinnt der Supermarkt, mal gewinnt der Kunde. Durch Kostenersparnis des Geldmanagements gewinnen alle noch mal oben drauf...

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Hans-Joachim Kirchner

wen wundert´s

bei "nur " 0,8-1,2 % jährlicher Inflation. wie uns die statistischen Ämter im Auftrag der Gaukler-Politiker glauben machen wollen (bzw. müssen) ?
Doch, wer mag. darf einmal darüber nachdenken, ob die Produktionskosten jeder Kleinmünze kostendeckend sein "muss" - will man nicht das Beispiel Italiens in der Vor-EURO-Zeit als ideal sehen.
(verdächtig ist außerdem, dass ausgerechnet die EU-Würstchen nun beginnen, kostenbewusst zu erscheinen).

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Closed via SSO
udo fischer (udo44) - 14.05.2013 20:05 Uhr

Die Frage erledigt sich.

Bald brauchen wir auf Grund der Inflation alle Münzen nicht mehr. Noch besser wäre natürlich die Abschaffung des Euros, aber damit würde Rehn seinen Job verlieren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2013 21:24 Uhr
Flip Averna
Flip Averna (pit-flip) - 14.05.2013 21:24 Uhr

Münzen

Auf Grund der Inflation, sind die Metallmünzen eventuell bald wesentlich mehr wert, als die Papierscheine. Vielleicht möchte man deswegen das Kleingeld...?

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Monika Lorenz

1 und 2 Räppler, vergleichbar mit 1 und 2 cents,

gibt es in der Schweiz schon ewig lang nicht mehr. Die kleinste Münze ist das 5-Rappen-Stück.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2013 20:52 Uhr
Enzo Aduro
Enzo Aduro (EnzoAduro) - 14.05.2013 20:52 Uhr

Und wie macht ihr das?

Wird gerundet? Und wenn, wie?
Oder sind alle Preise durch 5 Rappen teilbar?

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Michael Radloff

Der kleine Kaufmann hat ein Problem

Am Ende des Tages stimmt die Kasse - oder sie stimmt nicht. Die Summe der einzelnen Zahlungen sollte auf den Pfennig genau mit dem Kassenbestand übereinstimmen. Nicht nur ungefähr. Schließlich könnten Fehler zu Gunsten des einzelnen Kunden mit solchen zu seinen Ungunsten ein etwa stimmendes Ergebnis vortäuschen.
Sicher, neu angeschaffte Computerkasssen könnten runden. Aber das ist eine Fehlerquelle und erfordert Investitionen, die der kleine Händler scheut.
Und der ganz kleine JHändler, Pizza oder Obst&Gemüse, der steht ja ohnehin unter Verdacht des unkorrekten Schwarzhandels.
Die Länder (nicht EZB) machen mit der Prägung von Münzen im Saldo einen guten Gewinn. Ich würde auch Münzen der deutschen Bank oder der Post akzeptieren. Selbst Karstadt-Münzen und Zalando-Münzen würde ich als Kleingeld annehmen, wenn privates Geld endlich wieder zugelassen wird.

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Rainer Göttlinger

Rabattmarken

...werden die Folge sein, denn der Einzelhandel wird auf den psychologischen Preisvorteil nicht verzichten wollen. Künftig zahlen wir dann eben keine 99 Cent, sondern einen Euro - und erhalten eine glitzernde, selbstklebende 1-Cent-Rabattmarke heraus, von denen wir dann 100 Stück in ein Heftchen kleben dürfen. So entsteht sogar noch eine zusätzliche Kundenbindung.

Meiner Meinung nach sollten Preise, die man nicht bar bezahlen kann (etwa die 0,9 Cent an den Tankstellen), für unzulässig erklärt werden. Der Handel könnte dann auf 0,95 Cent herunter gehen oder eben auf den glatten Euro aufrunden. Das wäre die vernünftigste Lösung, denn:

Eine Euromünze ist dafür gedacht, Waren zu bezahlen, die einen Euro kosten. Wenn alles irgendwie auf Komma neunundneunzig endet, wären wir besser beraten, die Ein-Euro-Münzen abzuschaffen und durch 99-Cent-Münzen zu ersetzen.

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Andreas Hohenstein

nur Geduld

in kurzer Zeit hat sich der EURO von selbst erledigt. Im Anschluss an die danach fällige Währungsreform können wir dieses 'Problem' immer noch angehen.

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Jochen Breiske

Salamitaktik: Scheibchenweise in die bargeldlose Welt

Es ist doch ganz eindeutig, was hier passieren soll. Von der einen Seite kommend wird diskutiert, die 500er abzuschaffen - angeblich haben die ja eh´nur Kriminelle.

Nun kommt man auch von der anderen Seite: Keine Cents mehr.

...und so wird es weiter gehen: Die bergeldlose Welt ist das Ziel.

Toll, was? Schade nur, dass damit auch jeder Mensch völlig gläsern wird für all jene, die Zugriff auf die Daten haben. Und das werden viele sein, denn es werden täglich mehr, die unsere Daten erhalten.

Gruß von Orwell!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.05.2013 18:25 Uhr
Jochen Breiske

...

"es ist die Rede von 1 und 2 Cent Münzen."
-> Ja, in diesem Artikel. Es wird aber derzeit auch über die Abschaffung der 500er diskutiert.
Der Rest wird dann auch kommen, ganz im Sinne der Salamitaktik.

Wetten!?

(Es wurde auch mal irgendwo geschrieben, wir dürften wegen des € keine anderen Länder finanzieren. Hahaha.)

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mirko vrtr
mirko vrtr (mirovk) - 14.05.2013 17:32 Uhr

soweit ich weiß

sollen 50 cent Münzen nicht abgeschafft werden, es ist die Rede von 1 und 2 Cent Münzen.

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mirko vrtr
mirko vrtr (mirovk) - 14.05.2013 17:14 Uhr

*gähn*

Wird das Oppositionisten-Denken nicht irgentwann langweiliig? Ich meine, hier wird klipp und klar der Grund genannt aus welchem die Münzen "eventuell"(!) abgeschafft werden und trotzdem schaffen es die ich-bin-gegen-alles-Leute wieder mal negative Absichten aus dem Artikel zu zaubern. Der gläserne Mensch ist schon lange Realität und ich bezweifle das die EU-Kommission darauf hinaus will dass Lidl und Aldi noch mehr unserer Daten bekommen.

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Closed via SSO

Version 5.12 hat es beschrieben.

Eine Karte für alles.Und wenn ich am Rastplatz auf dem Klo war und dafür mit meiner Karte 50 Cent gezahlt habe wandert dass in meine Datenbank.

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Flip Averna
Flip Averna (pit-flip) - 14.05.2013 16:56 Uhr

Bonbons

In Italien wurde damals, während unserem Aufenthalt im Schullandheim (1980er, solide Lira), das Wechselgeld teilweise in Bonbons ausbezahlt. Man konnte damit sogar bezahlen. Das war richtig zukunftsweisend.

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Closed via SSO

Wenn man dem Beispiel Finnlands folgen würde, wäre das in Ordnung.

Dort sind die Preise wie davor mit den kleinen Cent-Beträgen ausgezeichnet. An der Kasse werden sie aufsummiert und erst die Endsumme auf 5 Cent gerundet.

Bei meinem "Bonus"-Geschäft hier um die Ecke kann man freiwillig an der Kasse für die Endsumme sagen "aufrunden", also auf den nächst höheren 5-Cent-Betrag.

Hierzulande muss allerdings davon ausgegangen werden, dass die Einzel-Preise schon "gerundet" angegeben werden, nach oben versteht sich.

Eine saftige Preiserhöhung wäre der Dank dafür, dass der Käufer dem Handel den aufwendigen Umgang mit den kleinen Münzen erspart.

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Anthon Smidt
Anthon Smidt (harsmidt) - 14.05.2013 16:45 Uhr

Funktioniert schon lange in Finland und den Niederlanden

Hier in den Niederlanden funktioniert das auf- und abrunden schon lange reibungslos. Wer keinen Cent verlieren möchte kann elektronisch zahlen. Die x,99 Cent-Preise verschwinden also nicht.

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Albert Weinstein

Weg damit

Na, jetzt bleiben Sie mal auf dem Teppich. Ich finde in der Tat, dass die Cent-Münzen immer nur im Geldbeutel nerven, und mich Zeit kosten. Meistens wandern Sie bei mir in irgendein Sparschwein, aber reich werde ich damit nicht. Ärgerlich ist auch, dass viele Automaten sie gar nicht annehmen.

Finnland war so weise, die 1er und 2er nie einzuführen und man kann dort auch nicht damit bezahlen -- und siehe da, die Finnen leben noch.

Die Tatsache, dass es 1-Cent-Münzen überhaupt gibt, ist sowieso nur psychologisch begründet. Wie bei den Physikern geht es darum, das scheinbar kleinste Teilchen zu haben. Dass in anderen Ländern der Minimalwert ein ganz anderer sein kann, interessiert uns dabei nicht.

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14.05.2013, 14:30 Uhr

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