Home
http://www.faz.net/-gqe-7ftms
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Teure Energie Altmaier: Strompreisbremse noch in diesem Jahr

Strom könnte bald noch teurer werden - die EEG-Umlage steigt auf bis zu 7 Cent je Kilowattstunde, erwarten Experten. Der Bundesumweltminister will das verhindern. Gleich nach der Wahl.

© dpa Vergrößern Peter Altmaier

Vor dem Hintergrund steigender Strompreise hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) schnelle Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt. „Gleich nach der Bundestagswahl werden wir die Förderung der Erneuerbaren Energien grundlegend reformieren müssen“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Wenn der politische Wille vorhanden ist, könnten wir in diesem Jahr auch noch die Strompreisbremse beschließen.“

Ralph Bollmann Folgen:

Im Oktober werde endgültig feststehen, wie hoch die EEG-Umlage im nächsten Jahr ausfällt. Experten rechnen mit einem Anstieg von derzeit 5,3 Cent auf bis zu 7 Cent je Kilowattstunde, wie in dieser Woche bekannt wurde.

Zugleich gab der Minister den Oppositionsparteien die Schuld für die jetzige Situation. „Eine Einigung über meinen Vorschlag für eine Strompreisbremse ist bisher durch die Weigerung und Uneinigkeit insbesondere der rot-grünen Länder nicht zustande gekommen“, sagte Altmaier weiter. Es sei aber nach wie vor sein Ziel, möglichst bald einen partei- und länderübergreifenden Konsens zu erreichen.

Brüderle will „Neustart“ der Energiewende

„Mit der Diskussion über die Strompreisbremse ist es mir gelungen, einen Paradigmenwechsel zu schaffen und den Kostenaspekt beim Ausbau der erneuerbaren Energien in den Mittelpunkt zu stellen“, fügte der Minister hinzu. Angesichts der neuen Zahlen hatten Sozialverbände zuletzt Hilfen für Bedürftige wie Hartz-IV-Empfänger gefordert.

Neben Altmaier hat sich nun auch der FDP-Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle für einen „Neustart“ der Energiewende ausgesprochen. Ähnlich äußerte sich an diesem Wochenende der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU).

Mit der EEG-Umlage wird den Betreibern von Wind- und Solaranlagen ein fester Abnahmepreis garantiert. Der Preisanstieg entsteht durch die rasch wachsende Stromproduktion in diesem Bereich, die gleichzeitig zu einem Rückgang der Börsenstrompreise führt. Die Differenz wird dann auf alle Verbraucher umgelegt. Befreit davon sind viele energieintensive Unternehmen.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.S.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Investitionsbremse Strompreis Louisiana statt Wiesbaden

In Klebern, Zahnpasta und Farben findet sich wieder, was SE Tylose in Wiesbaden herstellt. Eine neue Fabrik baut die Firma in Amerika - dort ist Strom billiger als hier. Auch andere Betriebe überlegen deshalb, wo sie investieren. Mehr Von Thorsten Winter

21.05.2015, 09:00 Uhr | Rhein-Main
Energiewende Kraftwerksbetreiber verlieren Milliarden

Bis 2022 raus aus dem Atomstrom - das ist das Ziel der Bundesregierung. Der Ausbau der erneuerbaren Energien läuft auf Hochtouren, während der Preis für Strom immer weiter fällt. Herkömmliche Energieträger sind häufig nicht mehr lukrativ. Mehr

09.01.2015, 09:53 Uhr | Wirtschaft
Energie-Debatte Die Erneuerbaren sind heute konkurrenzfähig

Die Energiewende sei teuer und unwirksam, schrieb der dänische Politologe Björn Lomborg jüngst in einem Gastbeitrag für die F.A.Z. Nun antwortet ihm die Bundesumweltministerin persönlich - und wirft ihm falsche Behauptungen und Zynismus vor. Mehr Von Barbara Hendricks

29.05.2015, 15:15 Uhr | Wirtschaft
Erneuerbare Energien Windbaum produziert leise und sauber Strom

Die Firma Newwind hat eine Alternative zu herkömmlichen großen Windrädern geschaffen: Der sogenannte Windbaum trägt an seinen Ästen aus Stahl zahlreiche Kunststoffmodule, die sich drehen und so Strom erzeugen. Mehr

03.12.2014, 16:16 Uhr | Wirtschaft
Warum der Ausstieg falsch ist Atomkraft? Ja bitte!

Wir brauchen die Kernkraft, weil sich Milliarden Menschen eine Waschmaschine wünschen. Sie gehört zum guten Leben. Oder wäscht der radelnde Veganer mit Anti-AKW-Aufkleber etwa von Hand? Mehr Von Winand von Petersdorff

20.05.2015, 13:27 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 10.08.2013, 15:06 Uhr

Trübe Zukunft von RWE

Von Carsten Knop

Die Finanzindustrie war in der Krise systemrelevant und der Staat musste die Commerzbank retten. Die Ewigkeitskosten der Atomkraft lassen bald die Energieriesen straucheln. Da liegt der gedankliche Sprung zur Verstaatlichung von RWE nicht mehr fern. Mehr 32 13


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden