28.05.2005 · Die Deutsche Telekom AG könnte nach Einschätzung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post durch niedrigere Nutzungsgebühren seiner Leitungen für Konkurrenten verstärkt Kunden verlieren.
Die Deutsche Telekom AG könnte nach Einschätzung der Telekom-Regulierungsbehörde durch niedrigere Nutzungsgebühren seiner Leitungen für Konkurrenten verstärkt Kunden verlieren.
„Wir rechnen damit, daß im Laufes des Jahres mehr als eine Million Telekom-Kunden mit dem Anschluß zur Konkurrenz abwandern", sagte der Chef der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), Matthias Kurt, der Zeitung „Die Welt“ von diesem Samstag.
Drei Millionen Anschlüsse für Wettbewerber
Dann würden die Wettbewerber Ende 2005 über drei Millionen Teilnehmeranschlüsse, also direkte Zugänge zu den Endkunden, verfügen. Die Entwicklung zu mehr Wettbewerb werde durch die ab April gesenkte Miete der so genannten letzten Meile zusätzlich gefördert.
Die RegTP hatte den Preis für die Nutzung der Zugangsleitungen zu den Haushalten auf 10,65 Euro von 11,80 Euro gesenkt und war damit erneut nicht dem Antrag der Deutschen Telekom auf Erhöhung der Gebühr gefolgt. Kurth, dessen Behörde künftig auch die Deutsche Bahn AG beaufsichtigen wird, bezeichnete eine kostenmäßige Trennung von Netz und Betrieb bei der Bahn als nötig.
„Diskriminierungsfrei und stringent“
Ein Netz könne dann integriert bleiben, wenn der Netzzugang „transparent, diskriminierungsfrei und stringent“ sei. „Um dies bei den Zugangsentgelten zu realisieren und eine Quersubventionierung zu verhindern, ist jedoch eine strikte kostenmäßige Trennung der Bereiche Netz und Betrieb erforderlich", sagte er.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,63 | −1,18% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2443 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 104,77 $ | −1,95% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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