18.06.2004 · Siemens will wegen des steigenden Wettbewerbsdrucks die Preise für einige Einstiegshandys senken und reagiert damit auf Preiseinschnitte bei Konkurrenten wie Nokia.
Der weltweit viertgrößte Handy-Hersteller Siemens Mobile schließt Preissenkungen bei einigen Handy-Modellen nicht aus, um in dem hart umkämpften Mobiltelefon-Markt seine Stellung zu behaupten. Damit wolle das Unternehmen dem Konkurrenten Nokia die Stirn bieten, sagte Thorsten Heins, Leiter der Mobilfunksparte von Siemens, am Freitag bei der Vorstellung zweier neuer Handy-Modelle in Berlin.
Weltmarktführer Nokia hatte zuletzt die Preise für einzelne Modelle gesenkt, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal deutlich Marktanteile an die Haupt-Konkurrenten Motorola und Samsung verloren hatte.
Siemens versucht, den nächstgrößeren Konkurrenten Samsung vom dritten Platz in der Rangliste der weltgrößten Hersteller zu verdrängen. Dieses Ziel hat sich der Münchener Hersteller bereits seit längerer Zeit gesetzt.
Nachfrageschub im zweiten Quartal
Im ersten Quartal sank der durchschnittliche Preis für ein Handy nach Berechnungen von Analysten auf 116 Euro; im Vorjahr hatte er bei 143 Euro gelegen.
Der kleinere Konkurrent Sony Ericsson hatte in dieser Woche über eine anhaltend gute Nachfrage nach seinen Handys berichtet, aber keine Einzelheiten genannt. Samsung hatte ebenfalls mitgeteilt, im zweiten Quartal würden die Verkaufszahlen um bis zu zehn Prozent über dem Absatz im ersten Vierteljahr liegen.
Bei den am Freitag von Siemens Mobile vorgestellten Handys handelt es sich um das Modell SL65 mit Farbdisplay und Digitalkamera und das Mobiltelefon CFX65 mit Klapp-Display und Digitalkamera für junge Konsumenten. Die neuen Modelle sollen nach Unternehmensangaben im August und September auf den Markt kommen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,63 | −1,18% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2443 | −0,36% |
| Rohöl Brent Crude | 104,77 $ | −1,95% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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