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Telekommunikation Nokia ordnet sich neu

26.09.2003 ·  Der weltweit führende Mobilfunkkonzern Nokia reagiert auf zwei Jahre mit stagnierenden Umsatzzahlen und stukturiert das Geschäft neu. Die Aktivitäten rund um Inhalte für Handys wie Bilder und Spiele werden im Bereich Multimedia zusammengefaßt.

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Der finnische Nokia-Konzern will seine Position als Weltmarktführer bei Handys mit einer Neustrukturierung sowie Veränderungen im Management stärken.

Das Unternehmen werde künftig in vier Bereiche anstelle von drei gegliedert, teilte Nokia am Freitag in Helsinki mit. Zudem werde der bisherige Finanzvorstand, Olli-Pekka Kallasvuo, künftig den wichtigsten Bereich Mobiltelefone leiten und damit Matti Alahuhta ersetzen. Neuer Finanzchef werde Rick Simonson. Die Netzwerk- und Handy-Sparten würden bestehen bleiben.

Multimedia wird zur Chefsache

Der bislang dritte Bereich Projekte werde wegfallen und von den Bereichen Multimedia und Unternehmenslösungen ersetzt. Zur Abwicklung dieser nun vier Sparten wird es wiederum sechs Abteilungen geben: Verkauf, Marketing, Logistik, Herstellung, Technologie sowie die Abteilung Unternehmensstrategie mit Forschung und Entwicklung.

Firmenchef Jorma Ollila, unter dessen Führung Nokia zum weltweiten Branchenprimus aufgestiegen ist, wird auch weiterhin an der Unternehmensspitze stehen. „Mit den Veränderungen stellt sich Nokia anhand neuer Geschäftsbereiche der Welt der Mobilität und baut dabei weiterhin auf seine führende Rolle bei mobiler Sprach-Kommunikation", teilte Nokia mit. Nokia-Titel reagierten mit einem Kursplus von 1,7 Prozent auf 13,43 Euro.

Die Restrukturierung kommt zu einem Zeitpunkt da deutlich geworden ist, daß Handys mit neuen Funktionen wie eingebauten Kameras nicht so schnell den Markt erobern können, wie angenommen. Gleichzeitig bemühen sich die großen Geschäftskunden darum, die Ausgaben für Mobilfunknetzwerke schmal zu halten, und die Schulden weiter abzubauen. Im vergangenen Monat kündigte Nokia an, daß der Handyumsatz im dritten Quartal voraussichtlich schrumpfen wird, während mit Netzwerken sogar bis zu 20 Prozent weniger umgesetzt werden dürfte.

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Von Heike Göbel

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