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Telekommunikation Deutsche Telekom strafft Führungsstruktur

02.09.2006 ·  In Reaktion auf den scharfen Wettbewerb sollen wichtige Schlüsselfunktionen bei der Telekom künftig zentral geführt werden. Der wegen Umsatz- und Kundenverlusten kritisierte Unternehmensleiter Kai-Uwe Ricke bleibt zunächst im Amt.

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Die Deutsche Telekom will in Reaktion auf den scharfen Wettbewerb wichtige Schlüsselfunktionen künftig zentral führen. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung solle der Marktauftritt in Deutschland stärker koordiniert und die Kosten den veränderten Marktbedingungen angepaßt werden, teilte die Deutsche Telekom am Samstag nach einer Aufsichtsratssitzung in Bonn mit. Die Geschäftsverantwortung von T-Mobile, T-Com und T-Systems werde hingegen nicht geändert.

Konzernleiter Kai-Uwe Ricke wirbt mit dem neuen Konzept auch für eine Verlängerung seines im November 2007 auslaufenden Vertrags. In der Regel werden Vorstandsverträge ein Jahr vorher verlängert. Nach der Vorlage der schwachen Halbjahresbilanz hatte sich die Kritik an Ricke indes verschärft, es wurden Rufe nach einem vorzeitigen Ausscheiden des Managers laut. Der 44-Jährige sei zu zögerlich, hieß es. Verärgert sei vor allem Großaktionär Blackstone, dessen Aktienpaket bislang rund 500 Millionen Euro an Wert verlor.

Zusätzliche Aufgaben für Ricke

Doch der Aufsichtsrat stärkte ihm den Rücken und betraute ihn mit zusätzlichen Aufgaben. So wird Ricke künftig neben dem Markenmanagement auch Werbebudget und Werbeplanung in Deutschland verantworten. T-Systemchef Lothar Pauly ist künftig weltweit die Bereiche Netztechnik, IT und Einkauf zuständig. T-Mobile-Chef Rene Obermann ist deutschlandweit für den stationären Vertrieb verantwortlich.

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