12.05.2005 · Trotz Einbußen im Festnetzgeschäft hat die Telekom im ersten Quartal 2005 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Mobilfunkgeschäft in den Vereinigten Staaten und das Breitbandsegment legten deutlich zu.
Trotz Einbußen im traditionellen Festnetzgeschäft hat die Deutsche Telekom im ersten Quartal 2005 den Umsatz und noch stärker ihren Gewinn steigern können. Vor allem das Mobilfunkgeschäft in den Vereinigten Staaten und das Breitbandsegment der schnellen DSL-Internetzugänge legten deutlich zu, wie Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag in Bonn berichtete. Ricke äußerte sich zuversichtlich, die für das Gesamtjahr angepeilten Ergebnisse erreichen zu können.
Der Umsatz der Telekom stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2004 um 3,5 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro. Erneut lagen die Umsätze aus dem Mobilfunk höher als die aus dem Festnetzsektor einschließlich Breitband und Internetgeschäft. T-Mobile erzielte 6,7 Milliarden Euro, T-Com und T-Online zusammen 6,6 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) lag Festnetz/Internet mit 2,5 Milliarden Euro aber weiter vor T-Mobile mit 2,1 Milliarden Euro.
Das Ebitda des Gesamtkonzerns wuchs um Sondereinflüsse bereinigt um 5,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern lag bereinigt um 28,3 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals bei 1,6 Milliarden Euro. Den bereinigten Konzernüberschuß gab die Telekom mit 1 Milliarde Euro an, eine Steigerung um 45 Prozent. Im Gesamtjahr 2004 hatte die Telekom einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen.
T-Mobile USA konnte im ersten Quartal netto 957.000 Kunden hinzugewinnen und verzeichnete Ende März 18,3 Millionen Kunden, ein Plus von 28 Prozent. Weltweit stieg die Zahl der Mobilfunkkunden der Telekom-Gesellschaften um 11,3 Prozent auf knapp 79 Millionen. In Deutschland betrug der Zuwachs 3,4 Prozent auf 27,6 Millionen.
In den ersten drei Monaten des Jahres vermarktete die Telekom mehr als eine halbe Million neue DSL-Anschlüsse in Deutschland. Der Zuwachs um 581.000 Anschlüsse auf insgesamt 6,4 Millionen Anschlüsse in Deutschland sei „das stärkste DSL-Wachstum in einem ersten Quartal eines Geschäftsjahres überhaupt“, sagte Ricke.
Dieser Erfolg konnte den Rückgang des Festnetzgeschäfts allerdings nicht ausgleichen. Insgesamt sank der Umsatz in diesem Bereich um 4,4 Prozent. Die Zahl der Telefonanschlüsse (Analog und ISDN) sank in Deutschland um eine Million oder 1 Prozent auf 36,4 Millionen. Ricke führte die Entwicklung auf den harten Wettbewerb und zunehmenden Ersatz von Festnetz- durch Handyanschlüsse zurück. Allerdings habe sich der Rückgang verlangsamt.
Im Geschäftskundensegment legte die Telekom beim Umsatz um 1,6 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu. Ricke wies auf eine Steigerung des Ordereingangs um 5,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro im ersten Quartal hin.
Insgesamt zeige die positive Umsatzentwicklung und vor allem die überproportionale Steigerung der Ertragskraft, daß die Telekom auf dem richtigen Weg des profitablen Wachstums sei, sagte Ricke. Für das Gesamtjahr erwarte sie weiterhin ein bereinigtes Ebitda zwischen 20,7 und 21 Milliarden Euro. Ricke bekräftigte den Willen, die Aktionäre mit einer „attraktiven Ausschüttung“ an dem Erfolg zu beteiligen. Auf den nach wie vor unbefriedigenden Aktienkurs der Telekom angesprochen - das Papier lag gegen Mittag nach einem kurzen Anstieg praktisch unverändert bei 14,50 Euro - sagte Ricke: „Wir werden weiter arbeiten, daß sich dann in der Konsequenz dessen, was wir tun, der Aktienkurs bewegt.“
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,81 | −1,17% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2442 | −0,37% |
| Rohöl Brent Crude | 104,88 $ | −1,84% |
| Gold | 1.579,50 $ | 0,00% |
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