09.10.2008 · Eines muss man Henry Paulson lassen: Amerikas Finanzminister ist nicht verlegen um Vorschläge, wie das Finanzsystem zu retten ist.
Von Claus TiggesEines muss man Henry Paulson lassen: Amerikas Finanzminister ist nicht verlegen um Vorschläge, wie das Finanzsystem zu retten ist. Paulsons jüngster Einfall ist die Rettung von Banken durch direkte Zuführung von Eigenkapital. Dafür soll die Regierung an Kreditinstituten beteiligt werden.
Mit anderen Worten: Banken jeder Größe sollen zum Teil verstaatlicht werden, sofern diese es selbst für den einzigen gangbaren Weg halten. Der Plan, der dem der britischen Regierung ähnlich ist, hat Charme. Solange privates Kapital nicht verfügbar ist, kann mit dem Geld der Steuerzahler der Zusammenbruch von Banken verhindert und damit womöglich auch die Kreditklemme überwunden werden.
Es ist noch gar nicht so lange her, da galt ein solcher Schritt im marktwirtschaftlichen System Amerikas als undenkbar. Doch inzwischen ist vieles nicht mehr, wie es einmal war. Paulson muss freilich eines ganz deutlich machen: dass es sich um eine zeitlich befristete Maßnahme handelt und die Regierung die erworbenen Aktien so schnell wie möglich an der Börse wieder verkaufen wird. Sonst besteht die Gefahr, dass die Politik Gefallen an den Banken finden und sie vor ihren Karren spannen könnte.
Naiv
Karl-Heinz Burg (khburg)
- 09.10.2008, 22:54 Uhr
sie aind doch bestimmt NEO- CON oder ?
georg hellner (georg58)
- 09.10.2008, 23:31 Uhr
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