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Technologie Stellenabbau bei Siemens geht weiter

03.08.2001 ·  Der Siemens-Konzern wird mehr als die bislang angekündigten 10.000 Arbeitsplätze abbauen.

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Der Siemens-Konzern wird nach einem Zeitungsbericht mehr als die bislang angekündigten 10.000 Arbeitsplätze abbauen. Vor allem in der Netzwerksparte sollen weitere 5.000 Stellen gestrichen werden. Auch beim Informationstechnologie-Dienstleister Siemens Business Services (SBS) reiche der im Juli angekündigte Abbau von 2.000 Stellen offenbar nicht aus. Die Entlassungswelle, die derzeit quer über alle Branchen schwappt, scheint noch nicht vorüber zu sein.

Bei den 5000 Stellen handele es sich zunächst um eine Orientierungsgröße, berichtete die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Unternehmenskreise. Siemens hatte vorige Woche bereits mitgeteilt, dass der geplante Stellenabbau ausgeweitet werde, den Umfang aber nicht genannt. Die Zahlen im Bericht hat ein Unternehmenssprecher als „zu diesem Zeitpunkt reine Spekulation“ bezeichnet.

Sparprogramm bei ICN wird ausgeweitet

Der Großteil des Stellenkürzungen dürfte auf das Ausland entfallen. Bei der Abteilung Information und Communication Networks (ICN) werde vor allem die Fertigung unter die Lupe genommen, heißt es. Bisher waren Vertrieb und Service vom Sparprogramm betroffen. Der Münchener Elektronikkonzern wollte keine Angaben zu den Plänen machen. „Die Zahl ist angesichts der bestehenden Überkapazitäten nicht aus der Luft gegriffen", sagte Wolfgang Müller von der IG Metall Bayern.

Die Netzwerksparte ICN leidet unter der Kaufzurückhaltung und unter dem Wettbewerb. Im dritten Quartal 2000/2001 verzeichnete ICN einen Verlust von 563 Millionen Euro nach einem Plus von 133 Millionen im Vorjahr. Als eine der ersten Konsequenzen aus dem Debakel des Bereichs Netzwerke wurde inzwischen ICN-Chef Roland Koch geschasst. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte vorige Woche mitgeteilt, dass die Umstrukturierung des Telekommunikationsbereichs beschleunigt werde, um die Kosten neben der bereits angekündigten Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro um weitere zwei Milliarden Euro zu senken.

In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche Unternehmen von DaimlerChrysler bis Karstadt Stellenkürzungen bekannt gegeben, die nicht selten einen Anteil von über zehn Prozent der gesamten Belegschaft übertrafen.

Quelle: @nal, mit Material von Reuters
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Von Heike Göbel

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