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Technologie Siemens will seine wichtigste Sparte verkaufen

16.04.2006 ·  Siemens verhandelt mit dem amerikanischen Handy-Hersteller Motorola über den Verkauf seiner wichtigsten Sparte. Als Option gilt die Abspaltung der „Siemens Com“ mit 13 Milliarden Euro Umsatz und 55.000 Mitarbeitern.

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Siemens verhandelt mit dem amerikanischen Handy-Hersteller Motorola über den Verkauf seiner wichtigsten Sparte. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Eine Option in den Gesprächen zwischen hochrangigen Managern sei die Abspaltung der kompletten Sparte „Siemens Com“ mit 13 Milliarden Euro Umsatz und 55.000 Mitarbeitern, so berichtet die F.A.S. weiter.

Motorola habe bereits mehrfach bei Siemens angefragt, um den profitablen Geschäftsbereich Mobilfunknetze zu übernehmen. Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld sei jedoch daran gelegen, im Paket auch verlustreiche Teile der Sparte los zu werden. Beide Konzerne verweigerten auf Anfrage der F.A.S. jeden Kommentar zum Stand der Verhandlungen.

Siemens-Aufsichtsräte rechnen laut F.A.S. damit, daß schon bei ihrer Sitzung in der übernächsten Woche (am 26 April) neben den Halbjahresergebnissen auch die Zukunft von Siemens Com zur Sprache kommt.

Mit einem Verkauf des wichtigsten Konzernbereichs entspräche Vorstandschef Klaus Kleinfeld den Forderungen wichtiger Siemens-Investoren, schreibt die F.A.S. weiter. So verlangt Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS eine komplette und rasche Trennung von der Sparte Siemens Com. „Siemens muß die Sache schnell klären. Im Interesse der Aktionäre wie im Interesse der Sparte“, sagte DWS-Fondsmanager Henning Gebhardt der F.A.S. „Die Ergebnisse sind bisher wenig erfreulich.“ Com belaste daher den Kurs der Siemens-Aktie: „Siemens ist immer noch einer der Underperformer im Dax, andere Konzerne mit ähnlichem Tätigkeitsfeld haben sich erheblich besser entwickelt.“

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Von Heike Göbel

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